Der Sozialismus bringt nur Unfreiheit | The European

Markus Ross25.07.2021Medien, Wissenschaft

Sobald der Sozialismus an die Macht kommt, wird es mit der Freiheit, dem Wohlstand und einem guten Leben vorbei sein, meint Markus Ross.

Sobald der Sozialismus an die Macht kommt, wird es mit der Freiheit, dem Wohlstand und einem guten Leben vorbei sein, meint Markus Ross.

Die wenigsten Menschen haben sich mit den Schriften von Marx, Engels und anderer Sozialisten wirklich eingehend auseinandergesetzt. Einer, der sich intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat, war der australisch-englische Autor George Watson. Er liefert in seinem Buch ‚The Lost Literature of Socialism’ einen sehr guten und spannenden Überblick über sozialistische Schriften, Zusammenhänge und Umsetzung. Er zeigt unter anderem auf, dass Karl Marx sowohl Rassist als auch Antisemit war, ganz offen Völkermord befürwortete und die Auslöschung ganzer Rassen. Sowohl Marx als auch Engels sahen die weiße Rasse als allen anderen überlegen an, befürworteten Kriege, Imperialismus und Kolonialismus. Rassenhygiene war seit Marx und Engels (1849) ein Thema in der sozialistischen Literatur.

Lenin verfocht die Ansicht, dass politische Gegner erbarmungslos ausgelöscht werden müssen, was er dann auch unmittelbar nach der Machtübernahme der Bolschewiken in Russland im Jahr 1917 mit einem Netz von über ganz Russland verteilten Konzentrationslagern großflächig umsetzte, eine Strategie, die nach ihm von Stalin noch weiter ausgebaut wurde und später Adolf Hitler beeindruckte und inspirierte.

Von den frühen ‚Sozialisten‘, bei Platon angefangen, über Marx und Engels bis hin zu Schriftstellern wie George Bernard Shaw und ‚Salonkommunisten‘ wie Beatrix und Sydney Webb – letzterer Mitbegründer der London School of Economics – befürwortete in der Geschichte fast ausschließlich der Sozialismus den Völkermord und, wie es im modernen Sprachgebrauch heißt, ‚Eugenics‘, sprich die Vernichtung von Leben, das in den Augen der Sozialisten nicht lebenswert ist.

Zur Definition des Begriffs Sozialismus: der erst im Jahr 1842 geprägte Begriff beschreibt ein von einer kleinen Elite straff geführtes, zentralplanerisches und hierarchisches System, in dem das Individuum nichts gilt, seine Interessen einem diffusen ‚Gemeinwohl‘ unterzuordnen hat und in dem es kein Privateigentum gibt.

Dies beschreibt jedoch nicht nur die gescheiterten ‚modernen‘ sozialistischen Systeme, wie die der DDR, der Sowjetunion, Kubas oder Venezuelas, sondern letztlich alle feudalen oder aristokratischen Gesellschaftssysteme seit Anbeginn der Menschheit: das Stammessystem der Jäger und Sammler, die ‚Reiche‘ der Antike, Sparta und die späteren Feudalsysteme bis zum Zeitpunkt der ‚Befreiung‘ in den westlichen Ländern im Zuge der Aufklärung.

Da der Sozialismus vom Grundsatz her feudale, hierarchische Strukturen wiederherstellen möchte – nur mit einer neuen ‚Führungsschicht, nämlich einer politischen Elite anstelle von Königen und Kaisern -, galt er bei seinem Aufkommen Mitte des 19. Jahrhunderts allgemein als reaktionäre, konservative Kraft. Letztlich führt Sozialismus zurück in ein Kastensystem mit der politischen Elite als führender Klasse, in einen Despotismus der ‚Managerklasse‘.

Sozialismus in allen seinen Ausprägungen hat immer Fortschritt verhindert. Alle großen positiven Revolutionen erfolgten unabhängig oder sogar gegen den Willen des Kommunismus, sei es die Aufhebung der Sklaverei, die geistige Befreiung nach Reformation und Aufklärung, die Abschaffung des Feudalsystems und der Privilegien sowie die Durchsetzung der Gleichheit vor dem Gesetz.

Die modernen Sozialisten waren zwar sehr effizient in der gewaltsamen Machtübernahme, haben aber niemals die versprochenen Ergebnisse geliefert – ebenso wenig wie vor ihnen alle zentralistischen Systeme des Altertums bis hin zur Neuzeit. Der Lebensstandard der Menschen ist erstmals nachhaltig gestiegen im Rahmen der freiheitlichen Industriellen Revolution, der der ‚Sozialismus‘ dann sogleich den Kampf angesagt hat.

Die größte Befürchtung der Sozialisten war immer, dass der Kapitalismus populär wird, wenn er über die Wohlfahrtsgewinne hinaus ein menschliches Gesicht bekommt, z.B. über karitative freiwillige Umverteilung und die freiwillige Einhaltung ethischer Grundsätze. Meisterlich sind die Sozialisten allein bei der Vermarktung ihrer Ideologie.

Völkermord, Rassismus und Antisemitismus werden heute immer als ‚rechts‘ eingestuft, obwohl solche Missetaten zuerst und für lange Zeit ausschließlich und ganz offen von den ‚linken‘ Sozialisten propagiert und später u.a. von Stalin, Mao und Pol Pot auch großflächig umgesetzt wurden.

Und der vorhandene Wohlstand, der ausschließlich der freien Marktwirtschaft zu verdanken, und insofern gegen den ausdrücklichen Widerstand der Sozialisten entstanden ist, liefert den Sozialisten heute die Basis für ihre ‚Umverteilungsideen‘, ihre Geschenke und Wohltaten. Der Sozialismus appelliert dabei erfolgreich an die stärksten und sündhaftesten Gefühle der Menschen, Neid und Habgier, und wiegt die Bevölkerung in einer falschen Sicherheit.

Die Sozialisten aller Couleur machen sich dabei die Vergesslichkeit der Menschen zu Nutze und die Tatsache, dass sich kaum jemand die Mühe macht, sich mit den sozialistischen Theorien und den Äußerungen der sozialistischen Idole eingehender auseinanderzusetzen – und so gelingt es der linken Propagandamaschinerie immer wieder aufs Neue, die Menschen in die Irre zu führen.

Die Erfahrung hat leider gezeigt, dass, sobald der Sozialismus an die Macht kommt, für den größten Teil der Menschen Freiheit, Wohlstand und ein gutes Lebensgefühl sehr bald für lange Zeit der Vergangenheit angehören.

P.S.     weitere empfehlenswerte Bücher zum Thema Sozialismus sind: „God is a Capitalist“ von Roger McKinney und „Geschichte des Kommunismus“ von Alfred Sudre sowie ‚Der Todestrieb in der Geschichte‘ von Igor R. Schafarewitsch

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