Über die fast hirnlose Nutzung der Gendersprache

Eckhard Kuhla28.08.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Der Virus politicus correctus (pc) ist ein sich unterschwellig verbreitender Infektionserreger, der insbesondere Wirtszellen von dispositiven Individuen befällt, die vorwiegend der Gattung homo bono angehören.

Im Folgenden wird die im Mitteleuropa zumeist vorkommende Untergattung des Virus „Genderitis“ beschrieben.

Erscheinungsformen

Der Virus Genderitis macht sich besonders im Schreib- und Redeverhalten infizierter Individuen bemerkbar, sich in ihrer Art, einem mainstreamkonformen Verhalten an zu passen. Es orientiert sich teils an fremdgesteuerten, teils an unbekannten Prozessen oder Regeln. Wenn angepasst, legt das befallene Individuum ein marionettenhaftes Verhalten an den Tag, mit einer gruppengesteuerten opportunen Sprachwahl. Die Folge ist verringertes Sprachvolumen, verbunden mit einer seltsam gekünstelten Ausdrucksweise des Individuums. In der einschlägigen Literatur wird die besondere Anfälligkeit der Gattung „homo bono“ (zu deutsch: „Gutmensch“) durch den pc – Virus herausgestellt. (Anmerkung des Autors: Mögliche gesellschaftliche Folgen eines pc- Verhaltens­ wären beispielsweise die mögliche Einschränkung der Redefreiheit durch Virenbefall . Dies darf hier – aus politisch korrekten Gründen – nicht weiter behandelt werden werden.)

Diagnose

Das vom pc-Virus befallene Individuum zeichnet sich durch ein relativ geringes Selbstbewusstsein aus, so die in den Expertenkreisen übereinstimmende Meinung. Es sind überdies auch Fälle einer Disposition bekannt geworden, die sich häufig in ihrer Ausprägung einem fremden Willen gleichsam blind unterordnen. Diese infizierten Individuen sprechen politisch korrekt, ohne zu merken, dass sie auf diese Weise zu einer Marionette der Genderideologie mutiert sind.

Diese zwei Diagnosen, geringes Selbstbewusstsein und Unterwerfung, resultieren zwangsläufig in einer evident-typischen Schwächung der Abwehrkräfte, insbesondere auch Ideologien gegenüber.

Schwache Abwehrkräfte erleichtern erwiesenermaßen das individuelle Anpassen des eigenen Verhaltens an das Sprachverhalten der infizierten Individuen und an „verordneten Empfehlungen“ öffentlicher Verwaltungen zum Sprachgebrauch. Der Prozess des Anpassens wird verstärkt durch eventuell drohende institutionelle oder gesellschaftliche Sanktionen bei Nichtgebrauch des Gendersprache.

Herkunft

Der Begriff politicus correctus hat seinen Ursprung in dem US-amerikanischen Begriff „political correctness“. Er steht für eine Art „Knigge“ für das diskriminierungsfreie Sprechen. Der Begriff Gender bzw. Gendern findet seine erste Erwähnung in den Schriften von Judith Butler. Beide obigen Virus-Begriffe können als Phänomen für DIE Infektionsherde weiterer Übertragung und Verbreitung des Virus in der Gesellschaft angesehen werden.

Übertragung/Verbreitung

Die Übertragung der Viren, ausgehend von obigen Infektionsherden, geschieht mit Hilfe von sogenannten  „Sprachleitfäden“ einiger Hochschulen oder durch „verordnete“ Empfehlungen für die Angestellten einiger Rathäuser. Dafür zeigen verantwortlich entsprechende Agenturen, genannt „Gleichstellungsbüros“, und deren Agentinnen, genannt „Gleichstellungsbeauftragtinnen“. Sie produzieren und verbreiten, kraft eigener Selbstermächtigung, infektiöse und haptische Materialien. Diese sind gleichsam sekundäre Infektionsträger für die weitere Übertragung und Verbreitung der Viren.

Der neurologische Teil der Übertragung, d. h. die Umsetzung von Wörtern aus Sprachleitfäden zur Gendersprache, in den Gebrauch der Gendersprache ist noch nicht vertiefend untersucht worden. Auch seien an dieser Stelle mögliche Hemmungen psychologischer Art erwähnt, fußend auf Gründen mangelnden Selbstbewußtseins, weiterhin politisch unkorrekt zu sprechen. Es wäre ein positives Zeichen zivilen Ungehorsams quasi amtlichen, „verordneten“ Empfehlungen einer Verwaltung zu widerstehen.

In diesem Zusammenhang ist die Verbreitung der Viren über die Wege der Denunziation von größtem Interesse für zukünftige Forschungen. Das Denunzieren von noch nicht infizierten Personen, die sich dem pc – Verhalten verweigern, reduziert den Multiplikator – Effekt durch infizierte Personen immens. Mögliche, nicht bekannte Inkubationszeiten könnten hier durchaus eine Rolle spielen.

Therapie:

Effiziente Mittel gegen die Verbreitung der pc – Viren sind noch nicht bekannt. Derzeitige Überlegungen zur Therapie konzentrieren sich auf die Befreiung des Individuums von einem zwanghaften Verhalten. Das liegt vor in der unerklärbaren, ja fast hirnlosen, Nutzung der Gendersprache als eine Folge eines geschwächten Selbstbewusstseins, einhergehend mit einer noch wenig erforschten, speziellen Immunschwäche der Gattung homo bono. Grad dieses Forschungsthema wird seit langem blockiert von einer parteiübergreifenden Homo – bono – Gruppe, und zwar, wie aus ihren Verlautbarungen zu entnehmen ist, aus pc-orientierten Gründen.
Von sich reden macht in letzter Zeit eine Gruppe PULS (Politisch unkorrektes Lachen Schmunzeln). Sie stärkt ihr Immunsystem mit dem Ziel, sich gesund zu lachen. Die Gruppe musste sich auflösen, da ihre Nachbarn sich durch das politisch unkorrekte laute Lachen diskriminiert fühlten.

 

 

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