So eine Wirtschaft!

von Eberhard Lauth15.10.2011Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Weder Ökonomie noch Politik konnten bisher beweisen, die Probleme der Zeit richtig zu diagnostizieren. Man muss wohl wirklich alles selbst machen.

Heute braucht es Ökonomen, um die Welt zu erklären. Ein guter Satz, oder? Er ist nicht von mir. Ich habe ihn vor Kurzem wieder einmal gehört, gelesen, was weiß ich. Er klingt logisch, waren doch die 90er-Jahre und die kurzen Nullerjahre die Jahrzehnte der Politikwissenschaftler. Sie versuchten, die neue Weltordnung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu erklären. Sie erzählten vom Kampf der Kulturen und dessen Bestätigung durch Nine Eleven. Sie riefen das Ende der Geschichte aus. Ganz schwindlig konnte einem werden vor lauter klugen Gedanken, da musste einfach was anderes kommen.

Um sich greifende Zukunftsangst

Vor allem, wenn die Weltpolitik von der Weltwirtschaft plötzlich von der Überholspur auf den Pannenstreifen gedrängt wird. Wirtschaftskrise. Banken im Arsch. Steuergeld im Arsch. Nationalstaaten im Arsch. Bürger im Arsch. Zugegeben, das ließe sich auch feiner formulieren, aber das fällt vielen Menschen immer schwerer. „Billions for bankers, cutbacks for workers. Hell no!“, steht auf den Transparenten der #OccupyWallStreet-Demonstranten in New York. „Wir sind nicht die Rotzbuben der Arbeitgeber“

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