Hurra, die Popkritik ist tot!

von Eberhard Lauth5.02.2011Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Es gab einmal eine Zeit, da wäre es mir verwerflich erschienen, meine Schallplatten nicht anhören zu können. Diese Zeit ist längst vorbei. Und schon wieder ist dieses Internet an etwas schuld.

Mein Plattenspieler ist kaputt. Ich weiß, das ist eine Nebensächlichkeit und so was von banal, dass es eigentlich ein Skandal ist, mir hier zu gestatten, daraus einen ersten Satz zu formulieren. Aber gemach, dieser erste Satz hat schon seine Berechtigung. Der Plattenspieler ist nämlich schon seit Monaten kaputt, und über die Monate hat sich der anfänglich noch drängende Wunsch, ihn reparieren zu lassen, völlig aufgelöst. Da steht er also, ist hin, und es ist mir egal. Früher, vor ein paar Jahren noch, wäre das anders gewesen: Da musste dieser Plattenspieler einfach funktionieren. Er war Symbol für die Bedeutung von Musik. Er war der Schlüssel zu den Schallplatten, die im Regal auf der anderen Seite des Zimmers lagern. Er war das Symbol dafür, dass ich immer wusste, welch wertvolles Gut Musik für mich ist.

Eine Mischung aus Halbwissen, Fantum und Exhibitionismus

Ich war und bin Heavy User im Zusammenhang mit Popmusik. Und wäre ich nicht auch noch nebenbei paranoid, hätte ich mir schon längst eine Trilliarde Songs aus dem Netz gesaugt. Einfach, weil ich gerne alle irgendwann einmal hören möchte, um noch einen besseren zu finden(Link)

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die B...

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminis...

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann...

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Bus...

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s...

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deut...

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu