Die BILD Zeitung instrumentalisiert den Kindermord für fremdenfeindliche Ressentiments

Christian Moos6.08.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Wirtschaft

„Der Chefredakteur der BILD, Julian Reichelt, missbraucht den grauenhaften Mord vom Frankfurter Hauptbahnhof, um die offenen Binnengrenzen in Europa in Frage zu stellen, schreibt Christian Moos

“Mit anderen Worten macht er die Europäische Union und vor allem den Schengen-Raum mitverantwortlich für dieses abscheuliche Verbrechen. Seine Argumentation ist aber falsch. Denn das Verbrechen wäre nicht weniger schlimm, wenn es in Zürich oder Bern stattgefunden hätte. Der freie Grenzübertritt des Mannes war für diese Wahnsinnstat nicht erforderlich.

Richtig ist vielmehr die besonnene Feststellung des Chefs des deutschen Bundeskriminalamts, Holger Münch, dass Fahndungen sogleich europaweit ausgeschrieben werden sollten. Europaweit muss eng assoziierte Partner wie die Schweiz selbstverständlich einbeziehen.

Auch Reichelts Argument, die Außengrenzen würden nicht kontrolliert, stimmt nicht. Erstens unterstützt die EU den Grenzschutz in dem Maße, wie ihre dafür zuständigen Mitgliedstaaten, dies zulassen. Zweitens hätte auch eine bessere Kontrolle der EU-Außengrenzen diese Tat nicht verhindern können, denn die Grenze zur Schweiz stellt keine harte EU-Außengrenze dar, und der Täter lebte bereits seit 13 Jahren dort.

Die BILD Zeitung instrumentalisiert diesen Mord für das Schüren antieuropäischen und zudem fremdenfeindlichen Ressentiments. Der häufig populistisch argumentierende Reichelt bläst der AfD Wind in die Segel, wenn er dieses Verbrechen für Europabashing missbraucht und indirekt das Recht auf Asyl in Frage stellt.“

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