Keine Gefahr durch Glyphosat?

von Felix Maximilian Leidecker28.11.2017Wissenschaft

Der Wirkstoff Glyphosat ist seit 40 Jahren in Deutschland zugelassen und wird in der Landwirtschaft zum Beispiel zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt. Hauptanlass für die aktuelle Diskussion ist die Einstufung von Glyphosat als “wahrscheinlich krebserzeugend” durch die „Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC)“, einer Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

In der öffentlichen Debatte wird oftmals eine etwaige Umweltschädlichkeit vorausgesetzt, die mehr als umstritten ist. Hier stehen Gutachten von verschiedenen Lobbyverbänden gegeneinander. Ich persönlich maße mir NICHT an, dieses Thema abschließend beurteilen zu können- dazu kenne ich mich fachlich zu wenig damit aus

Nachlesbarer Fakt ist aber: Der Wirkstoff Glyphosat ist seit 40 Jahren in Deutschland zugelassen und wird in der Landwirtschaft zum Beispiel zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt. Hauptanlass für die aktuelle Diskussion ist die Einstufung von Glyphosat als “wahrscheinlich krebserzeugend” durch die „Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC)“, einer Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Bewertung ist wissenschaftlich umstritten – auch innerhalb der WHO. Klar ist, die IARC verfolgt einen gefahrenbezogenen Ansatz, d.h. Stoffe werden nach ihrem THEORETISCHEN Gefährdungspotenzial eingestuft. Über das reale Risiko, das mit der Anwendung eines Stoffes verbunden ist, und ab welcher Intensität der Exposition eine gesundheitliche Gefährdung besteht, wird keine Aussage getroffen.

Beispielsweise sind in der gleichen Kategorie wie Glyphosat auch die Arbeit als Friseur, Schichtarbeit und Mate-Tee eingestuft. Alkohol und Sonnenlicht finden sich sogar in der höchsten Risikokategorie „krebserregend für den Menschen“.

Die wissenschaftliche Abschätzung eines tatsächlichen Risikos bei der Anwendung und Aufnahme eines Stoffes obliegt in Deutschland dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die fachliche Unabhängigkeit des BfR ist gesetzlich verankert und garantiert, dass Entscheidungen auf Grundlage von wissenschaftlichen Fakten und frei von politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Einflussnahme getroffen werden.

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kommt bei der turnusmäßigen Neubewertung von Glyphosat zu dem Schluss, dass bei sachgerechter Anwendung KEINE Gefahr für die menschliche Gesundheit besteht. Dabei wurden neben der Einschätzung des IARC rund 1000 Studien und Veröffentlichungen in die Bewertung einbezogen.

Ich beziehe mich hier auf offizielle, schriftliche Anfragen meinerseits an Mitglieder der einschlägigen Bundestagsfachausschüsse. Wie gesagt- ich kann es nicht abschließend beurteilen. Ich werbe allerdings für einen unabhängigen Diskurs, in dem offizielle Gutachten jenen irgendwelcher Lobbyverbände vorgezogen werden.

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