Me, Myself and I

von Eberhard Lauth9.04.2011Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Ein amerikanischer Psychologe hat die Songtexte von Charts-Hits der vergangenen Jahre analysiert. Sie spiegeln unseren Wandel zu hoffnungslosen Egoisten. Und unsere Unfähigkeit, nachhaltig zu leben.

Popmusik im Jahr 2011 ist bekanntlich nicht mehr das, was sie noch im Jahr 2010 war. Alles noch weniger wert. Alles noch weniger Botschaft. Alles noch weniger relevant. Und kaufen tut das Zeug auch keiner mehr. So weit, so Nörgelei. Man muss nämlich schon genauer hinhören, um herauszufinden, dass Popmusik auch im Jahr 2011 mehr über uns verrät, als die Früher-war-alles-besser-Fraktion ihr zugesteht. C. Nathan DeWall, Psychologe an der Universität von Kentucky, hat sehr genau hingehört. Er hat gemeinsam mit Kollegen seiner Zunft alle im „Billboard-Magazine“ erhobenen Top-10-Hits der USA der Jahre 1980 bis 2007 analysiert.

Höchststrafe für die Ohren

Das klingt nach Höchststrafe, allein wenn man bedenkt, wie viel Britney Spears da dabei gewesen sein muss. Aber Professor DeWall verfolgte mit seinen Studien höhere Ziele, die er vor ein paar Wochen in

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