Die Klimakrise erreicht unsere Flüsse

von Bündnis 90 Die Grünen14.07.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Wissenschaft

Die Mehrheit der deutschen Flüsse hatte 2018 Wassermangel – mit fatalen Auswirkungen für Umwelt und Artenvielfalt. Hier der Rhein bei Düsseldorf.

“An neun der 15 größten Flüsse Deutschlands herrschte 2018 an mehr als 100 Tagen im Jahr 2018 extremes Niedrigwasser: An Oder, Saale und Aller bestand an mehr als 150 Tagen des Jahres 2018 extremes Niedrigwasser, am Rhein waren es 132 Tage, an der Elbe waren es sogar 183 Tage. Das zeigt die Antwort auf unsere schriftlichen Frage an die Bundesregierung aus dem April 2019. Das Problem hat sich im Vergleich zu den vorherigen Jahren deutlich verschärft.

Wassermangel hat fatale Auswirkungen auf Umwelt und Artenvielfalt

Dieser Wassermangel hat fatale Auswirkungen auf Umwelt und Artenvielfalt, denn für Tiere und Pflanzen ist dieser Wassermangel der pure Stress. Einerseits kann es zu einer erheblichen Erwärmung des Wassers kommen, die sich negativ auf den Sauerstoffhaushalt des Flusses auswirkt. Andererseits kann es aufgrund geringerer Verdünnung auch zu erhöhten Schadstoffkonzentrationen kommen. Niedrigwasser kann entsprechend auch massive Auswirkungen auf Betriebe haben, die Wasser zum Beispiel zur Kühlung entnehmen oder die betroffenen Flüsse für die Schifffahrt nutzen. Die Klimakrise wird diese Extreme weiter verstärken.

Wir brauchen jetzt ein Klimaschutzgesetz

Die Bundesregierung muss im Kampf gegen die Klimakrise endlich liefern. Dafür braucht es endlich einen schnellen Kohleausstieg, einen wirksamen CO2-Preis und ein wirksames Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen für die einzelnen Ressorts. Außerdem müssen Bund und Länder mehr für den Schutz der frei fließenden Flüsse tun, denn sie sind die Lebensadern unserer Landschaft.

Flüsse und Seen sind Hotspots der biologischen Vielfalt. Doch diese Quellen und Rückzugsorte unserer Artenvielfalt sind akut bedroht. Begradigte, verengte und vertiefte Flüsse und Seen voller Ackergifte und Dünger aus der Landwirtschaft können vielen Tieren und Wasserpflanzen keinen Lebensraum mehr bieten. Seit Jahren versagt die Bundesregierung beim Schutz unserer Fluss- und Seelandschaften, obwohl sie dazu verpflichtet ist. Bis allerspätestens 2027 sollen unsere Gewässer einen guten ökologischen Zustand erreichen. Aktuell verfehlen gut 93 Prozent dieses Ziel. Konkrete Schritte, wie eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft, die zu viel Gift und Dünger einsetzt, und mehr Raum für natürliche Ufer und Auenwälder, sind dringend erforderlich. Weitere Forderungen finden sich in unseren Anträgen „Wasser musss auber und bezahlbar bleiben“ und „Grundwasser schützen, Überdüngung stoppen“.”

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