Multikulti versus christliche Leitkultur

Christian Lindner11.06.2016Europa, Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Das Sommermärchen und die Flüchtlingskrise. Fast zehn Jahre liegen zwischen diesen Ereignissen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

c7bf4b47ce.jpg

Das Sommermärchen und die Flüchtlingskrise. Fast zehn Jahre liegen zwischen diesen Ereignissen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einmal ein Land in Schwarz-Rot-Gold gehüllt, euphorisiert und stolz. Jetzt ein Land mit über einer Million Flüchtlingen, das der Frage nachhängt, ob wir das schaffen.

Beide Anlässe haben eine Debatte darüber ausgelöst, was deutsch ist und was unser Land ausmacht. Ob Deutschland angesichts seiner Vergangenheit Fahnen schwenken dürfe. Oder ob es statt Multikulti einer christlichen Leitkultur bedürfe.

In beiden Fällen sind Ängste die treibende Kraft: Vor einem neuen Nationalismus, wie ihn Linke befürchten, oder einer vermeintlichen Islamisierung des Abendlands, wie die Rechtspopulisten behaupten. Auch das ist leider deutsch. Die sprichwörtliche German Angst.

Dem steht entgegen, was einst Friedrich der Große sagte: Jeder soll nach seiner Façon selig werden. Ein Grundsatz, den er gerade mit Blick auf die Religionen vertrat, und der bis heute Gültigkeit besitzt. Das ist der liberale Geist unseres Grundgesetzes. Es ist eine Werteordnung der Freiheit und der Toleranz.

Was ist also deutsch? Der Stolz auf eine Verfassung, die offen ist für den Patriotismus von Deutschen und Zuwanderern. Die jedem Freiheit und Würde sichert, egal an welchen Gott er glaubt, wen er liebt und wie er lebt. Die aber wehrhaft ist gegen all jene, die genau diese Liberalität ablehnen. Egal, ob sie neu bei uns sind oder schon immer hier waren.

Der Text erschien zuerst auf der Webseite von “Christian Lindner”:http://www.christian-lindner.de/Jeder-darf-sein-wie-er-will/6510c22163i1p59/index.html

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Terror von Links wird nicht bekämpft

Nach den linksterroristischen Ausschreitungen an Silvester war Leipzig-Connewitz in aller Munde und vor allem in den Schlagzeilen. Dabei ging nicht nur unter, dass es bundesweit Ausschreitungen mit Angriffen auf Polizei und Rettungskräfte gegeben hat, sondern dass auch die Thomaskirche in Leipzig d

Die USA praktizieren den Terror

US-Präsident Trump will keinen Frieden im Nahen Osten, sondern Krieg. Aber selbst in deutschen Medien wird die gezielte Tötung des iranischen Generals Soleimani mit dem Kampf gegen den Terror gerechtfertigt. Eine besonders dreiste Lüge.

„Kosten- und Programm-Exzesse der öffentlich-rechtlichen Sender spalten die Gesellschaft“

Die konservative Basisbewegung innerhalb der CDU/CSU setzt sich dafür ein, die Finanzierung und Programmgestaltung der öffentlich-rechtlichen Sender wieder auf deren Kernaufgaben zurückzuführen.

Warum bleibt die FDP so schwach?

Zu Beginn des Jahres 2020 wird in der Innenpolitik heftig über das Werben von CSU-Chef Markus Söder für einen Umbau der Bundesregierung debattiert. Über die verhaltene Reaktion der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Und über die Forderung des neuen SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borj

Die Bundesregierung muss Donald Trump die Gefolgschaft verweigern

Dritter Tag im neuen Jahrzehnt und ein Krieg mit gigantischen Folgen droht. Die US-Morde an dem Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden Qassem Soleimani und dem Vizekommandeur der irakischen Volksmobilmachungskräfte (PMF) Abu Mahdi al-Muhandis sollen offenbar einen US-Krieg gegen den Iran vom Zaun

Frau Merkel, treten Sie endlich zurück

Vera Lengsfeld hat einen offenen Brief an die Kanzlerin geschrieben. Und bemerkt: "Alle Fehler ihrer Kanzlerschaft aufzuzählen würde den Rahmen dieser Ansprache sprengen. Deshalb seien nur die verheerendsten genannt." Welche es sind, lesen Sie hier.

Mobile Sliding Menu