Die Reihe der Straftaten, die in dieses Muster passen, ist mittlerweile lang

Boris Palmer11.12.2019Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

Der brutale Totschlag mitten in Augsburg hat nun die bundesweiten Medien erreicht. Leider wird wie so oft das Problem weitgehend ausgeklammert: Es gibt Gewalt mit Migrationshintergrund.

Sicher, wenn man wie die AfD von „Migrantengewalt“ redet und zumindest billigend in Kauf nimmt, dass alle Menschen mit Migrationshintergrund als potenzielle StraftĂ€ter stigmatisiert werden und die Schließung der Grenzen als Lösung propagiert, dann treibt das einen Keil in eine Einwanderungsgesellschaft, der schlimmstenfalls noch mehr Gewalt hervor ruft.

Die AfD hat aber so leichtes Spiel, die Leute zu verhetzen, weil immer wieder versucht wird, die Frage, warum Gewalt und Migration viel zu oft zusammenhÀngen, zu tabuisieren. Der Satz, das habe doch nichts mit der Herkunft zu tun, ist schlicht empirisch falsch. Und wer danach fragt, benutzt keine rassistischen Begriffe, sondern betreibt Ursachenforschung.

Immerhin, die SĂŒddeutsche gesteht das heute weitgehend zu und anerkennt auch, was die Statistik ohnehin unbestreitbar sagt: Unter den Zugewanderten und den GeflĂŒchteten gibt es eine erhöhte KriminalitĂ€tsbelastung. Leider bleibt sie aber bei dem richtigen wie banalen Satz stehen, ob Jugendliche kriminell werden oder nicht, entscheide nicht der genetische, sondern der soziale Hintergrund. Wer etwas anderes behauptet, ist auch einfach nur bescheuert.

Die ErklĂ€rung des sozialen Hintergrunds greift aber zu kurz. Es ist eben kein Zufall, das kriminelle Clans ĂŒberwiegend libanesischer Herkunft (Miri-Clan) sind. Es ist kein Zufall, dass Drogendealer in Baden-WĂŒrttemberg mittlerweile hĂ€ufig gambischer Herkunft sind. Und es ist kein Zufall, dass GewaltkriminalitĂ€t bei jungen MĂ€nnern besonders ausgeprĂ€gt ist, wenn sie aus LĂ€ndern kommen, in denen Gewalt in Gesellschaft und Familie noch legitim ist, in denen ein MĂ€nnerbild fortlebt, das auf der AusĂŒbung von Gewalt beruht, in denen patriarchale Strukturen bis heute nicht aufgebrochen wurden.

Der Unterschied? Soziale Teilhabedefizite weisen uns auf real existierende MÀngel des Sozialstaats und der Integrationsangebote hin. Das anzusprechen fÀllt uns leicht, denn da kritisieren wir ja die deutsche Gesellschaft und den deutschen Staat. Die aus den HerkunftslÀndern mitgebrachten und an die Kinder weiter gegebene Mannlichkeitsvorstellungen und Gewalt legitimierenden Strukturen zu erkennen und ihnen entgegenzutreten, fÀllt uns schwerer, weil das fÀlschlicherweise mit Rassismus und AuslÀnderfeindlichkeit gleichgesetzt wird.

Es ist einer der schlimmsten Folgen der identitÀtslinken LÀuterungsagenda, dass Gewalt im Kontext von Migration verharmlost und nicht konsequent bekÀmpft wird.

Die Stuttgarter Zeitung beschreibt, was das bei vielen Menschen auslöst. Zitat: „Viele sind wĂŒtend, wie dieser BĂ€r von einem Mann, der eigentlich nicht reden kann, weil die TrĂ€nen immer wieder seine Stimme ersticken. Er sei auch Feuerwehrmann gewesen, sagt er, deswegen gehe ihm der Tod des Kollegen so nahe: „Aber jedes Arschloch darf nach Deutschland rein. Und hinterher heißt‘s dann, der Vater sei Alkoholiker gewesen, die Mutter Nutte, er selber ohne Arbeit. Und dann wird so ein SchlĂ€ger frei gesprochen. So schaut’s aus bei uns.“

Solche Stimmen darf man nicht einfach als AfD-Idioten abkanzeln. Auch wenn das maßlos ĂŒberzeichnet ist, steckt eben doch eine RealitĂ€t dahinter. Unter die GeflĂŒchteten haben sich auch Kriminelle gemischt, die bei uns praktizierte LiberalitĂ€t wird in manchen Milieus als SchwĂ€che missverstanden und lĂ€dt zu weiteren Straftaten ein.

Die Reihe der Straftaten, die in dieses Muster passen, ist mittlerweile lang. Ich habe sie im Kapitel: „Sicherheit ist subjektiv. GefĂŒhle und Fakten im Widerstreit“ erlĂ€utert und geeignete Gegenmaßnahmen beschrieben. Wie die identitĂ€tslinke LĂ€uterungsagenda uns daran hindert, Problem mit Migration zu lösen, steht im Kapitel „Empört euch, aber werdet nicht intolerant.

Erst die Fakten, dann die Moral.

Quelle: Boris Palmer Facebook

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