Endergebnisse der Bayernwahl 2018

The European Redaktion14.10.2018Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreichte die CSU um Ministerpräsident Markus Söder mit einem Minus von 10,5 Prozentpunkten nur noch 37,2 Prozent. Das ist das schlechteste Ergebnis seit 1950.

Mit 10,9 Punkten halbierte die SPD ihr Ergebnis von 2013 und landet nun bei 9,7 Prozent. Die Grünen konnten deutlich zulegen und wurden zweistärkste Kraft mit 17,5 Prozent. Damit haben sie ihr Ergebnis gegenüber der Wahl von 2013 verdoppelt. Grund zum feiern haben auch die Freien Wähler unter Hubert Aiwanger. Sie kamen mit 11,6 Prozent (plus 2,6 Prozentpunkte) auf ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl. Auch die AfD zieht in den Bayerischen Landtag ein. Die Partei von Alice Weidel und Alexander Gauland erzielte 10,2 Prozent. Zittern müsste hingegen die FDP bis in die frühen Morgenstunden hinein. Doch letztendlich schaffte auch sie den Einzug ins Maximilianeum mit 5,1 Prozent (plus 1,8). Die Linke scheiterte mit 3,2 Prozent (plus 1,1).

Sitzverteilung

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CSU 85, SPD 22, Grüne 38, Freie Wähler 27, AfD 22 und FDP 11. 72,4 Prozent der rund 9,5 Millionen wahlberechtigten Bayern hatten abgestimmt. Das waren deutlich mehr als noch 2013. Damals beteiligten sich 63,6 Prozent an der Wahl.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Der Ausschluss von Stephan Brandner ist ein klares Signal gegen Hetze und Hass

Stephan Brandner von der AfD hat Menschen ausgegrenzt und Hass geschürt. Nun muss er seinen Posten aufgeben - die Abgeordneten des Rechtsausschusses haben ihren Vorsitzenden abgewählt. Einen vergleichbaren Fall hatte es bislang in der Geschichte des Bundestages noch nicht gegeben.

Der Erfolg der AfD liegt in der Austauschbarkeit der Altparteien

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution wurde in Thüringen gewählt. Zum dritten Mal in diesem Jahr kann die AFD zum Entsetzen von Medien und Politik einen Wahlerfolg in „Dunkeldeutschland“ (Gauck) feiern. Die linke Mehrheit ist gebrochen, die SPD liegt bei 8,2 %, die AfD macht als zweite Kraf

Kritik am „grünen Expertentum“ gilt als Blasphemie

Kritik am „grünen Expertentum“ gilt als Blasphemie und soll also am liebsten aus den Medien verbannt werden. Zu groß scheint die Angst, als Gaukler entlarvt zu werden.

Wir müssen wieder miteinander streiten lernen

Es hat lange gedauert, aber nun haben auch die liberalen Blätter endlich erkannt, dass etwas schief gelaufen ist mit dem „Haltung zeigen“. Als ich es wagte, ein Buch mit dem Titel „Wir können nicht allen helfen“ zu veröffentlichen, begrüßte mich die Kreuzberger Grünen-Abgeordnete auf d

Wir müssen den Rechtsstaat vor seiner Opferung auf dem Altar der Hypermoral bewahren

Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht, ist mein Lieblingsbonmot des polnischen Satirikers Stanisław Jerzy Lec, das ein Dilemma auf den Punkt bringt. Geschichte wird immer wieder umgeschrieben, so wie es den jeweiligen Inhabern der Deutungshoheit gefällt. Wir erleben gerade in diesen Tagen wie

Nächstenliebe geht anders!

Nächstenliebe geht anders! Alle EU-Abgeordneten von CDU/CSU haben gegen eine Resolution zur Beendigung des Sterbens im Mittelmeer gestimmt. Mit Rechtspopulisten und -extremen haben sie diesen Aufruf zur Menschenrettung mit einer neuen europäischen Seenotrettung und für die Entkriminalisierung der

Mobile Sliding Menu