Wir müssen sprechen, widersprechen, besser sprechen. Wolfgang Schäuble

Ein „Ja, aber...“ zur extremen Zunahme sexueller Gewalt darf es nicht geben!

Haben Flüchtlinge, die in von sexueller Gewalt oder der „Kinderehe“ geprägten Ländern aufgewachsen sind, Verständnis für ihr Tun bei uns verdient? Oder geht es uns zu allererst darum, Frauen und Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen? EIn Beitrag von David Berger.

„Was tun sie gegen die steigenden Vergewaltigungen im Land?“, war die Frage des TV-Studiogasts Sabine Erdmann aus Erfurt, die der CDU-Spitzenkandidatin Angela Merkel in der ZDF-Sendung „Klartext Merkel“ gestellt wurde.

Erdmann knüpfte dabei an die Tatsache an, dass unter der enormen Menge an Zuwanderern überwiegend junge allein stehende Männer waren. Und es auch deshalb zu einer vorher nicht gekannten Zahl an sexuellen Gewaltverbrechen gekommen sei.

Merkel darauf: Es sei zwar schlimm, dass es zu sexuellen Übergriffen auf Frauen komme. Aber: „In Deutschland gab es vorher auch schon schreckliche Sexualdelikte.“

Ja, aber? Nein, Frau Merkel, wenn es um sexuelle Gewalt, besonders auch gegen Kinder und Jugendliche geht, darf es kein „Ja, aber!“ geben.

Wer sich gerne als „Mutti“ feiern lässt und hier sofort mit einem „Ja, aber“ daherkommt, für den ist das Wort „Rabenmutter“ noch viel zu freundlich!

Auf den nochmaligen Einwand der Zuschauerin, es zeige sich aber anhand der Zahlen eine Steigerung der sexuellen Gewalt gegen die Frauen, strudelt Merkel in ihrer Verharmlosungs-Spirale noch tiefer in den argumentativen Abgrund:

„Wir haben Hinweise, dass es nicht generell so ist“ – Applaus beim ZDF-affin zusammen gestellten Studiopublikum, dessen wenig faires Verhalten gegenüber der Thematik und der Fragestellerin später dann auch noch von Merkel verteidigt wurde.

Es gebe zwar „schlimme Einzelfälle“. Das sei „schlimm genug“. Für die Behauptung, dass diese vor allem auf die Rechnung von allein stehenden Immigranten gingen, habe sie „keine genaue Zahl“ vor sich.

Sie könne aber eines versichern: „Sexualdelikte sind bei uns nicht erlaubt und werden geahndet.“ Ok, Frau Merkel, das ist ja schon mal beruhigend, dass hier vorerst einmal nicht aus der Illegalität Legalität gemacht wird. Aber sollen wir für eine solche Selbstverständlichkeit schon dankbar sein?

Wie erwartet, machte die Frau der offenen Grenzen aber auch in diesem Gespräch aus ihrer größten Sorge kein Hehl und gleichzeitig der Fragestellerin bereits einen indirekten Vorwurf:

„Wir sollten damit nicht alle unter Generalverdacht stellen.“

Um dann zur Krönung des Ganzen zum direkten Angriff auf Erdmann, die sich schlicht Sorgen um unsere Frauen und Mädchen im Land macht, überzugehen: Die Fragestellerin habe insinuiert, dass wir mit den vielen jungen Männern Probleme haben könnten. Die Pfarrerstochter Merkel dazu trotzig: „Das glaube ich nicht!“ Wenn wir wollten, dass sich Menschen hier integrieren, habe jeder den „Blick auf sein Einzelleben“ auch verdient.

Was das mit dem „Blick auf das Einzelleben“ genau heißt, wird freilich nicht klar:

Haben Flüchtlinge, die in von sexueller Gewalt oder der „Kinderehe“ geprägten Ländern aufgewachsen sind, Verständnis für ihr Tun bei uns verdient? Oder geht es uns zu allererst darum, Frauen und Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen?

Perfides Schönreden, die Einzelfallausrede, vorgespieltes Nichtwissen, Rückzug in den Bereich eines diffusen „Das glaube ich nicht“ und auf Allgemeinplätze – mehr fällt Merkel zu einem eminenten gesellschaftlichen Problem, das sie ganz entscheidend mit-verursacht hat, nicht ein.

Quelle: philosophia perennis

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Sarna Röser , Robert Habeck, Sascha Nicke.

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