Partypatriotismus ist Nationalismus. Dagmar Schediwy

Die große Abrechnung des Vatikans mit den Finanzmärkten

Von großer Wichtigkeit ist eine kritische und verantwortungsvolle Steuerung des Konsum- und Sparverhaltens. Der Einkauf, mit dem wir uns täglich das Lebensnotwendige besorgen, ist immer auch verbunden mit einer Wahl, die wir zwischen verschiedenen Produkten treffen, die der Markt zu bieten hat, heißt es in “OECONOMICAE ET PECUNIARIAE QUAESTIONES”.

h6. Fortsetzung

24. Wenn die Kreditwürdigkeit ein besonnenes Auswahlverfahren erfordert, um Kreditnehmer ausfindig zu machen, die wirklich würdig, innovationsfähig und gegen ungesunde Kollusionen gefeit sind, müssen die Banken in Anbetracht der eingegangenen Risiken über das nötige Kapital verfügen, damit eine eventuelle soziale Aufteilung der Verluste so begrenzt wie möglich gehalten werden kann und vor allem auf jene zurückfällt, die dafür verantwortlich sind.

Gewiss erfordert die angemessene Verwaltung der Ersparnisse nicht nur eine gebotene rechtliche Regelung, sondern auch entsprechende kulturelle Denkmuster sowie eine ständige aufmerksame, auch der Ethik verpflichtete Überprüfung der Beziehung zwischen Bank und Kunde und eine kontinuierliche Überwachung der Rechtmäßigkeit aller Geschäfte, die diese Beziehung betreffen.
Ein interessanter und zu erprobender Vorschlag in diese Richtung wäre die Schaffung bankinterner Ethikkommissionen, die den Verwaltungsräten zur Seite gestellt werden könnten. Auf diese Weise würde den Banken geholfen, nicht nur ihre Bilanzen gegen Verluste abzusichern und die tatsächliche Übereinstimmung zwischen ihrem statuarischen Auftrag und ihrer Finanzpraxis zu wahren, sondern auch in angemessener Weise die Realwirtschaft zu stützen.

25. Die Schaffung sehr riskanter Wertpapiere – die faktisch eine Art fiktiver Schaffung von Wert ohne angemessene Qualitätskontrolle und korrekte Kreditbewertung darstellt – kann zwar die Intermediäre bereichern, schafft aber auch leicht Insolvenz zum Schaden jener, die Rechte aus dem Wertpapier später eintreiben müssen. Dies gilt umso mehr, wenn die Last des Risikos, das diese Wertpapiere bergen, vom Ausstellerinstitut auf den Markt abgeladen wird, in dem sie eingeführt und verbreitet werden (vgl. etwa die Verbriefung von Hypothekarkrediten), was eine weitreichende Vergiftung und potenzielle Systemstörungen zur Folge hat. Eine solche Vergiftung der Märkte widerspricht dem Gebot der Gesundheit des finanzwirtschaftlichen Systems und ist unter dem Gesichtspunkt einer dem Gemeinwohl verpflichteten Ethik nicht akzeptabel

Jedem Wertpapier muss ein tendenziell realer und nicht bloß vermeintlicher, schwer feststellbarer Wert entsprechen. In diesem Sinn wird eine öffentliche überparteiliche Regelung und Einschätzung der Vorgehensweise der Rating-Agenturen immer dringlicher. Dazu bedarf es rechtlicher Instrumente, die es nicht nur ermöglichen, Missbräuche zu sanktionieren, sondern die auch verhindern, dass gefährliche Angebotsoligopole entstehen. Das gilt vor allem dort, wo wir es mit Produkten des Kreditvermittlungssystems zu tun haben, bei dem der ursprüngliche Kreditgeber die Verantwortung für den gewährten Kredit auf jene ablädt, die ihm nachfolgen.

26. Einige Finanzprodukte, darunter die sogenannten „Derivate“, wurden als Absicherung gegen Risiken von bestimmten Geschäften geschaffen, die oft auch auf den vermeintlichen Wert setzen, der diesen Risiken beigemessen wird. Diesen Finanzinstrumenten liegen Verträge zugrunde, bei denen die Parteien noch in der Lage sind, das Risiko abzuschätzen, gegen das man sich absichern will.

Bei manchen Formen von Derivaten (besonders bei den sogenannten Verbriefungen) konnte man jedoch beobachten, wie die ursprünglich mit bestimmbaren Finanzinvestitionen verbundenen Strukturen immer komplexer wurden (Verbriefungen von Verbriefungen), so dass es sehr schwierig – und nach verschiedenen derartigen Transaktionen fast unmöglich – ist, den Basiswert auf vernünftige und gerechte Weise festzulegen. Das bedeutet, dass jede Phase beim An- und Verkauf dieser Wertpapiere unabhängig vom Wollen der einzelnen Parteien eine Verfälschung des tatsächlichen Wertes des Risikos bewirkt, gegen welches das Instrument eigentlich schützen müsste. All das hat das Entstehen von Spekulationsblasen gefördert, die zur jüngsten Finanzkrise wesentlich beigetragen haben.

Es ist offensichtlich, dass die Unberechenbarkeit dieser Produkte – die zunehmend schwindende Transparenz der versicherten Gegenstände –, die im ursprünglichen Geschäft noch nicht zutage tritt, diese Instrumente unter dem Aspekt einer die Wahrheit und das Gemeinwohl achtenden Ethik immer unannehmbarer macht. Ihre wirtschaftliche Unzuverlässigkeit lässt sie zu einer Art Zeitbombe werden, die früher oder später explodieren und die Gesundheit der Märkte vergiften kann. Hier ist ein Mangel an Ethik festzustellen, der dann besonders schwerwiegend wird, wenn diese Produkte auf den sogenannten nicht geregelten Märkten (Over The Counter) gehandelt werden. Mehr als auf den geregelten Märkten sind sie dort Wagnissen, wenn nicht sogar dem Betrug ausgesetzt. Auf diese Weise werden der Realwirtschaft Lebenssaft und Investitionen entzogen.

Eine ähnliche ethische Bewertung kann auch bezüglich des Gebrauchs der Credit Default Swaps (CDS: spezielle Versicherungsverträge des Ausfallrisikos) vorgebracht werden. Diese ermöglichen es, auf das Ausfallrisiko Dritter zu setzen, auch wenn man vorher kein Kreditrisiko eingegangen ist, und diese Geschäfte in gleicher Weise zu wiederholen. Dies ist gemäß den gewöhnlichen Versicherungsverträgen absolut unzulässig.

Am Vorabend der Finanzkrise von 2007 war der CDS-Markt so rasant gewachsen, dass sein Wert fast dem gesamten Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsprach. Die so gut wie uneingeschränkte Verbreitung dieser Art von Verträgen hat ein Finanzsystem gedeihen lassen, das auf den Kreditausfall anderer setzt, also unter ethischem Gesichtspunkt inakzeptabel ist.

Der Erwerb solcher Finanzinstrumente durch jene, die überhaupt kein Kreditrisiko eingegangen sind, stellt einen Sonderfall dar, bei dem die Akteure an der Insolvenz anderer Wirtschaftsunternehmen interessiert sind, ja sogar darauf hinzuarbeiten versucht sein können.
Es liegt auf der Hand, dass diese Möglichkeit moralisch besonders verwerflich ist, weil es sich dabei um eine Art „Wirtschaftskannibalismus“ handelt. Zudem wird auf diese Weise auch das Grundvertrauen untergraben, das notwendig ist, um den Wirtschaftskreislauf nicht zum Erliegen zu bringen. In diesem Fall können wir wiederum sehen, wie ein unter ethischem Gesichtspunkt negatives Verhalten auch für das gesunde Funktionieren des Wirtschaftssystems schädlich ist.
Es ist darum festzuhalten: Wenn solche Finanzgeschäfte Folgen haben können, die ganzen Ländern und Millionen von Familien großen Schaden zufügen, handelt es sich um extrem unmoralische Handlungsweisen. Es scheint deshalb angebracht, das in einigen Ländern bereits bestehende Verbot derartiger Geschäfte auszuweiten und etwaiges Zuwiderhandeln mit größter Schärfe zu bestrafen.

27. Ausschlaggebend für die Dynamik der Finanzmärkte sind die Kursfeststellung (Fixing) der Zinssätze bei Interbankdarlehen (London Interbank Offered Rate, LIBOR), deren Bestimmung auf dem Kapitalmarkt als Leitzinssatz dient, sowie die offiziellen Wechselkurse der verschiedenen Leitwährungen.

Diese wichtigen Parameter haben entscheidende Auswirkungen auf das gesamte Finanzwirtschaftssystem, da sie die tägliche Bewegung gewaltiger Geldsummen durch Parteien beeinflussen, die auf der Grundlage der Höhe ebendieser Zinssätze Verträge unterzeichnen. Die Manipulation dieser Zinssätze ist also ein grober ethischer Verstoß mit weitreichenden Konsequenzen.

Dass genau das über Jahre hinweg ungestraft passieren konnte, macht deutlich, wie zerbrechlich und betrugsanfällig ein Finanzsystem ist, das nicht ausreichend durch Regeln kontrolliert wird und in dem etwaige Regelverstöße seiner Akteure keine entsprechenden Sanktionen nach sich ziehen. Wenn echte Kartelle gegenseitiger Begünstigung unter jenen Akteuren entstehen, die mit dem korrekten Fixing dieser Zinssätze betraut waren, handelt es sich um kriminelle Vereinigungen, die nicht nur dem Gemeinwohl schaden, sondern auch der Gesundheit des Wirtschaftssystem eine gefährliche Wunde zufügen. Darum braucht es angemessene Strafen, die eine abschreckende Wirkung haben.

28. Die Hauptakteure der Finanzwelt, vor allem die Banken, müssen heute über interne Organismen verfügen, die eine Compliance-Funktion ausüben, also eine Selbstkontrolle bezüglich der Rechtmäßigkeit der wesentlichen Phasen des Entscheidungsprozesses und der hauptsächlichen vom Unternehmen angebotenen Produkte. Es ist jedoch anzumerken, dass sich die Praxis des Finanzwirtschaftssystems, wenigstens bis vor kurzem, oft hauptsächlich auf ein „negatives“ Urteil der Compliance-Funktion stützte, die eine rein formale Einhaltung der von den geltenden Gesetzen auferlegten Beschränkungen im Blick hatte. Daraus folgte leider auch, dass die Praxis, den normativen Kontrollen nach Möglichkeit auszuweichen, weit verbreitet war, auch wenn darauf geachtet wurde, den normativen Regeln nicht ausdrücklich zu widersprechen, um nicht Sanktionen auf sich zu ziehen.

Um all das zu vermeiden, ist es notwendig, dass die Compliance-Funktion auch „positiv“ gesehen wird. Dabei geht es darum zu prüfen, ob die verschiedenen Geschäfte den Prinzipien entsprechen, die den geltenden Bestimmungen zugrunde liegen. Das könnte nach Ansicht vieler Experten durch die Errichtung von Ethik-Kommissionen erleichtert werden, welche mit den Verwaltungsräten zusammenarbeiten und einen natürlichen Ansprechpartner für jene darstellen, die im konkreten Handeln der Bank die Übereinstimmung der Vorgangsweisen mit den geltenden Normen gewährleisten müssen.

In diesem Sinn müssten innerhalb der Firmen Richtlinien vorgesehen werden, welche die Übereinstimmung mit den Normen erleichtern, die unterscheiden helfen, welche der rechtlich möglichen Geschäfte auch ethisch annehmbar und praktizierbar sind (eine Frage, die etwa im Bereich der Steuerumgehung besonders akut ist). Damit könnte erreicht werden, dass man von einer formalen zu einer substantiellen Einhaltung der Normen gelangt.

Darüber hinaus wäre es wünschenswert, dass auch das Regelsystem der Finanzwelt eine allgemeine Klausel vorsieht, die Geschäfte für unrechtmäßig erklärt, die hauptsächlich darauf abzielen, die geltenden Normen zu umgehen. Folglich sollten alle Akteure, die für solche Vergehen verantwortlich sind, mit ihrem Vermögen dafür haften.

29. Phänomene wie die weltweite Verbreitung von Finanzinstituten ohne Bankenregulierung (Shadow Banking System) können nicht weiter unbeachtet bleiben. Selbst wenn in diesen Systemen auch Arten von Intermediären vorgesehen sind, deren Wirken nicht unmittelbar problematisch erscheint, haben sie doch faktisch bewirkt, dass verschiedene nationale Aufsichtsbehörden die Kontrolle über das System verloren haben. Das hat wiederum in unbedachter Weise den Rückgriff auf sogenannte kreative Finanzprodukte begünstigt, bei denen der Hauptgrund der Investition von Finanzressourcen hauptsächlich spekulativer, um nicht zu sagen ausbeuterischer Natur ist, was kein Dienst an der Realwirtschaft ist. Viele Fachleute stimmen beispielsweise darin überein, dass solche Schattenbanken zu den Hauptauslösern zählen, die das Entstehen und die globale Ausbreitung der jüngsten Finanzkrise begünstigt haben, welche in den USA im Sommer 2007 mit der Krise der Hypothekarkredite begonnen hat.

30. Von solchen Spekulationsabsichten nährt sich auch die Welt der Offshore-Geschäfte, die zwar auch andere rechtmäßige Dienste anbietet, aber aufgrund weit verbreiteter Kanäle der Steuerumgehung – wenn nicht sogar der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche – zur weiteren Verarmung des normalen Produktions- und Vertriebssystems der Güter und Dienstleistungen beiträgt. Ob viele dieser Situationen direkt unmoralisch sind oder in unmittelbarer Nähe zur Unmoral stehen, ist schwer zu bestimmen: Sicher ist aber, dass solche Systeme, wo sie in ungerechter Weise der Realwirtschaft Lebenssaft entziehen, nur schwer gerechtfertigt werden können, und zwar sowohl in ethischer Hinsicht als auch im Blick auf die globale Effizienz des Wirtschaftssystems.
Inzwischen wird immer deutlicher und kann auch nicht mehr geleugnet werden, dass zwischen unethischem Verhalten von Unternehmern und negativen Ergebnissen des ganzen Systems ein Zusammenhang besteht: Es ist mittlerweile klar, dass Mangel an Ethik die Unvollkommenheiten der Mechanismen des Marktes verschärft46.

In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entstand der Offshore-Markt der Eurodollars, ein Ort des Finanzaustausches außerhalb jedes offiziellen normativen Rahmens. Dieser Markt breitete sich von einem wichtigen europäischen Land in andere Länder der Erde aus und ließ so ein regelrechtes Finanznetzwerk entstehen, das eine Alternative zum offiziellen Finanzsystem bildete und Aufsichten unterstand, die es schützten.

Diesbezüglich ist zu sagen, dass als formaler Grund für die Berechtigung von Offshore-Domizilen angeführt wird, institutionellen Investoren die Möglichkeit zu geben, keiner Doppelbesteuerung ausgesetzt zu sein – zuerst in dem Land, in dem sie ihren Wohnsitz haben, und dann dort, wo sich das Kapital befindet. In Wirklichkeit bieten sich diese Orte heute jedoch in beträchtlichem Maß für Finanzgeschäfte an, die als grenzwertig, wenn nicht sogar als völlig inakzeptabel zu betrachten sind. Das gilt in Bezug auf ihre Berechtigung unter normativem wie auch unter ethischem Gesichtspunkt, also im Blick auf eine gesunde Wirtschaftskultur, der es fremd ist, Absichten zu verfolgen, die der Steuerumgehung zuträglich sind.

Heute wird mehr als die Hälfte des Welthandels von einflussreichen Akteuren getätigt, die ihre Steuerlast abbauen, indem sie die Erträge von einem Ort zum anderen verlagern, so wie es für sie am günstigsten ist. Das hat zur Folge, dass die Gewinne in die Steuerparadiese verlegt werden, die Kosten hingegen in die Länder mit höheren Steuerauflagen. All das hat der Realwirtschaft beträchtliche Ressourcen entzogen und zur Entstehung von Wirtschaftssystemen beigetragen, die auf dem Prinzip der Ungleichheit aufbauen. Es darf auch nicht verschwiegen werden, dass diese Offshore-Domizile nicht selten zu Orten geworden sind, an denen fast schon gewohnheitsmäßig „schmutziges“ Geld gewaschen wird, das aus illegalen Geschäften kommt (Diebstahl, Betrug, Korruption, kriminellen Vereinigungen, Mafia, Kriegsbeuten, usw.).

Indem einige Staaten die auf ihren offiziellen Finanzplätzen getätigten Offshore-Geschäfte vertuschten, haben sie zugelassen, dass aus Verbrechen Kapital geschlagen werden konnte. Sie fühlten sich nicht dafür verantwortlich, weil dies formal ja nicht unter ihrer Aufsicht geschehen ist. In moralischer Hinsicht handelt es sich dabei um eine offenkundige Form von Heuchelei.
Dieser Markt ist in kurzer Zeit zum größten Umschlagplatz von Kapitel geworden. Denn er bietet einen leichten Weg für verschiedene schwerwiegende Formen von Steuerumgehung an. Deshalb ist es verständlich, dass viele, auch namhafte Unternehmen, die auf dem Markt agieren, Offshore-Domizile anstreben und dort bereits tätig sind.

31. Das von den Staaten entwickelte Steuersystem erscheint gewiss nicht immer gerecht. Dabei ist zu beachten, dass diese Ungerechtigkeit oft zu Lasten der wirtschaftlich Schwächeren geht und zum Vorteil jener gereicht, die ohnehin schon bevorteilt und sogar in der Lage sind, auf die Regelsysteme, welche die Steuern festlegen, Einfluss zu nehmen. In Wirklichkeit hat ein gerechtes Steuersystem aber eine ausgleichende Funktion in der Umverteilung des Reichtums. Das hilft nicht nur jenen, die auf angemessene Subventionen angewiesen sind, sondern trägt auch dazu bei, die Investitionen und das Wachstum der Realwirtschaft zu fördern.

Die Steuerumgehung durch die Hauptakteure der Märkte, vor allem der einflussreichen Finanzintermediäre, führt jedenfalls dazu, dass der Realwirtschaft in ungerechter Weise Ressourcen entzogen werden, was der ganzen Zivilgesellschaft zum Schaden gereicht. In Anbetracht der fehlenden Transparenz dieser Systeme lässt sich schwer sagen, wie viel Kapital hier genau angehäuft und bewegt wird. Es wurde aber berechnet, dass schon eine geringe Besteuerung dieser Offshore-Transaktionen ausreichen würde, um einen Gutteil des Problems des Hungers in der Welt zu lösen. Warum sollten wir uns nicht mit Mut auf den Weg machen, eine solche Initiative zu ergreifen?

Es ist auch sicher, dass die Existenz der Offshore-Domizile den Abzug von Kapital aus Ländern mit niedrigem Lohn ungemein begünstigt hat, wodurch es zu vielen politischen und wirtschaftlichen Krisen kam und diese Länder daran gehindert wurden, den Weg des Wachstums und einer gesunden Entwicklung einzuschlagen.

An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass dieser Missstand bereits mehrfach von verschiedenen internationalen Institutionen angeprangert wurde und nicht wenige nationale Regierungen mit Recht versucht haben, den Einfluss der Offshore-Finanzdomizile zu begrenzen. Es sind diesbezüglich auch viele positive Schritte gemacht worden, vor allem in den letzten zehn Jahren. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, geeignete wirksame Abkommen und Regelungen durchzusetzen. Wegen der beträchtlichen Kapitalsummen, über die diese Domizile verfügen, und des entsprechend großen Einflusses, den sie auf viele politische Verantwortungsträger ausüben, ist es ihnen oft gelungen, die auch von bedeutenden internationalen Organisationen vorgeschlagenen Regelungen nicht anzuwenden oder unwirksam zu machen.

All das fügt dem guten Funktionieren der Realwirtschaft Schaden zu und bildet eine Struktur, die, so wie sie sich heute darstellt, in ethischer Hinsicht vollkommen inakzeptabel ist. Deswegen ist es notwendig und dringend, dass auf internationaler Ebene geeignete Mittel gefunden werden, um diesen ungerechten Systemen Abhilfe zu schaffen. Es bedarf vor allem einer Transparenz der Finanzen auf allen Ebenen (zum Beispiel für multinationale Unternehmen der Pflicht zur öffentlichen Rechnungslegung über ihre Tätigkeiten und der Steuern, die sie an die einzelnen Länder gezahlt haben, in denen sie durch ihre Tochterfirmen agieren). Es braucht auch einschneidende Sanktionen, die jenen Ländern anzudrohen sind, die von den oben beschriebenen unehrlichen Praktiken (Steuerumgehung und Steuerhinterziehung, Geldwäsche) nicht ablassen.
32. Das Offshore-System hat vor allem in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern die Staatsverschuldung vergrößert. So wurde festgestellt, dass der private Reichtum, den einige Auserlesene in den Steuerparadiesen angehäuft haben, fast die Höhe der Staatsschuld der jeweiligen Länder erreicht hat. Das zeigt auch, dass diese Verschuldung in der Tat oft von finanziellen Verlusten herrührt, die private Akteure geschaffen und dann auf den Staat abgeladen haben. Im Übrigen ist ja bekannt, dass namhafte Wirtschaftsakteure, oft unter Mitwissen der Politiker, fast schon gewohnheitsmäßig eine soziale Verteilung der Verluste praktizieren.

Dennoch muss festgehalten werden, dass die Staatsverschuldung oft auch von einer ungeschickten, wenn nicht sogar betrügerischen Handhabung des öffentlichen Verwaltungssystems herrührt. Diese Verschuldung, also die Gesamtheit der auf den Staaten lastenden finanziellen Verluste, ist heute eine der größten Hindernisse für das gute Funktionieren und das Wachstum der verschiedenen Volkswirtschaften. Zahlreiche Volkswirtschaften tragen nämlich die Last, Zinsen zahlen zu müssen, die von dieser Verschuldung herrühren, und sehen sich daher gezwungen, diesbezüglich angemessene strukturelle Anpassungen vorzunehmen.

In Anbetracht all dieser Entwicklungen sind die einzelnen Staaten gerufen, mit geeigneten Eingriffen in das öffentliche System durch ausgewogene Strukturreformen, besonnene Aufteilung der Kosten und kluge Investitionen Abhilfe zu schaffen. Auf internationaler Ebene muss man die einzelnen Länder zwar auf ihre unausweichliche Verantwortung hinweisen, aber auch vernünftige Auswege aus der Schuldenspirale ermöglichen und begünstigen. Den Staaten – und damit ihren Bürgern, das heißt Millionen von Familien – dürfen jedenfalls keine Lasten auferlegt werden, die sie niemals tragen können.

Wichtig sind dabei auch politische Vereinbarungen über eine vernünftige Senkung der Schulden, besonders wenn diese Schulden an Länder gezahlt werden müssen, die es sich leisten können, von ihren Forderungen abzusehen47. Solche Lösungen braucht es sowohl für die Gesundheit des internationalen Wirtschaftssystems zur Vermeidung der Ansteckung durch mögliche Systemkrisen als auch für das Streben nach dem Gemeinwohl aller Völker.

33. Das, worüber wir bisher gesprochen haben, ist nicht nur das Werk von Institutionen, die außerhalb unserer Kontrolle agieren. Es fällt auch in den Bereich unserer Verantwortung. Uns stehen nämlich bedeutende Mittel zur Verfügung, mit denen wir zur Lösung vieler Probleme beitragen können. Das Leben der Märkte hängt zum Beispiel von Angebot und Nachfrage der Güter ab: Jeder von uns kann entscheidend darauf Einfluss nehmen, indem wir dieser Nachfrage Gestalt geben.

Von großer Wichtigkeit ist daher eine kritische und verantwortungsvolle Steuerung des Konsum- und Sparverhaltens. Der Einkauf, mit dem wir uns täglich das Lebensnotwendige besorgen, ist immer auch verbunden mit einer Wahl, die wir zwischen verschiedenen Produkten treffen, die der Markt zu bieten hat. Mit dieser Wahl entscheiden wir uns oft unbewusst für Güter, die Produktionsketten durchlaufen, in denen die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte normal ist oder die von Unternehmen produziert werden, deren Ethik faktisch keine anderen Interessen beinhaltet als den Profit ihrer Akteure, und zwar um jeden Preis.

Unsere Wahl muss auf die Güter fallen, die auf ethisch würdige Weise hergestellt wurden. Schon durch die scheinbar banale Geste unseres Konsumverhaltens bringen wir nämlich eine ethische Haltung zum Ausdruck. Wir sind gerufen, Stellung zu beziehen gegenüber den Dingen, die dem Menschen gut tun oder ihm schaden. In diesem Zusammenhang wurde von der „Wahl mit dem Geldbeutel“ gesprochen: Es geht in der Tat darum, jeden Tag auf den Märkten jene Dinge auszuwählen, die dem echten Wohlergehen von uns allen dienen, und jene abzulehnen, die ihm schaden48.

Ähnliche Erwägungen müssen auch dort angestellt werden, wo es um den Umgang mit unseren Ersparnissen geht. Wir können sie beispielsweise auf Unternehmen ausrichten, die nach klaren Kriterien vorgehen, von einer Ethik der Achtung des ganzen Menschen und aller Menschen inspiriert sind und sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind49. Noch allgemeiner ist jeder von uns gerufen, Reichtum mit Praktiken zu produzieren, die unserem relationalen Wesen entsprechen und die ganzheitliche Entwicklung der Person im Blick haben.

IV. Schlussbemerkung

34. In Anbetracht der heute fast schon erdrückenden Macht und Allgegenwart der finanzwirtschaftlichen Systeme könnten wir versucht sein, dem Zynismus zu verfallen und zu meinen, dass wir mit unseren schwachen Kräften wenig ausrichten können. In Wirklichkeit kann aber jeder von uns viel tun, vor allem, wenn wir nicht allein bleiben.

Zahlreiche Vereinigungen aus der Zivilgesellschaft sind wie eine Art Reserve des Gewissens und der sozialen Verantwortung, ohne die wir nicht auskommen können. Wir alle sind heute mehr denn je gerufen, uns zu Wächtern des guten Lebens und zu Verfechtern eines neuen sozialen Engagements zu machen. Dafür muss unser Handeln auf das Streben nach dem Gemeinwohl ausgerichtet und auf den festen Prinzipien der Solidarität und der Subsidiarität aufgebaut sein.
Jede noch so klein und unbedeutend erscheinende Geste unserer Freiheit, die das authentische Wohl im Blick hat, stützt sich auf den guten Herrn der Geschichte. Sie wird Teil einer positiven Entwicklung, die unsere schwachen Kräfte übersteigt und alle Handlungen des guten Willens unauflöslich in einem einzigen Netzwerk verbindet, das Himmel und Erde eint. Das dient wirklich der Humanisierung des Menschen und der Welt. Genau das brauchen wir, um gut zu leben und eine Hoffnung zu nähren, die unserer hohen Würde als menschliche Personen entspricht.

Die Kirche, die Mutter und Lehrmeisterin ist und darum weiß, dass ihr ein unverdientes Gut geschenkt wurde, bietet den Männern und Frauen aller Zeiten die Ressourcen für eine zuverlässige Hoffnung an. Maria, die Mutter des für uns Mensch gewordenen Gottes, nehme unsere Herzen in ihre Hand und leite sie beim weisen Aufbau jenes Wohls, das ihr Sohn Jesus durch seine vom Heiligen Geist erneuerte Menschlichkeit zum Heil der Welt eröffnet hat.

Papst Franziskus hat in einer dem unterzeichneten Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre gewährten Audienz die vorliegenden Erwägungen, die in der Ordentlichen Versammlung der Kongregation beschlossen worden sind, approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Gegeben in Rom, am 6. Januar 2018, Hochfest der Erscheinung des Herrn.

+ Luis F. Ladaria, S.I. Peter Card. Turkson
Titularerzbischof von Thibica Präfekt des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen
Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre

+ Giacomo Morandi Bruno Marie Duffé
Titularerzbischof von Cerveteri Sekretär des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen
Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre

1 II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, Nr. 48.
2Vgl. ebd., Nr. 5.
3Franziskus, Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), Nr. 231: AAS 107 (2015), 937.
4Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate (29. Juni 2009), Nr. 59: AAS 101 (2009), 694.
5 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio (14. September 1998), Nr. 98: AAS 91 (1999), 81.
6 Vgl. Internationale Theologische Kommission, Auf der Suche nach einer universalen Ethik: ein neuer Blick auf das natürliche Sittengesetz (2009), Nr. 87.
7 Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 189: AAS (2015), 922.
8 Ders., Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), Nr. 178: AAS 105 (2013), 1094.
9Vgl. Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Nota per una riforma del sistema finanziario e monetario internazionale nella prospettiva di un’autorità pubblica a competenza universale, Nr. 1: L’Osservatore Romano, 24.-25. Oktober 2011, 6.
10 Vgl. Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 189: AAS 107 (2015), 922.
11Ders., Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, Nr. 53: AAS 105 (2013), 1042.
12Ebd., Nr. 58: AAS 105 (2013), 1044.
13 Vgl. II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Erklärung Dignitatis humanae, Nr. 14.
14Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 45: AAS 101 (2009), 681.
15 Vgl. ebd., Nr. 74: AAS 101 (2009), 705.
16 Vgl. Franziskus, Ansprache an das Europäische Parlament (25. November 2014): AAS 106 (2014), 997-998.
17 Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 37: AAS 101 (2009), 672.
18Vgl. ebd., Nr. 55: AAS 101 (2009), 690.
19Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Sollecitudo rei socialis (30. Dezember 1987), Nr. 42: AAS 80 (1988), 572.
20 Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1908.
21 Vgl. Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 13: AAS 107 (2015), 852; Apostolisches Schreiben Amoris laetitia (19. März 2016), Nr. 44: AAS 108 (2016), 327.
22 Vgl. zum Beispiel das Motto ora et labora, das uns die Regel des heiligen Benedikt von Nursia ins Gedächtnis ruft: In seiner Einfachheit verweist es darauf, dass uns das Gebet, vor allem das liturgische Gebet, für die Beziehung zu jenem Gott öffnet, der sich in Jesus Christus und in seinem Geist als Güte und Wahrheit offenbart, und auf diese Weise auch die angemessene Art und Weise zeigt, eine Welt aufzubauen, die besser und wahrer – also menschlicher – ist.
23 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus annus, Nr. 17, 24, 42: AAS 83 (1991), 814, 821, 845.
24Vgl. Pius XI., Enzyklika Quadragesimo anno (15. Mai 1931), Nr. 105: AAS 23 (1931), 210; Paul VI., Enzyklika Populorum progressio (26. März 1967), Nr. 9: AAS 59 (1967), 261; Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 203: AAS 107 (2015), 927.
25Vgl. Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 175: AAS 107 (2015), 916. Zur notwendigen Verbindung zwischen Wirtschaft und Politik, vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 36: AAS 101 (2009), 671: «Das Wirtschaftsleben kann nicht alle gesellschaftlichen Probleme durch die schlichte Ausbreitung des Geschäftsdenkens überwinden. Es soll auf das Erlangen des Gemeinwohls ausgerichtet werden, für das auch und vor allem die politische Gemeinschaft sorgen muss. Es darf daher nicht vergessen werden, dass die Trennung zwischen der Wirtschaftstätigkeit, der die Aufgabe der Schaffung des Reichtums zukäme, und der Politik, die sich mittels Umverteilung um die Gerechtigkeit zu kümmern habe, schwere Störungen verursacht».
26Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 58: AAS 101 (2009), 693.
27Vgl. II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 64.
28Vgl. Pius XI., Enzyklika Quadragesimo anno, Nr. 89: AAS 23 (1931), 206; Benedikt XVI., Caritas in veritate, Nr. 35: AAS 101 (2009), 670; Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, Nr. 204: AAS 105 (2013), 1105.
29 Vgl. Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 109: AAS 107 (2015), 891.
30 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Laborem exercens (14. September 1981), Nr. 9: AAS 73 (1981), 598.
31Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, Nr. 53: AAS 105 (2013), 1042.
32Vgl. Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Kompendium der Soziallehre der Kirche, Nr. 369.
33 Vgl. Pius XI., Enzyklika Quadragesimo anno, Nr. 132: AAS 23 (1931), 219; Paul VI., Enzyklika Populorum progressio, Nr. 24: AAS 59 (1967), 269.
34 Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2409.
35 Vgl. Paul VI., Enzyklika Populorum progressio, Nr. 13: AAS 59 (1967), 263. Einige wichtige Hinweise wurden diesbezüglich bereits gegeben (vgl. Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Nota per una riforma del sistema finanziario e monetario internazionale nella prospettiva di un’autorità pubblica a competenza universale, Nr. 4: L’Osservatore Romano, 24.-25. Oktober 2011, 7): Es geht nun darum, auf der Linie einer solchen Unterscheidung fortzufahren, um eine positive Entwicklung des Finanzwirtschaftssystems zu fördern und dazu beizutragen, dass die Strukturen der Ungerechtigkeit beseitigt werden, die das positive Potential dieses Systems in Mitleidenschaft ziehen.
36 Vgl. Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 198: AAS 107 (2015), 925.
37 Vgl. Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Kompendium der Soziallehre der Kirche, Nr. 343.
38 Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 35: AAS 101 (2009), 670.
39 Franziskus, Ansprache an die Teilnehmer der Begegnung „Wirtschaft in Gemeinschaft“, die die Fokolar-Bewegung organisiert hat (4. Februar 2017): L’Osservatore Romano, 5. Februar 2017, 8.
40 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Sollecitudo rei socialis, Nr. 28: AAS 80 (1988), 548.
41 Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 67: AAS 101 (2009), 700.
42 Vgl. Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Nota per una riforma del sistema finanziario e monetario internazionale nella prospettiva di un’autorità pubblica a competenza universale, Nr. 1: L’Osservatore Romano, 24.-25. Oktober 2011, 6.
43 Vgl. ebd., Nr. 4: L’Osservatore Romano, 24.-25. Oktober 2011, 7.
44 Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 45: AAS 101 (2009), 681; Franziskus, Botschaft zum 48. Weltfriedenstag (1. Januar 2015), Nr. 5: AAS 107 (2015), 66.
45 Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 36: AAS 101 (2009), 671.
46 Vgl. Franziskus, Enzyklika Laudato si’, Nr. 189: AAS 107 (2015), 922.
47 Vgl. Benedikt XVI., Ansprache an das beim Heiligen Stuhl akkreditierte Diplomatische Korps, 8. Januar 2007: AAS 99 (2007), 73.
48 Vgl. Ders., Enzyklika Caritas in veritate, Nr. 66: AAS 101 (2009), 699.
49 Vgl. Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Kompendium der Soziallehre der Kirche, Nr. 358.

Quelle: Vatikan

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Günter Albrecht Zehm, Edgar Ludwig Gärtner , Michael Klonovsky .

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Gott kennt keine Nationen

Am 19.12.1940 musste sich Pfarrer Robert Quiskamp von der Pfarrei St. Martinus in Benninghausen vor dem Sondergericht Bielefeld wegen der Beerdigung eines polnischen Zivilarbeiters verantworten. Da... weiterlesen

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von Helmut Moll
05.12.2018

Debatte

Das Dritte Reich und seine Opfer

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Katholiken im Kampf gegen Nazis

Alfred Delp zählt zu den bekanntesten Katholiken, die im dritten Reich gegen die Nazis kämpften. Lesen Sie hier die bewegende Lebensgeschichte eines hellsichtigen, sozialen Zeitanalytikers. weiterlesen

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von Helmut Moll
22.11.2018

Debatte

Widerstandskämpfer Johannes Maria Verweyen

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Im Kampf gegen die Nazis

Johannes Maria Verweyen kämpfte gegen die Ideen des Nationalsozialismus. Deshalb entzogen ihm die Nazis die Lehrarlaubnis, sperrten ihn in ein Berliner Gefängnis und verschleppten ihn später in die... weiterlesen

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von Helmut Moll
17.11.2018
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