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Steckt ein V-Mann hinter dem Berliner Terroranschlag?

Ein V-Mann eines Landeskriminalamtes hetzte Gruppe um Breitscheidplatz-Attentäter Amri zu Anschlägen auf, jedenfalls ist dies sehr wahrscheinlich. Der dafür mutmaßlich mitverantwortliche Politiker ist bereits abgewählt worden. Was wird er sagen?

Laut Recherchen des Rundfunks Berlin Brandenburg und der “Berliner Morgenpost” soll die sogenannte Vertrauensperson VP-01 Islamisten zu Anschlägen in der Bundesrepublik angestachelt haben. Der V-Mann des Landeskriminalamts (LKA) Nordrhein-Westfalen war nicht nur eine wichtige Bezugsperson des Berliner Breitscheidplatz-Terroristen Anis Amri und der militanten Islamistenszene, er soll diesen sogar zu Anschlägen in der Bundesrepublik angestachelt haben. Die vom LKA Nordrhein-Westfalen auf Amri angesetzte Vertrauensperson hatte diverse Mitglieder der IS-nahen Abu Walaa-Gruppe und womöglich auch Amri selbst zu Anschlägen animiert. Auch persönlich stand der Beamte Amir sehr nahe. Er soll häufig mit dem Terroristen unterwegs gewesen sein und diesen immer wieder zu seinen verschiedenen Unterkünften gefahren haben.

In den letzten Wochen wurde Ermittlern im Fall Anis Amri immer wieder verboten, die Presse zu kontaktieren. Die Recherchen der beiden Zeitungen stützen sich auf Ermittlungsakten. Demnach hatte ein Mitglied der Gruppe bereits mitgeteilt, dass VP-01 habe „immer wieder mitgeteilt, dass man Anschläge in Deutschland verüben solle". Ein ehemaliger Anhänger der Abu-Walaa-Gruppe, ein Aussteiger aus der konspirativen Islamisten-Szene also, äußerte gegenüber dem RBB die Ansicht, VP-01 sei sogar „der Radikalste“ gewesen. „Mach hier was, mach einen Anschlag“ soll der nordrhein-westfälische V-Mann immer wieder gesagt haben.

Eine weitere Äußerung, die von VP-01 kolportiert wird, lässt noch sehr viel konkretere Schlüsse zu: „Wir brauchen einen zuverlässigen Mann, der einen Anschlag macht, mit einem LKW.“ Mit Anis Amri, der dem Islamischen Staat die Treue geschworen hatte, soll er in dieser Zeit mehrfach in Kontakt gewesen sein. Und Anis Amri war es, der am 19. Dezember 2016 einen LKW in mörderischer Absicht in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gesteuert und dabei elf Menschen getötet hat.

Klar verantwortlich für die schier unglaublichen Vorwürfe gegen VP-01, wenn die denn zutreffen, ist ein Politiker, der für seine politische Arbeit bereits abgestraft wurde: Ralf Jäger, SPD-Innnenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Beim ihm unterstehenden Landeskriminalamt war VP-01 angebunden. Wahrscheinlich mit viel zu langer Leine. Ralf Jäger, der Minister von der traurigen Gestalt, ist nicht allein in der Versenkung verschwunden. Mit ihm verschwand auch Hannelore Kraft, einst eine Hoffnungsträgerin der SPD. Natürlich wurde die Düsseldorfer Landesmutter auch für eine katatstrophale grüne Gender-Gaga-Schulpolitik abgestraft, aber das vielleicht entscheidende Thema war die nordrhein-westfälische SPD-Innen- und Sicherheitspolitik.

Wann gibt es einen Untersuchungsausschuss in Düsseldorf? Wann muss Ralf Jäger die Hosen herunterlassen? Die frische, unverbrauchte, schwarz-gelbe Landesregierung unter Armin Laschet wird sicher nicht zögern, die Altlasten klar zu benennen, so, wie sie dies auch in der Finanzpoltik kürzlich tat, natürlich völlig zu Recht. Die Toten vom Berliner Breitscheidplatz kann indes niemand wieder lebendig machen. Von Ralf Jäger und auch von Hannelore Kraft sollten die vielen Angehörigen und auch die in Berlin durch den Islam-Mörder Amri verletzten Menschen aber eines erwarten können: eine demütige und aufrichtige Bitte um Vergebung.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Vera Lengsfeld, Alice Weidel, Egidius Schwarz.

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