Insa und Campo-Data hatten beste Prognosen

Campo -Data25.09.2017Politik

Die Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute sagten das Wahlergebnis nur ungenau voraus. Den gewaltigen Stimmenverlust der Union prognostizierte kaum ein Institut. Die AfD wurde abermals unterschätzt.

Die Meinungsforschungsinstitute haben das dramatische Abrutschen der Union nicht richtig erfasst und die Stärke der AfD abermals unterschätzt. Da Demoskopen seit längerer Zeit gegen einen Vertrauensverlust kämpfen und bei wichtigen Ereignissen wir beim Brexit-Votum und der Trump-Wahl daneben lagen, wurde die Bundestagswahl zum Testfall der Branche. Fazit: Große Stimmungstrends wurden erkannt, bei SPD und FDP lag man erstaunlich präzise. Der Erdrutsch der Union aber wurde nicht erkannt. Im Mittel der sechs großen Institute (Allensbach, Emnid, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, GMS und Infratest dimap) lagen CDU/CSU unmittelbar vor dem Wahlwochenende zwischen 36 und 37 Prozent. Die AfD wurde durchschnittlich bei 11 Prozent taxiert. Einzig die kleineren Institute Insa und Campo-Data haben den Last-Minute-Swing in ihren Umfragedaten klar abgebildet. Bei beiden Instituten wurden 13 Prozent für AfD vorhergesagt. Bei der SPD hingegen sagten fast alle Institute das historisch schlechte Ergebnis gut voraus. Hier lagen Insa, Infratest und Campo-Data am besten

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