Jede zehn Sekunden verhungert ein Kind

von Dietmar Bartsch19.09.2017Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Medien, Wirtschaft

An keiner Stelle haben Bomben zu Frieden geführt, sondern sie führen immer zu neuem Hass.

Ich finde diese Diskussion ehrlich gesagt ganz schlimm. Jede zehn Sekunden verhungert ein Kind. Wir haben sechs Länder mit akuten Hungerkatastrophen. Da sagt kaum jemand in Deutschland: Da sollen wir mal was tun. Grönemeyer hat vor dem dem G20-Gipfel gesagt: 3,5 Milliarden, damit das nicht weitergeht. Ergebnis Null. Da würde ich mir mal eine Diskussion wünschen. Warum helfen wir da nicht? Wir exportieren Waffen in diese Gebiete, wir schicken Soldaten hin. Das soll helfen? Da verhungert – ich sage es noch mal – alle zehn Sekunden ein Kind. Da würde ich mir so eine Diskussion wünschen. Aber nicht: Da müssen wir mal eingreifen. Aber wir müssen doch mitmachen. Ich finde das voll schräg. DIE LINKE ist dafür, dass Hunger und Not bekämpft wird, damit das alles nicht nötig wird. Das wäre richtig. Und das ist im Übrigen eine menschliche Haltung. Und nicht die: Wir müssen. Sagt doch mal Ja jetzt zu einem, wo ich auch mal mit schießen kann. Und wenn ihr Ja sagt, ist die Welt heil. Nein, ist sie überhaupt nicht. [“Quelle: Deutschlandfunk Nova. Das vollständige Interview können Sie hier ansehen”:https://youtu.be/UTA2NdqKtE4.]

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