Laut der Virologin der Kanzlerin könnte ein Lockdown bis 2022 drohen | The European

Merkel-Virologin prophezeit bis 2022 Lockdown

Egidius Schwarz10.02.2021Medien, Wirtschaft

Es ist ein beunruhigendes Interview, das die Virologin der Bundeskanzlerin mit dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” geführt hat. Laut Melanie Brinkmann haben wir den Wettlauf mit der Impfung längst verloren und Corona wird uns noch bis 2022 beschäftigen.

Deutschlandfahne mit Corona-Virus, Quelle: Shutterstock

Der anhaltende Lockdown nervt. Die Menschen leiden – und dies seit einem Jahr. Hinzu kommt ein kalter Winter. Einziges Ideal derzeit: Schleunigst dem Lockdown entkommen und mit der AHA-Formel – also Abstand, Hygiene und einem Mund-Nasen-Schutz im Alltag – der Pandemie zu begegnen. Glaubt man der Virologin Melanie Brinkmann, die Mitglied des Beraterstabs der Bundesregierung von Angela Merkel und der Regierung der Bundesländer ist, könnte dieses längst verfehlt worden sein und ein Lockdown bis 2022 drohen.

Laut der Virologin der Kanzlerin könnte der Lockdown bis 2022 drohen

Besonders gefährlich ist für die Wissenschaftlerin die Mutationen und sie warnte daher gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“: „Wir kriegen niemals genügend Menschen geimpft, bevor die Mutanten durchschlagen.” Zudem scheint ist sie sich sicher: „Dieser Wettlauf ist längst verloren.” Trotz der groß angelegte Impfkampagne sieht die Virologin kein Entkommen vor neuen Shutdowns. Das Impfen werde „uns erst aus der Pandemie befreien, wenn sie weltweit abflaut“, lässt Brinkmann weiter verlauten. Ihr knallhartes Urteil fällt dann auch entsprechend hart aus: „Das wird uns 2022 noch beschäftigen – und wahrscheinlich noch darüber hinaus.“ Und Lockerungen, die bei einer Inzidenz von 50 laut der Politik eintreten können, sieht die Forscherin als Gefahr: „So eine Mittelinzidenz bedeutet letztlich eine Art Dauer-Lockdown, aus dem man nur zwischendurch mal kurz auftauchen und nach Luft schnappen kann.“

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Deutschland verspielt außenpolitisches Vertrauen

Der anhaltende Krieg in der Ukraine verändert die gesamte Sicherheitsarchitektur Europas. Der russische Angriffskrieg zwingt die NATO und die EU dazu, die Bewahrung von Frieden und Freiheit in dem Teil Europas, in dem wir das große Glück haben zu leben, wieder zur vorrangigen politischen Priorit

Das Maggie Thatcher-Double dürfte Boris Johnson beerben

Im Machtkampf um Johnsons Nachfolge hat Liz Truss beste Siegchancen. Die Parteibasis der Torys liebt sie, weil sie allerlei Erinnerungen an Margaret Thatcher weckt. Doch diese Rolle spielt sie recht dreist. Von Wolfram Weimer

Theater des Schreckens

Die Geschichte der Todesstrafe und ihrer Vollstreckung zeigt: Menschen drängten zu allen Zeiten danach, Augenzeuge einer Hinrichtung zu sein, möglichst nah dabei zu sein, um das blutige Ritual zu verfolgen. Entsetzen und Schaudern, Entzücken und Empörung, Emotion und Aktion – die Symbolik de

Deutschland braucht eine neue Standortagenda

Deutschland steht am Rande einer Rezession. Die Kaufkraft der Konsumenten leidet unter dem Inflationsschub, der durch die Verteuerung von Energie und Nahrungsmitteln angestoßen wurde und inzwischen viele andere Gütergruppen erfasst hat. Solange der Ukraine Krieg und die Sanktionen gegenüber Russl

Wir wären vollkommen verrückt, wenn wir die Kernkraftwerke vom Netz nehmen

Es gibt keinen Grund zur Panik. Aber es gibt angesichts möglicher Energieversorgungsengpässe im Herbst dringenden Handlungsbedarf – im Sommer trotz der Parlamentsferien. Von Friedrich Merz

Merkel vor Kohl: So werden die Kanzler seit der Wiedervereinigung bewertet

Von 1998 bis 2005 war Gerhard Schröder Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er führte eine rot-grüne Koalition. Wenn man heute fragt, welcher Bundeskanzler seit der Wiedervereinigung die Interessen Deutschlands am besten vertritt oder dies getan hat, belegt Alt-Kanzlerin Angela Merkel (38 Proz

Mobile Sliding Menu