Sein Erstschlag

von Christian Böhme5.04.2012Außenpolitik, Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Günter Grass hat mit seiner neunundsechzigzeiligen Israel-Kritik ein mehr als einseitiges Pamphlet abgeliefert. Eitler geht es kaum.

Ach ja, die Welt kann so herrlich einfach sein. Vorausgesetzt, man hat ein unerschütterliches Welt- und Feindbild. Weiß genau, wo das Gute zu Hause ist und wo das Böse wohnt. Und kennt die großen wie die kleinen Teufel dieser Erde. Günter Grass, immer noch Deutschlands Großschriftsteller und selbst ernanntes Gewissen der Nation, ist ein derartiger Allwisser. Einer, der gerne selbstverliebt den Finger hebt, um Klage zu führen, ja anzugreifen.

Einseitige Kritik

Dieses Mal bekommt Israel den blindwütigen Zorn des bald 85-jährigen Paten zu spüren. Per Prosagedicht holt Grass zum „lyrischen Präventivschlag“ gegen den jüdischen Staat aus(Link)

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