Ohne Europa gibt es keine Träume auf dem Balkan. Edi Rama

Wagenknecht im Osten beliebter als Schulz

Bei der Frage, wem die ostdeutschen Bündesbürger als Politiker mehr Vertrauen schenken, liegt Sahra Wagenknecht deutlich vor Martin Schulz.

Das Osten bleibt auf Kurs – auf rotem Kurs. Das zeigt zumindest eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Insa“ im Auftrag der Zeitschrift Super Illu. Zwar schenkten die Bürger im Ostteil der Bundesrepublik Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier großes Vertrauen. Aber auf Platz 3 folgt dann schon die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei – Sahra Wagenknecht. Abgeschlagen auf Rang vier im Vertrauen rangiert SPD-Kanzlerkandidat und SPD-Chef Martin Schulz.

Während das rot-rot-grüne Bündnis in Thüringen um Ministerpräsident Bodo Ramelow, sein rotes Kuba, in der Wählergunst deutlich nach unten zeigt, ist die LINKE im Osten nach der SPD die drittstärkste Partei. Derzeit kommt die Linke, auf 19 Prozent, die SPD auf und die Union auf 28 Prozent. Die Zeichen, dass bei der anstehenden Bundestagswahl am 24. September die Große Koalition unter Angela Merkel weiter fortgeführt wird, ist wahrscheinlicher als in den letzten Monaten.

Bundesweit liegt die Union laut der Insa-Umfrage bei 34 Prozent, die SPD bei 26, die Linke bei 10, die AfD bei 10, die Grünen bei 7 und die FDP bei 7 Prozent.

Ost

CDU 28, SPD 20, Linke 19, AfD 15, FDP 6, Grüne 5 (Sonstige 7).

West

CDU/CSU 36, SPD 27, AfD 9, Linke 8, Grüne 8, FDP 7 (Sonstige 5).

Bei der Kanzlerfrage ist die Antwort der Ostdeutschen klar. 34 Prozent würden, wenn sie den Kanzler direkt wählen könnten, Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) wählen – nur 21 Prozent SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

39 Prozent aller befragten Ostdeutschen haben aber angegebenen, keinem von beiden seine Stimme geben zu wollen.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Vera Lengsfeld, Dokumentation - Texte im Original, Dietmar Bartsch.

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