Systemfrage

Sind Parlamente in der zunehmend komplexer werdenden Gesellschaft noch in der Lage, Macht auszuüben? Nein, befand Chefredakteur Alexander Görlach in seiner Kolumne und löste damit eine Flut von Leser-Reaktionen aus. Werden wir künftig von Kompetenz-Centern regiert, oder findet die Politik einen Weg, ihre Macht auch weiterhin zu legitimieren?

Als Brüssel mal die B...

Gegen die Macht der Parlamente und den Elitenklüngel steht auf EU-Ebene das Konzept der Europäischen Bürgerinitiative - und erstickt im Dickicht der Bürokratie. Eine Öffnung des politischen Systems sieht anders aus.

iPartei...

Der goldene Mittelweg zwischen freien Mandaten und zu starkem Fraktionszwang ist der einzig gangbare. Politik braucht Parteien, denn nur sie werben als Marke um das Vertrauen des Wählers. Mehr demokratische Mitsprache kann jedoch einen sinnvollen Gegenpol schaffen.

Entsetzlich unersetzli...

Die klassische Parteiendemokratie wird dem mündigen Bürger nicht mehr gerecht. Das Internet ermöglicht es nun allen Menschen, sich zu äußern, Stellung zu beziehen und eigene Interesse durchzusetzen. Parteien macht das nicht überflüssig, aber sie müssen auf diese Entwicklung reagieren.

Dem deutschen Volke...

Die Politik hat den Bezug zum Wähler verloren. Wahllisten und Parteiräson entscheiden über die Zusammensetzung der Parlamente und das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten. Die Lösung heißt Umverteilung: Weniger Gelder für die Parteien und mehr für die Repräsentanten des Volkes.

Abnicker und Miesepete...

Der Bundestag kämpft mit einem Image- und Einflussproblem: Parlamentarier werden als Hinterbänkler wahrgenommen, das Kanzleramt ist zum Machtzentrum geworden. Damit schadet sich der Wähler selbst. Die Abgeordneten sind die einzigen direkt gewählten Repräsentanten des Volkes. Parlamente brauchen

Liebes parlamentarisch...

Dein Untergang ist oft besungen worden, aber in der 60-jährigen bundesrepublikanischen Geschichte nie eingetreten ... Der oft geäußerte Unmut über vermeintliche Mängel des Parlamentarismus liegt nicht in den Parteien begründet, sondern in der neuen Mündigkeit der Bürger. Gute Vorzeichen für

Frühjahrsputz im Parl...

Das sinkende Vertrauen in die parlamentarische Demokratie geht auf den miserablen Zustand der Parteien zurück. Die Missachtung bundesrepublikanischer Konsenspolitik hat uns handwerklichen Gesetzespfusch à la Hartz IV beschert. Es gilt nun, die Eliten zurück ins Parlament zu locken.

Das Parlament hat sich...

Es sind nicht die Parlamente, die nicht funktionieren, es sind vielmehr gehemmte Parteien, die Schuld am Unmut sind. Die Parlamente abzuschaffen hieße, das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Jede Stimme zählt...

Wissen ist für gute Entscheidungen unerlässlich. Doch wenn Politik "Experten" überlassen wird, verlieren die Bürger Selbstbestimmung und Vielfalt. Demokratische Perspektiven liegen jenseits von Expertokratie oder Status quo.

Mut zur Idee...

Ohne Ideen gibt es keinen gesellschaftlichen Wandel. Was der Politik fehlt, sind Überzeugungen, die die Menschen bewegen. Um den Herausforderungen der Moderne zu begegnen, braucht es kollektive Verhaltensänderungen. Nur Ideen können dazu motivieren.

Probiert's mal mit Gem...

Elitenzirkulation? Schaut doch mal nach Washington. Expertokratie? Komplexe Antworten werden nicht gedruckt. Volksentscheide? Doch nicht, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Wir brauchen eine unaufgeregte, demokratische Debatte, um den Anforderungen der Globalisierung zu begegnen.

Wider den byzantinisch...

In der global vernetzten Wissensgesellschaft können sich die Parlamente aus eigener Kraft nicht mehr die nötige Expertise aneignen, um durchdachte Entscheidungen zu treffen. Daher ist eine institutionalisierte Verteilung der Intelligenz im Machtapparat nötig, um Handlungsfähig zu bleiben.

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