Für Vergewaltiger darf es keinen Kulturrabatt geben

von Boris Palmer18.12.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Vorbestrafte Asylbewerber dürfen sich nicht so lange völlig frei in den Städten herumtreiben, bis es zu schweren Straftaten kommt. Diese jungen Männer sind eine Gefahr und sie müssen in sicheren Landeseinrichtungen so untergebracht werden, dass diese Gefahr minimiert wird, schreibt Boris Palmer auf Facebook.

Nach dem Serienvergewaltiger aus Gambia und dem syrischen Mann, der eine zehnjährige vom Fahrrad gestoßen und sich aufgelegt hatte ist nun der dritte Asylbewerber wegen versuchter oder vollzogener Vergewaltigung in Tübingen verurteilt worden. Das entspricht der landesweiten Entwicklung, wonach Asylbewerber weniger als 2% der Bevölkerung ausmachen, aber 15% der Tatverdächtigen bei schweren Straftaten. Nach und nach zeigt sich dieses Verhältnis auch bei den Verurteilungen und Inhaftierungen. Man kann also getrost das Argument begraben, die Statistik der Polizei sage sowieso nichts aus.

Der Chefredakteur des Tagblatts hat mir gestern im SWR wieder vorgehalten, ich hätte diese Probleme zu oft thematisiert. Ich behaupte, es war genau umgekehrt. Viel zu lange wurden diese Gefahren und Risiken klein geredet und beschönigt. Viel lange hat es deshalb gedauert, bis Gegenmaßnahmen eingeleitet werden konnten. Das hat unnötige Opfer gefordert, der AfD Auftrieb verschafft und die Akzeptanz des Asylrechts beschädigt.

Was ich wirklich skandalös finde, ist die Argumentation der Verteidigung.

Zitat aus dem Tagblatt:

“Das Schöffengericht verurteilte gestern einen 31-Jährigen zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft. Der Somalier hatte zugegeben, dass er in der Nacht zum 10. Juli kurz nach 1 Uhr in der Derendinger Allee versucht hatte, eine 23-Jährige zu vergewaltigen. Dabei wurde sie schwer verletzt. Gefasst worden war er noch in derselben Nacht, nachdem er gegen 2.45 Uhr in der Mühlstraße eine Studentin sexuell belästigt hatte.

Damit entsprach Richterin Sabine Altemeier dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Verteidiger Achim Unden äußerte in seinem Plädoyer mit Hinweis auf den kulturellen Unterschied im Umgang mit sexualisierter Gewalt in Somalia zwar noch den Wunsch, zu einer Bewährungsstrafe zu kommen. Doch Altemeier schüttelte den Kopf und gab bei der Urteilsverkündung zu bedenken: “Es ist einem glücklichen Zufall geschuldet, dass nicht mehr passiert ist.””

Dass ein Strafverteidiger ernsthaft darauf abhebt, dass man in Somalia halt nicht so genau weiß, dass Vergewaltigung verboten und strafbar ist, das ist Ausdruck einer vollkommen verfehlten Toleranz gegenüber vermeintlichen kulturellen Prägungen, die wir bei weißen Männern zu Recht niemals akzeptieren würden. Auch Somalische Männer haben kein Verständnis für Vergewaltigung zu erwarten.
Und nebenbei, natürlich war der Täter mal wieder Polizei bekannt und konnte sich frei bewegen. Ich würde auch wetten, dass er keinen Fahrschein hatte, sondern kostenlos auf seinem Ausflug nach Tübingen war.

Zitat:

“Der bereits mehrfach vorbestrafte Asylbewerber aus dem Kreis Esslingen gab die Taten zu: “Ich war sehr betrunken”. Er habe zuvor mit einem Kumpel bestimmt zehn Bier getrunken, dazu noch Wodka und Whiskey. Dann sei er alleine mit dem Zug von Reutlingen nach Tübingen gefahren.”

Ich wiederhole meine Forderung, dass mehrfach vorbestrafte Asylbewerber sich nicht so lange völlig frei in den Städten herumtreiben dürfen, bis es zu schweren Straftaten kommt. Diese jungen Männer sind eine Gefahr und sie müssen in sicheren Landeseinrichtungen so untergebracht werden, dass diese Gefahr minimiert wird.

Allergrößte Achtung habe ich vor den jungen Frau, die der Mann geschlagen und fast vergewaltigt hätte. Sie wird im Tagblatt als sehr selbstbewusst beschrieben. Viele Frauen überwinden solche Traumata ein Leben lang nicht. Ich wünsche der 23jährigen, dass Sie das Erlebnis weiterhin so gut überwindet, wie es im Tagblatt dargestellt ist.

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