Wer 1989 bewusst erlebt hat, weiß, dass Veränderungen und die Befreiung aus hoffnungslosen Situationen möglich sind. Marianne Birthler

Pazifizierung ist ein Prozess, der Generationen dauert

“Es sind viele junge Männer zu uns gekommen, die in Staaten aufgewachsen sind, in denen Gewalterfahrungen normal sind und der Staat nicht lange fackelt, sondern knallhart zuschlägt. Da schlägt der Mann mit dem Messer und dem Gürtel zu, wenn seine Ehre beleidigt wird. Das legen die nicht einfach an der Grenze ab”, schreibt Boris Palmer auf

“Seit 2015 gab es in Tübingen mehrere Fälle von Gruppenschlägereien, bei denen Asylbewerber beteiligt waren.

Es sind eben viele junge Männer zu uns gekommen, die in Staaten aufgewachsen sind, in denen Gewalterfahrungen normal sind und der Staat nicht lange fackelt, sondern knallhart zuschlägt. Da schlägt der Mann mit dem Messer und dem Gürtel zu, wenn seine Ehre beleidigt wird. Das legen die nicht einfach an der Grenze ab. Pazifizierung ist ein Prozess, der Generationen dauert.

Der Bericht im Tagblatt zeigte für mich sehr deutlich, dass wir damit bisher nicht umgehen können. Eine solche Gruppenschlägerei am hellichten Tag mitten in der Stadt ist nicht nur für die Betroffenen ein Problem. Sie versetzt die Stadtgesellschaft in Aufregung und Angst. Der Staat müsste daher scharf intervenieren. Kann er aber nicht. Da werden Zeugen unter Druck gesetzt. Man kann sich gar nicht erklären, woher die Verletzungen kommen. Und zur Aufklärung trägt auch niemand bei. Am Ende kommen die meisten aus Mangel an Beweisen ohne jede Sanktion davon.

Für solche Fälle muss es Konsequenzen im Asylrecht geben. Die Beteiligung an solchen Auseinandersetzungen reicht völlig, um einem Asylbewerber zu zeigen, dass es so nicht geht. Zum Beispiel Entzug des Taschengelds, Umzug in eine Einrichtung mit Gemeinschaftsverpflegung, bei Wiederholung zurück in eine Landeseinrichtung. Die Rückkehr des Rechts des Stärkeren auf unseren Straßen darf nicht die Folge von humanitärer Hilfe sein. Und sie muss es auch nicht. Würde diese jungen Leute sofort Konsequenzen spüren, würden sie darauf auch reagieren. So wie sie eben weiter machen und über unseren Staat lachen, wenn nichts passiert.

Deshalb immer wieder die Forderung: Wir brauchen den doppelten Spurwechsel.

Und weil die Kommentare immer gleich falsch sind, von rechts wie von links: Nein, es geht nicht, einfach alle abzuschieben. Und nein, ich will keine Sonderjustiz. Es geht nur darum, dass Fehlverhalten Konsequenzen haben muss."

Quelle: Boris Palmer Facebook

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Rainer Wendt, Alice Weidel, Jörg Hubert Meuthen.

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Flüchtlinge, Flüchtlingskrise, Boris-palmer

Debatte

Europawahl 2019

Medium_52c4030e20

Plädoyer für ein geeintes Europa

Während europakritische, rechte Parteien die bisherige mediale Aufmerksamkeit verstärkt auf sich ziehen konnten, engagieren sich auf der Gegenseite viele junge europäische Bürgerinnen und Bürger in... weiterlesen

Medium_b9941a32a9
von Carolin Kassella
07.05.2019

Debatte

Asylsuchende Einwanderer bleiben eine Gefahr

Medium_2787409d79

Unkontrollierte Masseneinwanderung gefährdet die innere Sicherheit

Dass sich mit den Massen an angeblich asylsuchenden Einwanderern, die seit der Flüchtlingskrise 2015 nach Deutschland einreisten, auch eine eminente Gefahr für die innere Sicherheit ergibt, wird vo... weiterlesen

Medium_fa65ceb9bf
von Vera Lengsfeld
03.05.2019

Debatte

Grünes Wahlprogramm

Medium_a92b8986bf

Einwanderung für alle!

Die Grünen sind derzeit im Umfragehoch. Fast 20 Prozent würde die Partei um Habeck und Baerbock bei einer anstehenden Bundestagswahl erlangen. Doch was steht wirklich im Wahlprogramm der Grünen: Di... weiterlesen

Medium_4bbb788597
von Jörg Hubert Meuthen
22.04.2019
meistgelesen / meistkommentiert