Merz führt Kanzler-Umfrage klar an

Campo -Data20.01.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Der CDU-Politiker Friedrich Merz liegt auch nach dem Jahresstart 2020 in den Umfragen zu möglichen Kanzlerkandidaten der Union mit Abstand vorne. Spürbar zulegen kann aber der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Campo-Data kommt Merz derzeit auf 34 Prozent Zustimmung zur Frage „Wen würden Sie für einen guten Kanzlerkandidaten von CDU/CSU halten?“ Auf Platz zwei liegt derzeit der CSU-Vorsitzende Markus Söder mit 21 Prozent. Seine Zustimmungswerte sind seit den Herbstumfragen gestiegen. Weit dahinter verharren hingegen weiterhin die drei anderen Favoriten auf die Kanzlerkandidatur mit schwachen Werten. Abgeschlagen mit nur 12 Prozent Zustimmung liegt die CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungunsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie landet damit sogar noch hinter dem Wert des nordrhein-westfälischen Ministerpräsindeten Armin Laschet. Auf dem letzten Platz liegt derzeit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
Markus Söder hat unterdessen eigene Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur zurück gewiesen. „Mein Platz ist in Bayern“, sagte Söder auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee. Man solle diese Personalfrage zudem noch nicht jetzt entscheiden, der Kandidat mit den höchsten Aussichten auf einen Wahlerfolg bekomme den Zuschlag, ergänzte Söder vor den 800 versammelten Spitzenmanagern und Unternehmern. „Am Ende müssen die beiden Parteivorsitzenden einen Vorschlag machen“, sagte der bayerische Ministerpräsident. Er werde mit der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eingehend darüber beraten. Diese mache übrigens in einem schwierigen Umfeld “eine hervorragende Arbeit”. Söder betonte: «Ich bin froh, dass CDU und CSU anders zusammen arbeiten als das vor einigen Jahren der Fall war.»
Ebenfalls auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel hielt Friedrich Merz eine “Deutschland-Rede” und legte ein 10-Punkte-Plan zur Modernisierung der Republik vor. Merz erklärte, er sei mit Blick auf den Wahlkampf zur Teamarbeit bereit. Zuvor hatte sich der frühere Bundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) für Merz als Kandidaten ausgesprochen.
Annegret Kramp-Karrenbauer lehnte hingegen auf der CDU-Vorstandsklausur in Hamburg eine Stellungnahme zur Personalfrage ab. Sie warnte vor Selbstbeschäftigung. Die Bürger hätte Fragen zu Krieg und Frieden, ihren Arbeitsplätzen und der Zukunft – nicht aber dazu, wer die Kanzlerkandidatur übernehme. Das interessiere vor allem Journalisten, sagte Kramp-Karrenbauer.
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