Fortschritt für ein humanistisches Europa

von Christopher Gohl24.05.2014Außenpolitik, Innenpolitik

Unsere Zukunft heißt Europa. Liberaler Fortschritt überwindet rückschrittliches nationales Denken und baut auf dem europäischen Humanismus auf.

Ab Sonntagabend, 18 Uhr, leben wir in einem anderen Europa. Nicht, weil rechtsnationale und populistische Protestparteien Erfolge einfahren werden – das wird zwar die Nachrichtenlage bestimmen. Sondern weil sich in diesem Europawahlkampf die politische Landschaft verändert hat. Wir sehen Europa nicht mehr durch das Fernrohr der deutschen Nation, sondern die deutsche Nation als eine unter vielen Mitgliedern eines faszinierenden Kontinents, unseres Kontinents: Europa.

Natürlich gibt es noch viele, die am Fernrohr der Nation hängen. Die öffentlich-rechtlichen Sender zum Beispiel, deren Lieblingsthema der eigene Bauchnabel ist, den sie auch am Wahlabend wieder wichtigtuerisch umkreisen werden, atemlos von der eigenen Bedeutung erfüllt, die ersten Reaktionen zu zeigen und die ersten national verbindlichen Urteile zu sprechen. Beispielhaft dafür ist die Blamage von Anne Will in ihrer

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