Die meisten Mädchen wollen Topmodel werden und nicht Frau Merkel. Stevie Schmiedel

Hintergrund

Hitlertainment

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Wir haben den größten Verbrecher zum Popstar gemacht – und fürchten ihn doch. 70 Jahre nach Ende des Dritten Reiches ist unser Verhältnis zu Hitler zwiegespalten.

Hintergrund

Immer kommt noch ein Film dazu, noch eine Doku, noch ein Buch, noch ein Magazin, noch ein Comic, noch ein Witz, noch ein Vergleich. ­Deutschland hat eine Unterhaltungs-Obsession: ­Hitler ist GröPaZ – die größte Popfigur aller Zeiten.

Deutschland hat auch: Angst. Nicht vor ­Hitler, nein. Aber es fürchtet, was er hinterlassen hat. ­Ha­ken­kreuz, SS-Rune und Reichskriegsflagge: verboten. „Mein Kampf“: womöglich bald. Der Staat ­achtet penibel auf jedes Zeichen. 88 auf dem Nummernschild? Niemals! Kein anderes Land hat in dieser Sache so restriktive Gesetze. Hitler hätte das ­gefallen. Seinerzeit reichte eine Edelweißnadel am Revers zur standrechtlichen Erschießung aus.

Es ist eine zwiespältige Logik. Hitler fasziniert, amüsiert und verkauft. Betrachtet man den Umgang mit dem „Führer“ isoliert, könnte man meinen, dass Deutschland dieses Trauma – soweit eben möglich – verarbeitet hat. Wer Hitler zu Popkultur macht, nimmt ihm den Schrecken, oder?

Wären da nicht seine Symbole, die behandelt werden wie schwarze Magie. Die Angst vor Hitlers Hinterlassenschaft geht von der Annahme aus, dass das deutsche Volk zwischen 1933 und 1945 vor allem von der nationalsozialistischen Symbolwelt verführt worden sei. Mit Gesetzen konservieren wir diese vermeintliche Macht.

Der Zwiespalt ist eklatant: Hitler ist popkulturelle Unterhaltung, und vor den Insignien seiner Macht grassiert die Angst – das ist Deutschland 70 Jahre danach. Einerseits lasch, andererseits harsch. Zwei widerstrebende Seelen wohnen in dieser Brust.

Deshalb debattieren wir: Zwischen Angst und Unterhaltung – was sagt diese ­Ambivalenz im Umgang mit ­Hitler über die Deutschen aus?

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