Mit Pioniergeist zu mehr Resilienz | The European

Olivier Reppert: Mit Pioniergeist zu mehr Resilienz

The European Redaktion31.05.2022Medien, Wirtschaft

Für Carsharing sind Veränderungen keine Herausforderungen, sondern ein Zeichen der Anpassungsfähigkeit, so Olivier Reppert, CEO von SHARE NOW.

Resilenz ist für ihn zum Begleiter des Produkts geworden: Olivier Reppert, CEO von Share Now (Foto: Share Now).

Seit zwei Jahren ist die Pandemie ein stetiger Begleiter unseres gesellschaftlichen Lebens und wirtschaftlichen Handelns. Sie stellte uns vor die Herausforderung der Veränderung. Im Bereich des stationsunabhängigen Carsharings zeigte sich dies besonders deutlich am stark veränderten Kund:innen-Verhalten. Waren es zuvor die kurzen, spontanen Trips durch die Stadt, die zählten, sind nun vor allem längere Fahrten gefragt. Eine breite Anzahl an Carsharing-Anbietern hat es geschafft, schnell und erfolgreich zu reagieren. Sie haben ihre Produktpalette angepasst – allen voran der europäische Marktführer SHARE NOW. So haben rund 3,4 Millionen Nutzer:innen die freie Wahl, ob sie ein geteiltes Auto für drei Minuten, drei Stunden oder dreißig Tage mieten wollen.

Dieses einfache Beispiel aus der Welt der geteilten Mobilität macht deutlich, wie sehr Veränderungen unsere Wirtschaftswelt und unser unternehmerisches Tun beeinflussen – und dabei das Altbewährte auf die Probe stellen. Der Schlüssel liegt hierbei in der organisationalen Resilienz, also in der unternehmerischen Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft. Die Kür liegt nicht in der Vorbereitung auf unvorhergesehene Ereignisse, sondern in der Verankerung der Resilienz in den Geschäftsalltag. Dazu gehört auch, den Status Quo mutig zu hinterfragen und Altbewährtes neu zu denken. Zwei wesentliche Erfolgsfaktoren, die seit Beginn Teil der DNA von SHARE NOW sind. Als Pionier hat der Mobilitätsdienstleister vor 13 Jahren die Autonutzung neu gedacht und das stationsunabhängige Carsharing erfunden.

Seit Gründung von SHARE NOW im Jahr 2009 ist die Welt digitaler und vernetzter geworden. In diesem schnelllebigen Umfeld ist die Resilienz rasch zum Begleiter des Produkts geworden. Brauchte man anfangs noch eine Scheckkarte zum Öffnen der Fahrzeuge, passiert dies nun in weniger als einer Sekunde einfach per Smartphone. Mussten die Nutzer:innen zuvor in eine Geschäftsstelle, um ihren Führerschein zu validieren, übernimmt das mittlerweile die eigens entwickelte SHARE NOW App. Konnte man vorher die Autos nur auf Minutenbasis nutzen, stehen sie heutzutage für bis zu 30 Tage zur Verfügung und lassen sich um verschiedene Extras wie Zweitfahrer, Zusatzversicherungen oder Vorausbuchungen ergänzen. Mit diesem flexiblen Portfolio deckt SHARE NOW nahezu alle Anwendungsfälle der privaten Autonutzung ab und spielt somit eine zentrale Rolle bei der Entlastung unserer Städte.

Vor zehn Jahren noch wäre all das in dieser komplett digitalen und gebündelten Form in nur einer App undenkbar gewesen. Damals war allein die grundlegende Idee, ein Auto zu teilen, Veränderung und Herausforderung genug. Durch den stetigen Mut, diese Idee kontinuierlich anzupassen, ist flexibles Carsharing von SHARE NOW mit der richtigen Technologie zu einem extrem flexiblen Ökosystem geworden. Dieses lässt sich auch für andere Produktbereiche öffnen wie etwa für Franchise-Partner weltweit oder als Software-as-a-Service Lösung. Das ist der Grundstein für eine geteilte und nachhaltige Mobilität der Zukunft, die sich weltweit skalieren lässt.

Das Produkt Carsharing und seine stetige Weiterentwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie Anpassungsfähigkeit erfolgreich umgesetzt werden kann. Nur resilient zu sein, wird in Zukunft jedoch nicht mehr ausreichen. Für den Erfolg eines Unternehmens wird insbesondere dessen verantwortungsvolle und nachhaltige Ausrichtung entscheidend sein. SHARE NOW schafft es, beides zu vereinen. Angetrieben wird der Mobilitätsdienstleister von dem Vorhaben, mehr zu teilen und weniger zu besitzen, um Städte lebenswerter zu machen. Diese gesellschaftliche Unternehmensverantwortung bringt den Carsharing-Anbieter mit verschiedenen Partnern zusammen, von der Politik, über Städte bis hin zu den einzelnen Bürger:innen. Sowohl beim Sharing selbst, als auch bei der Verkehrswende und in der übrigen Wirtschaftswelt gilt: Alleine funktioniert es nicht.

Im Feld der geteilten Mobilität blickt man mutig auf Veränderungen, weil die Unternehmen mit ihrer Pionierarbeit von Anfang an, selbst den Status Quo verändert haben. Und sie haben gelernt, schnell zu reagieren, ihre Produkte zielgerichtet anzupassen und sich weiterzuentwickeln. Der unerlässliche Pioniergeist, der sich in der Welt der neuen Mobilität widerspiegelt, stärkt die Anpassungsfähigkeit und sorgt zusammen mit starken Partnerschaften für mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wachstum.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Was haben der Fall Assange und der Ukrainekrieg gemeinsam?

Werte in einem Zeitalter des Nihilismus – Assanges Auslieferung und der Krieg in der Ukraine sind Teil desselben Problems

Wie die Deutschen ticken: Wer kann Krise?

Die aktuelle Krisensituation belastet die Deutschen. Mit unterschiedlichen Maßnahmen versucht die Politik gegenzusteuern. Doch welcher Partei trauen die Bürgerinnen und Bürger am ehesten zu, Deutschland gut aus der aktuellen Krisensituation herauszuführen?

Der „perfekte Sturm“ rollt auf uns zu

Noch niemals seit Kriegsende haben sich so viele Faktoren zu einer so schwierigen Wirtschaftssituation verwoben wie jetzt. Deutschland droht eine tiefe Rezession. Sieben Gründe sind dafür verantwortlich. Von Oliver Stock / WirtschaftsKurier

Wird die Problem-Lufthansa zur fliegenden Bahn?

Das Flug-Chaos im Reisesommer beschädigt das Image der Lufthansa. Doch die Probleme der Airline sind viel größer als gedacht. Fünf Dinge bedrohen die schiere Existenz des deutschen Vorzeigekonzerns.

Joe Biden ist besser als sein Ruf

Der amerikanische Präsident hat in den USA miserable Umfragewerte und jede Menge innenpolitische Probleme. Doch weltpolitisch macht er vieles richtig. Ausgerechnet "Sleepy Joe" hat den müden Hegemon wieder aufgeweckt. Von Wolfram Weimer

„Markt und Mittelstand“ zählt zu den Gewinnern bei der LAE 2022

„Markt und Mittelstand“ steigert Reichweite deutlich / Publikation behauptet seine Position als führendes Entscheidermagazin für den Mittelstand / Online-Zugriffe wachsen weiterhin rasant

Mobile Sliding Menu