Gendern ist nicht anderes als „betreutes Sprechen“ | The European

Komiker Dieter Hallervorden kritisiert das Gendern

Egidius Schwarz5.01.2022Medien, Politik, Wissenschaft

Es ist nicht das erste Mal, dass der Schauspieler Dieter Hallervorden in der Kritik steht. Immer wieder hatte der Barde das Gendern als Vergewaltigung der deutschen Sprache kritisiert. Den Vorwurf, dass es sich um einen politisch-motivierten Eingriff in die deutsche Sprache handle, hat er in einem Interview nun erneut wiederholt.

Schriftzug Gender* auf deutschem Wörterbuch, Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Ohde | Bildagentur-online/Ohde

Der 86-Jährige hat eine ablehnende Haltung gegenüber dem Gendern – und ist einer der wenigen, der dem neuen Sprach-Diktat Paroli bietet. Gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte er in einem Interview im neuen Jahr: „Ich muss wirklich nicht zu Sensibilität erzogen werden“.

Und der Mann, der mit seinem Humor Millionen Deutsche fasziniert und mit dem Film „Honig im Kopf“ noch einen weiteren Karrieresprung im Alter startete, fügte hinzu: Das Thema Gendern „bringt mich absolut nicht auf die Palme, ich erlaube mir vielmehr sachlich darüber zu diskutieren“. Was der 86-Jährige hauptsächlich kritisiert, ist die Verhunzung der Sprache. Normalerweise entwickle sich diese als Kulturgut aus sich selbst heraus und folge keinesfalls einer Anordnung von oben. Genau diese aber ist es, die Hallervorden auf die Palme bringt.

Und so ist es nur verständlich, wenn der Komiker, das Gendern als einen künstlich und politisch motivierten Eingriff in gewachsene Sprachstrukturen versteht. Wie der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck versteht auch er das Gendern als „betreutes Sprechen“.

Und gegen die Gender-Ideologie legt er noch einen drauf: Für ihn seien Mainstream und Political Correctness überhaupt nicht meinungsbildend. Wichtiger als die verordneten Sprachregelungen sei die „eigene Meinung, die man sich unabhängig und aufgrund persönlicher Überzeugungen bildet“.

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