Bundespräsident in brennender Sorge um sein Volk

von David Berger24.08.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Auch für indigene Deutsche sollten die gleichen Menschenrechte wie für hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund gelten. Auch junge indigene Menschen hätten das Recht – so wie es in Deutschland Tradition ist – sich zu kleiden, wie sie wollen oder einem Mann den Sexualverkehr zu verweigern. Ohne deshalb sofort erstochen zu werden, so David Berger in seiner Satire.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der aktuellen Migrationsdebatte in Deutschland die „Ungleichbehandlung vor Gericht und Diskriminierung von Menschen, die schon länger hier leben“, scharf verurteilt.

„Ein permanenter Verdacht gegen Deutsche, sie seien Rassisten und in Wirklichkeit noch immer anfällig dafür „Nazi“ zu sein, ist verletzend nicht nur für den Einzelnen. Er ist beschämend für unser Land“, so Steinmeier gestern. „Rassismus und Diskriminierung gegen welche Hautfabe auch immer, also auch gegen die Weiße, verletzen die Würde des Menschen und beschädigen unsere Demokratie.“
Der Bundespräsident sprach im Schloss Bellevue vor Bürgern aus der Nachbarschaft, die er zu einer traditionell Bergischen Kaffeetafel mit Waffeln und gute deutschem Filterkaffe eingeladen hatten.

Niemand müsse seine Wurzeln verleugnen, sagte Steinmeier. „Denn Heimat, gefühlte und gelebte stehe auch uns Deutschen zu“, betonte er in seinem zuvor an die Presse verteilten Redemanuskript.
Steinmeier sagte, immer wieder höre er von deutschen Kindern den Satz: „Obwohl ich hier geboren bin, meine Familie dieses Land mit aufgebaut hat und ich mich ganz besonders anstrenge tolerant zu sein, werde ich auf meiner Schule deshalb gemobbt, weil ich angeblich ein Kuffar (Ungläubiger) und weißer Nazi bin“.

Es dürfe aber in Deutschland keine Bürger erster oder zweiter Klasse geben. Auch für indigene Deutsche sollten die gleichen Menschenrechte wie für hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund gelten. In diesem Zusammenhang erwähnte Steinmeiner ausdrücklich die zahlreichen Vergewaltigungen und Morde an jungen deutschen Mädchen: Auch junge indigene Menschen hätten das Recht – so wie es in Deutschland Tradition ist – sich zu kleiden, wie sie wollen oder einem Mann den Sexualverkehr zu verweigern. Ohne deshalb sofort erstochen zu werden.

Viel zu lange sei zudem darüber gestritten worden, ob es eine spezifisch deutsche Kultur gebe, mahnte der Bundespräsident mit einem unübersehbaren Seitenhieb auf die ehemalige Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD) an:

„Tatsache sei: Uns Deutsche gibt es schon seit Jahrhunderten und unsere großen deutschen Denker und Dichter, von Albertus Magnus bis zu Kant, Goethe, Botho Strauß und Peter Sloterdijk, haben mit zu unserer Kultur beigetragen, auf die wir stolz sein können“. Deshalb sei es gut, dass jetzt klare Regeln, die unsere deutsche Kultur und lebendigen Traditionen schützen, geschaffen würden.

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