Statt der Kohle sollten wir Kinder fördern. Guido Westerwelle

Hintergrund

Phoenix in der Asche

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Wahre Demokratie ist ein rares Gut. Schon die westliche Welt kämpft mit sich, wenn es um die stetige Einhaltung aller bürgerlichen Grundrechte geht. Doch wie errichtet man einen demokratischen Staat aus den Trümmern eines Bürgerkriegs? Ein Bericht aus Post-Revolutien.

Hintergrund

Wenn autokratische Regime zusammenbrechen, zeichnen sich häufig die gleichen symptomatischen Probleme ab. Auf den spektakulären Sturz des Diktators folgt eine lange, beschwerliche Phase der Demokratisierung. Welches die wirksamsten Rezepte sind, ist umstritten.

In unserer Debatte nähern wir uns dieser konkreten Fragestellung anhand eines Gedankenexperiments. „Post-Revolutien“ ist ein Land, das nach 20-jähriger Autokratie den Umsturz geschafft hat. Es liegt im Mittleren Osten und ist geostrategisch von geringer Bedeutung. Das islamisch geprägte Land hat rund 8 Millionen Einwohner, darunter auch christliche und kurdische Minderheiten.

Bevor es zum Umsturz kam, wurde der autokratische Machthaber vom Westen gestützt. Er konnte ebenfalls auf einen starken Militär- und Polizeiapparat zählen. Die jetzt aufstrebende Oppositionsbewegung ist intern zerstritten. Zudem leidet „Post-Revolutien“ unter hoher Jugendarbeitslosigkeit und Korruption. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit basiert auf Ölvorkommen und Seltenen Erden, produzierende Industrie gibt es kaum.

Wie müssen Staat, Zivilgesellschaft und internationales Umfeld vorgehen, damit „Post-Revolutien“ den Sprung zur Demokratie schafft?

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