Über zwei Millionen Kinder leben in Hartz-IV-Familien

von Christoph Butterwegge30.09.2017Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft

Über zwei Millionen Kinder und Jugendliche leben in „Hartz-IV-Familien”, was mit dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes kaum vereinbar ist.

Notwendig wäre eine Großoffensive gegen Kinderarmut, die über eine Ergänzungsabgabe zur Einkommen-, Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer finanziert werden könnte.

Es müssen Perspektiven für die junge Generation geschaffen werden

Daher sollte man den mit einigen Unterbrechungen seit 1991 erhobenen Solidaritätszuschlag für die Armutsbekämpfung umwidmen.

Hierdurch würden benachteiligte Regionen in Ost- und Westdeutschland (Berlin, das Ruhrgebiet und Bremen/Bremerhaven) befähigt, ihre soziale und Bildungsinfrastruktur so weit zu entwickeln, dass die dort extrem hohe Kinder- und Jugendarmut sinkt.

Nur wenn genügend Kindertagesstätten, gut ausgestattete Schulen und ausreichend Freizeitangebote vorhanden sind, kann verhindert werden, dass ein Großteil der jungen Generation perspektivlos bleibt.

__Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrte bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Zuletzt hat er die Bücher „Armut sowie „Reichtumsförderung statt Armutsbekämpfung. Eine sozial- und steuerpolitische Halbzeitbilanz der Großen Koalition

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