„Mehr Waffen gleich mehr Sicherheit“ ist ein Trugschluss

von Dietmar Bartsch5.08.2017Außenpolitik, Europa, Innenpolitik, Wirtschaft

Statt den Rüstungsetat zu erhöhen, benötigen wir verstärkte Investitionen sowohl im Inland als auch im Rahmen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der sogenannten „Entwicklungshilfe“. Nur durch eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung können Fluchtursachen abgebaut werden.

Sollte Deutschland mehr Geld für Rüstung ausgeben? Hier gibt es für mich ein klares Nein. Wir leben in Zeiten wachsender Instabilität. Da mögen manche denken, dass modernere Waffen, modernere Armeestrukturen und so weiter mehr Sicherheit bedeuten könnten. Aber das ist ein Trugschluss. Diese Logik ist die Logik der wechselseitigen Abschreckung, und die hat die Menschheit bereits an den Rand der nuklearen Katastrophe geführt. Manche scheinen das bereits völlig vergessen zu haben.

Würde Deutschland der NATO-Vorgabe, das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel zu erfüllen, folgen, würde die NATO ungleich mehr Geld für Rüstung ausgeben, als Russland das tut. Wer glaubt ernsthaft, dass das zu mehr Sicherheit in Europa führen würde? Immerhin gilt: Jede Waffe findet ihren Krieg und hat ihn auch gefunden.

Statt den Rüstungsetat zu erhöhen, benötigen wir verstärkte Investitionen sowohl im Inland als auch im Rahmen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der sogenannten „Entwicklungshilfe“. Nur durch eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung können Fluchtursachen abgebaut werden.

Quelle: “XING”:https://www.xing.com/news/klartext/mehr-waffen-gleich-mehr-sicherheit-ist-ein-trugschluss-1638?sc_o=news_klartext_article_related

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