„Nazis drücken, bis sie nicht mehr atmen…“

von David Berger24.01.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Die Skandale um den „Kinderkanal“ wollen nicht abreißen. Nun ist der Tweet eines KiKA-Moderators bekannt geworden, der indirekt zur Tötung von Rechten („Nazis“) auffordert.

David Friedrich heißt der junge Mann und auf seiner Web-Präsenz, die sich auf ein Bild von ihm beschränkt, nennt er sich Slam Poet und Moderator. Als fester Moderator arbeitet Friedrich beim Kinderkanal.

Passt auch irgendwie: Wowereit-nah, prenzelberg-nett, bisschen genderfluid ungefährlich wirkt der Poet auf mich – sozusagen das Gegenstück zu Diaa, dem anderen KiKA-Star. Perfekt für die jugendlichen ZuschauerInnen, die es noch nicht ganz so rau mögen

Mit der Nettigkeit ist aber ganz schnell Schluss, wenn es um den in ganz Deutschland ausgebrochenen Bürgerkrieg gegen die „Nazis“ geht. „Nazis“ das ist inzwischen ja längst zu dem Nationalsozialismus und Holocaust verharmlosenden Begriff für alle Nicht-Linken geworden.

In diesem Kampf gegen „Nazis“ wird der weichspülende, kinderfreundliche Poet auf einmal zum erbarmungslosen Kämpfer. Nachdem er auf Twitter – im Kontext als ironisch zu kennzeichnenden Ton – zunächst bemerkt:

*„Hass und Gewalt helfen nie.“*

Legt er -weiterhin im Kindergartensprachduktus bleibend – nach:

*„Nazis zum Beispiel. Die muss man einfach nur ganz fest umarmen. Ganz lang. Und ganz fest. Bis sie nicht mehr atmen.“*

Versehen ist der vom Autor vermutlich für cool gehaltene Spruch mit dem Hashtag #quoteoftheday – wenn der KiKA- und Slam-Star spricht, wird das natürlich gleich zum Twitter-Zitat des Monats.

Der KiKA-Stil, in dem die Sätze gehalten sind, kann letztlich nicht verdecken, worum es hier geht: Der Tweet kommt in der gegenwärtigen Linksstaat-Stimmung einem Mordaufruf nahe – an allen, die nicht links ticken.

Wobei der hier ins Auge gefasste Mord nicht – wie bei den speziellen Freunden Diaas – mit gezücktem Messer stattfindet, sondern eher an den Judaskuss oder das Linkische der Mordaktionen von Kaisergattinen im alten Rom erinnert.

„Was meint da zu die @PolizeiHamburg Ist so was für Sie okay?“ wurde dazu auf Twitter gefragt. Die antwortete umgehend:

*„Wir haben Ihren Hinweis an die Kriminalpolizei zur Prüfung weitergeleitet. Bitte nutzen Sie in Zukunft für Hinweise & Strafanzeigen die Online-Wache (statt Twitter).“*

Es ist davon auszugehen, dass solche Aussagen für unsere Staatsanwaltschaften unter die Kunstfreiheit fallen, so wie anscheinend auch andere Aufrufe zu kriminellen Handlungen.

Ein andererer Kommentator auf Twitter dazu:

*„Ich möchte nicht, daß @ARDde und @ZDF einen #KiKA Moderator mit Mordphantasien mit meiner #GEZ Gebühr bezahlt … Dazu will ich eine Stellungnahme des @ZDF und der @ARDde haben. Wenn die nicht erfolgt, gibt’s ne Beschwerde und ich informiere meinen Abgeordneten des Bundestages zu dem Fall.“*

Und ein anderer stellt kurz, aber lapidar fest:

„KiKA scheint eine ideologische Jauchegrube zu sein…“

Dem wird man – nach den Erfahrungen der letzten Wochen – kaum sinnvoll widersprechen können. Außer dass es auf diese Weise weite Teile unserer Gesellschaft in freilich etwas extremer Form widerspiegelt.

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Quelle: “Philosophia Perennis”:

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