So ein schönes Lied

von Eberhard Lauth2.06.2012Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Kann man Dateien lieben? Ist Musik auf Vinyl mehr wert? Lauter müßige Fragen eigentlich, denn am Ende zählt das Lied. Wenn es gut ist, funktioniert es auch ohne Trägermedium.

Diese Woche war im „Spiegel“ ein sehr eloquenter Essay von Elke Schmitter zu lesen. „Dateien kann man nicht lieben“ hieß er, der Titel weist schon die Fährte: Früher, so Schmitter, habe man Musik noch auf sinnlichen Tonträgern konsumiert. Die Nadel senkte sich in die Rille, es knisterte, es knarzte, dann kam die Musik – in einer Form und mit einer Aura versehen, die bis heute unübertroffen ist. Heute ist Musik eine Datei, unendlich oft zu vervielfältigen, in nahezu unendlicher Vielfalt verfügbar, losgelöst von Zeit und Raum. Das, so Schmitter, löse „keine Gefühle aus – keinen Besitzerstolz, keine Erinnerung, keinen Genuss beim Betrachten, Verschönern, Pflegen, Verschenken.“ (Zitat via hier,

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