Friedrich Merz deutlich vor Annegret Kramp-Karrenbauer

Campo -Data20.10.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Fast ein Drittel der Bundesbürger favorisiert Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten der Union. Das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus. Demnach trauen der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nur 14 Prozent der Befragten das Amt zu, während 29 Prozent Merz für geeignet halten.

Neben der CDU-Chefin fallen auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (15 Prozent), der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef  Markus Söder (14 Prozent) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (13 Prozent) hinter Merz zurück. Ein Fünftel der Befragten äußerte keine Meinung. Besonders innerhalb der Union ist Merz beliebt. Fast die Hälfte aller Befragten spricht sich für ihn aus. Kramp-Karrenbauer fällt mit 13 Prozent innerhalb ihrer eigenen Partei hinter allen anderen Favoriten zurück. Unter den Befragten, die der CDU/CSU politisch nahe stehen, ist Söder mit 16 Prozent nach Merz am beliebtesten. Für die Erhebung befragte Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus am 15. Und 16. Oktober insgesamt 1.013 Personen. Die Fragestellung lautete: „Wer soll Kanzlerkandidat der CDU/CSU werden?“

Die Umfrage war nach dem Deutschlandtag der Jungen Union mit Spannung erwartet worden. Dort hatte die mehr als 100.000 Mitglieder umfassende Jugendorganisation beschlossen, den nächsten Kanzlerkandidaten der Union per Urwahl zu nominieren. JU-Chef Tilman Kuban sagte der ARD, die Kandidatur laufe nicht automatisch auf Annegret Kramp-Karrenbauer hinaus: “Wir haben viele gute Köpfe.“ Neben der Jungen Union gilt auch der Wirtschaft- und Mittelstandsflügel sowie die Werte-Union als Unterstützer von Friedrich Merz für eine Kanzlerkandidatur. Innerhalb der mächtigen CDU-Landesverbände aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen formieren sich ebenfalls Unterstützerkreise für Merz und gegen AKK. Die Frage der Kanzlerkandidatur in der Union könnte sich schon bald stellen, da die SPD auf ihrem Parteitag Anfang Dezember ein neues Vorsitzendenduo wählt und ein Ausstieg aus der Großen Koalition erwogen wird.

 

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