Spannung vor der Bundestagswahl | The European

SPD näher an AfD als an Union

Campo -Data22.09.2017Politik

In der Schlussphase des Wahlkampfs scheint die AfD neuen Zulauf zu verzeichnen. Die Meinungsforscher erwarten inzwischen ein klar zweitstelliges Ergebnis für die Rechtspopulisten.

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Im Vergleich zur Bundestagswahlwahl von 2013 – damals erzielte die AfD 4,7 Prozent – dürfte sie ihr Ergebnis mehr als verdoppeln. Nach derzeitiger Umfragenlage würde die AfD drittstärkste Kraft in Deutschland und damit Oppositionsführer im neuen Bundestag. Die SPD hingen fällt in den Umfragen weiter zurück. Sie muss am Sonntag mit dem schlechtesten Ergebnis in der bundesrepublikanischen Geschichte rechnen. Bemerkenswert ist, wie nahe sich AfD und SPD inzwischen gekommen sind. Nach aktuellem Umfragestand trennen beide Parteien nurmehr 8,5 Prozentpunkte. Der Abstand zwischen SPD und Union beträgt hingegen 14 Prozentpunkte. Allerdings bröckeln auch für CDU/CSU die Zustimmungswerte immer weiter ab und liegen jetzt nur noch bei rund 35 Prozent. Starke Ergebnisse werden für FDP und Linkspartei signalisiert, wobei die Linken ihre Mobilisierung der vergangenen Wochen in die Schlusstage hinein offenbar nicht fortsetzen können. Sie stagnieren jetzt bei 10 Prozent. Etwas stabilisieren können sich auch die Grünen, die mit 8 Prozent relativ sicher wieder in den neuen Bundestag einziehen dürften – allerdings den klar letzten Platz belegen. Für eine schwarz-gelbe Koalition scheint es damit nicht zu reichen. Eine Große Koalition hätte trotz der großen Verluste beider Volksparteien immer noch eine klare Mehrheit – aber auch eine Jamaica-Koalition aus Union, FDP und Grünen wäre mehrheitsfähig. Insgesamt verschiebt sich die politische Achse der Republik wohl deutlich nach rechts.

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