Die neuen Grünen

von Christian Böhme12.11.2012Innenpolitik

Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt stehen für eine neue Ära in der Partei. Eine, in der sogar ein schwarz-grünes Bündnis möglich scheint.

Welch ein Triumph! Mehr als 70 Prozent der grünen Urwähler wollen Jürgen Trittin als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013. Ob er selbst mit so viel Zuspruch gerechnet hat? Womöglich. Denn der Fraktionschef ist selbstbewusst und sich daher durchaus bewusst, dass seine Partei hinter ihm steht. Trittin überragt seit Langem alle Konkurrenten. Auf Führungsebene kann ihm, der Politik lebt und mehr als 30 Jahre in vorderster Reihe steht, an Einfluss und taktischem Geschick keiner das Wasser reichen.

Katrin Göring-Eckardt: weise Entscheidung

Auf der Bühne der Berliner Republik ist Trittin bereits unangefochten die grüne Nummer eins – nun kann sich der bürgerlich gesinnte Linke damit brüsten, auch den Großteil der Basis hinter sich zu wissen. Die Mitglieder trauen ihm offenkundig am ehesten zu, die Partei zurück an den Kabinettstisch zu führen. Dass der 72-Prozent-Mann dort einen prominenten Platz einnehmen wird, ist keine Frage. Sofern es die Grünen in die Regierungsverantwortung schaffen. Seit Samstag stehen die Chancen dafür jedoch deutlich besser als zuvor.

Denn an Trittins Seite wird

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