Der politische Eurovision Song Contest

Wie unpolitisch kann ein paneuropĂ€ischer Gesangswettbewerb sein? Mit dieser Frage sieht sich (mal wieder) der Eurovision Song Contest (ESC) konfrontiert. Die EuropĂ€ische Rundfunkunion beharrt darauf, der Wettbewerb sei unpolitisch und nur zur Unterhaltung gedacht. Ist das aber ĂŒberhaupt möglich, wenn er wie dieses Jahr in Aserbaidschan stattfindet – ein nahezu diktatorisch regierter Staat, in dem Menschenrechte und Meinungsfreiheit massiv verletzt werden?

Politik mit Wurst...

Seit Conchita Wurst den Eurovision-Songcontest fĂŒr sich entschieden hat, hat sich Österreich in eine Vorbildfunktion fĂŒr das tolerante, offene Europa gedrĂ€ngt. Doch dahin ist es noch ein langer Weg – mit vielen Wurststrecken.

Die Welt zu Gast...

Der Eurovision Song Contest ist eine Chance fĂŒr Aserbaidschan. In Sachen Menschenrechte hat sich bisher allerdings trotz Kampagnen wie Sing for Democracy nichts getan. Das könnte sich jedoch Ă€ndern, wenn Aserbaidschan in Zukunft weitere globale Veranstaltungen ausrichtet.

Des Schahs neue Kleide...

Die Lage in Aserbaidschan Ă€hnelt der im Iran der 1970er-Jahre. Auch der damalige Schah rechnete nicht damit, dass seine Propaganda schnell durchschaut werden wĂŒrde. Zeit also, dass sich der Westen fĂŒr mehr als nur das Öl Aserbaidschans interessiert.

Stichwort Aserbaidscha...

Ende Mai ist Aserbaidschan Gastgeber des Eurovision Song Contest und das Land steht mehr denn je im Fokus. Verwunderlich ist dabei die manchmal völlig einseitige und haltlose Berichterstattung.

Schaut her...

Der aserbaidschanische Blogger Adnan Hajizada ist ĂŒberzeugt: Der ESC ist nicht unpolitisch. In einem exklusiven Video-Beitrag beleuchtet er, warum der Wettbewerb aber auch seine guten Seiten hat.

Solo fĂŒr Armenien...

Armenien boykottiert den Song Contest im Nachbarland Aserbaidschan – gewonnen hat es dadurch allerdings nichts. FĂŒr die Armenier ist der Boykott trotzdem alternativlos.

Viel Gesang um nichts...

Selbst wenn man den aktuellen politischen Kontext ausblendet, ist und bleibt der Eurovision Song Contest eine politische Veranstaltung. Fast alle LĂ€nder nutzen die BĂŒhne zur Selbstdarstellung – und werden darin immer besser.

Augen zu und durch...

Vor der politischen Situation in Aserbaidschan verschließen ESC-Organisatoren lieber die Augen. Dabei werden in Baku massiv HĂ€user zerstört und Anwohner vertrieben – damit fĂŒr das Event des Jahres alles schön aussieht.

Politischer geht's nic...

Entgegen der Auffassung der Ausrichter ist der Eurovision Song Contest eine hochpolitische Veranstaltung. In Baku besteht die Gefahr, dass er als Propaganda fĂŒr das herrschende Regime genutzt wird.

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