Früher retteten die Grünen Frösche, heute eben den Kanzler. Harald Schmidt

Trumpscher Versprecher

Die Kritik an Donald Trumps Auftritt mit Wladimir Putin in Helsinki ist groß – vor allem im eigenen Land. Seine umstrittenen Äußerungen zu Russlands Einmischung in die US-Wahlen seien nicht so gemeint gewesen, erklärt der amerikanische Präsident 24 Stunden später.

Beim Treffen mit Kongressabgeordneten im Kabinettssaal des Weißen Hauses beteuert Donald Trump, dass seine umstrittenen Äußerungen beim Treffen mit Wladimir Putin nicht so gemeint gewesen seien. Ein Versprechen. Nicht mehr, nicht weniger – so Trump 24 Stunden nach der Pressekonferenz in Helsinki. Er habe das Transkript gelesen und festgestellt, dass er sich versprochen habe.

Schadensbegrenzung à la Donald

Zusammen mit Putin hat der amerikanische Präsident den Eindruck erweckt, dass die Erkenntnisse der US-Geheimdienste über russische Einmischung in die vergangene US-Wahl schlicht Unsinn sind. Mit dieser Aussage stellt sich Trump vor den russischen Präsidenten und gegen die eigenen Sicherheitsexperten. Von einem „Verrat“ durch den Präsidenten wird in Amerika gesprochen.

Trump rudert zurück

Während der Pressekonferenz in Helsinki hat Trump erklärt: „Ich sehe keinen Grund, warum es Russland gewesen sein sollte.“ Er habe aber genau das Gegenteil gemeint, beteuert er nun. „Der Satz hätte eigentlich lauten sollen: Ich sehe keinen Grund, warum es nicht Russland gewesen sein sollte.“ Das Problem bei der Pressekonferenz sei lediglich eine doppelte Verneinung gewesen. Diese habe zu dem Versprechen geführt.

Bei den Bürgerinnen und Bürgern Amerikas wirkt Trumps Erklärung weniger überzeugend, so die meisten Stimmen in den sozialen Netzwerken. Nicht allein der Satz sei das Problem gewesen, sondern viele Bemerkungen, mit denen sich Trump auf die Seite des russischen Aristokraten geschlagen habe, so Parteikollegen – einschließlich den beiden Führungsmännern im Kongress, Paul Ryan und Mitch McConell – zu den jüngsten Eskapaden des amerikanischen Präsidenten.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Oskar Lafontaine, Petr Bystron, Stefan Liebich.

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