AfD und Linke schwächeln zur Europawahl

Campo -Data22.03.2019Europa

Zwei neue Umfragen zeigen, dass die deutschen Wähler zur Europawahl offenbar anders wählen als bei nationalen Wahlen. Die neue Europawahl-Umfrage von Campo-Data sieht die Union bei 33 Prozent. Die neue Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen misst sogar 35 Prozent für CDU/CSU.

Beide Werte liegen klar über den Zahlen, den die Union derzeit bei der Sonntagsfrage mit Blick auf nationale Wahlen bekommt. Der gegenteilige Effekt ist bei den beiden Parteien der politischen Ränder zu beobachten. Campo-Data misst in der Europawahlfrage für die Linkspartei nur 7 Prozent, die Forschungsgruppe Wahlen sogar nur 6 Prozent. Auch die AfD kommt auf relativ schwache Werte. Bei Campo-Data sind es 11 Prozent, bei der Forschungsgruppe Wahlen 9 Prozent. Beides liegt deutlich unter den nationalen Demoskopiewerten und auch unter dem Bundestagswahlergebnis von 2017. Im Vergleich zum Europawahlergebnis von 2014 (7,1 Prozent) wäre es hingegen immer noch ein deutlicher Zuwachs.

Der Linkspartei droht sogar ein Abrutschen unter ihr Europawahlergebnis von 2014. Damals erreichte die Partei 7,4 Prozent. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich in den Umfragen die Grünen mit der SPD. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht beide Parteien in ihrer Europawahlumfrage gleichauf bei 18 Prozent. Campo-Data meldet noch einen knappen Vorteil für die Grünen (18 Prozent) gegenüber der SPD (17 Prozent). Allerdingsverfestigt sich auch hier der Trend der nationalen Umfragen, dass die Grünen ihren Zenit im Winter überschritten haben und die Umfragewerte tendenziell bröckeln, während sich die SPD etwas erholen kann. Die Liberalen können den Umfragen zufolge ein Wahlergebnis zwischen 7 Prozent (Forschungsgruppe Wahlen) und 9 Prozent (Campo-Data) erwarten. Das wäre immerhin mehr als doppelt so stark wie bei der letzten Europawahl. Damals erreichte die FDP nur 3,4 Prozent.

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