Trendwende bei der Corona-Epidemie

Campo -Data26.03.2020Europa, Gesellschaft & Kultur, Medien

Der dramatische Anstieg von Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland ist gestoppt. Die Tageszahl von Neuinfektionen ist sechs Tage lang infolge unter der Marke von 5000 neuen Fällen geblieben. Nach einem mehrwöchigen, dynamischen Anstieg der Infektionszahlen flacht damit die Wachstumskurve deutlich ab.

Offenbar zeigen die Kontaktstopp-Maßnahmen der Bundesrepublik inzwischen ihre Wirkung.

Insgesamt aber steigt die Infiziertenzahl in Deutschland weiter klar an und erreicht nun 37.323 Personen. Die Zahl der Todesopfer ist auf 206 gestiegen. Deutschland meldet damit eine der niedrigsten Sterberaten der Welt.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind mindestens 5600 an Covid-19-Erkrankte Personen in Deutschland wieder genesen sind. Die von einer Covid-19-Infektion betroffenen Personen in Deutschland seien im Durchschnitt 45 Jahre alt, die Menschen, die infolge der Lungenkrankheit gestorben sind, hätten ein Durchschnittsalter von 81 Jahren. Zudem seien Männer nach wie vor etwas häufiger von dem Virus betroffen. 55 Prozent der Erkrankten sind männlich, 45 Prozent weiblich.

Regional gibt es dabei jedoch sehr unterschiedliche Ausprägungen. Während vor allem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern hohe Ansteckungszahlen verzeichnen, sind die Zahlen in den ostdeutschen Bundesländern deutlich niedriger. Unter den Metropolen sind München und Hamburg am stärksten betroffen.

Die offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts bilden die tatsächliche Infektionslage mit einer gewissen Zeitverzögerung ab. Das hängt am gesetzlich geregelten Meldesystem in Deutschland. Im Idealfall übermitteln die örtlichen Gesundheitsämter die nachgewiesenen Fälle den jeweiligen Landesbehörden, die sie an das RKI weitergeben. Das RKI wiederum berücksichtigt die Daten am Folgetag in seiner bundesweiten Statistik. Dadurch entsteht von dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens des Falls bis zur Veröffentlichung ein Zeitverzug, sodass die Zahlen der Gesundheitsämter und des RKI voneinander abweichen können. Zudem wurden am Wochenende nicht aus allen Ämtern Zahlen übermittelt, sodass diese nachträglich aktualisiert werden mussten. Gleichwohl zeigen auch die Daten des RKI zusehends, dass sich die Wachstumskurve insgesamt abflacht.

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