Merz, Scholz und Habeck sind die Favoriten

Campo -Data3.02.2020Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, hätten Friedrich Merz (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Robert Habeck (Grüne) derzeit die besten Chancen. AKK ist weit abgeschlagen.

Weder Friedrich Merz noch Olaf Scholz sind in ihren Parteien derzeit an der Spitze. Beide haben bei ihren Kandidaturen um die Parteispitze knapp verloren. Doch bei den Wählern in Deutschland haben die beiden derzeit die höchste Reputation, wenn es um die Frage geht, wer denn im kommenden Jahr am besten Angela Merkel als Bundeskanzler beerben sollte. 
Einer demoskopischen Analyse der Meinungsforschungsinstituts Campo-Data zufolge liegt Merz (mit 29 Prozent bei allen Wählern) derzeit vor allen anderen denkbaren Kandidaten. Vizekanzler Olaf Scholz kommt auf einen für SPD-Verhältnisse überraschend starken Wert von 26 Prozent in der Gesamtwählerschaft. Nur ganz knapp dahinter liegt derzeit der Grünen-Chef Robert Habeck mit 25 Prozent.
Alle drei Spitzenpolitiker erreichen damit bessere Werte als ihre jeweiligen Parteien. Das Trio liegt auch deutlich vor allen weiteren denkbaren Kandidaten. Einzig der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erreicht mit 21 Prozent einen achtbaren Platz – und deutlich vor seinem Ministerpräsidenten-Kollegen Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen (12 Prozent). Abgeschlagen dahinter liegt noch die CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit nur 11 Prozent. Damit wird sie derzeit sogar von der Grünen-Kovorsitzenden Annalena Baerbock geschlagen (13 Prozent).
Würden die politischen Parteien dem demoskopischen Stimmungsbild folgen, dann müsste die Union entweder Merz oder Söder als Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken. Die SPD hat mit Olaf Scholz einen einzigen Kandidaten, dem im Wahlvolk Kanzlertauglichkeit attestiert wird. Die Grünen müssten sich für Robert Habeck und gegen Annalena Baerbock entscheiden. Habeck würde – mit Ausnahme von Merz – alle denkbaren Unionskandidaten im direkten Vergleich schlagen.
KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Wir dürfen uns von der AfD nicht die Demokratie zerstören lassen

Es gibt sie noch, die besonnenen Köpfe in der Politik. Wohltuend unaufgeregt das Interview mit Thüringens früherem Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU), Solche besonnenen Stimmen, die die Dinge vom Ende her durchdenken und nicht nur flotte Parolen oder moralische Dauerempörung im Programm h

Mit der verbrecherischen US-Oligarchie gibt es keinen Frieden und keinen „Klimaschutz“

Mit der verbrecherischen US-Oligarchie gibt es keinen Frieden und keinen „Klimaschutz“. Wenn die Grünen wirklich Frieden und Klimaschutz wollen, dann müssen sie der skrupellosen US-Oligarchie, die die halbe Welt terrorisiert, die kalte Schulter zeigen. Europa muss sich aus der Bevormundung der

Der Rundfunkbeitrag ist einfach nicht mehr zeitgemäß

Die konservative Basisbewegung innerhalb der CDU/CSU fordert die Landesregierungen auf, die Stimmung in der Bevölkerung ernst zu nehmen und umgehend Kostenschnitte für die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten zu beschließen.

Regierungsbildung in Thüringen: Dies ist ein bitterer Tag für die Demokratie

Dieses Ergebnis ist ein Dammbruch. Die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten hat gezeigt, dass CDU und FDP den Wählerauftrag nicht verstanden haben. Gemeinsam mit Stimmen der AfD haben sie die Wiederwahl Bodo Ramelows verhindert. FDP und CDU werden damit zum Steigbügelhalter der rechtsextremen

Sich mit der AfD wählen zu lassen, ist ein inakzeptabler Dammbruch

Es ist ein inakzeptabler Dammbruch, sich mit dem Stimmen der AfD und Herrn Höckes wählen lassen, so Ministerpräsident Bayerns Markus Söder.

Was Merkel sagt, wird bejubelt, was Trump sagt, kritisiert

Hätten Sie mir vor drei Jahren vorausgesagt, dass ich jetzt diese Zeilen hier schreiben werde - ich hätte nur den Kopf geschüttelt. Denn ich bin alles andere als ein Anhänger von US-Präsident Donald Trump; ich finde seine Art zuweilen schwer erträglich, und er ist für mich alles andere als ei

Mobile Sliding Menu