Technologietransfer in einer globalen Welt

Beatrice Bischof19.10.2018Gesellschaft & Kultur, Wissenschaft

Kürzlich wurden die Nobelpreisträger für Wirtschaft bekannt gegeben. Es sind zwei Amerikaner: William D. Nordhaus und Paul Romer. Worum geht es in ihren Forschungen? Beatrice Bischhoff erklärt die drei wichtigen Themenfelder Klimawandel, technischer Fortschritt und Wachstum vor dem Hintergrund des Technologietransfers.

_Dabei gehen wir drei Fragen nach: Was-Wohin-Wie_

Vor nicht allzu langer Zeit wurde uns in dem Film „Avatar“ ein mögliches Zukunftsbild gezeigt: wir schauen 150 Jahre in die Zukunft:
_“If you can dream it you can do it!”_
Es zeigt die höchste Stufe der Vernetzung, Schwarmintelligenz, Steuerung über Gedanken, Informationsverarbeitung, Holographie, Robotertechnologie, Antriebstechnologien…..

Dabei stellen wir uns folgende Fragen:
*Was:* Wo sind die dynamischen Entwicklungsprozesse heute und zukünftig, wie steht Deutschland da: heute und zukünftig ?
*Wohin:* Wo geht die Post am stärksten ab, kann man die Potentiale heben, allein oder in strategischen Allianzen: von der Forschung ins Produkt, dabei gefragt sind Innovationsstärke von Nationen und Firmen, Interdisziplinarität und Internationalität ?
*Wie:* Über Transferprozesse, Insourcing/Outsourcing.
Die globale Welt wirft die Fragen nach dem Entstehen der Ströme auf, was fließt wohin, wie können die Ströme gelenkt werden, um Innovationsführer zu bleiben
Die Außenpolitik beschäftigt dabei die Führungsrolle, Kooperationen, strategische Partnerschaften, Wettbewerb. So der Technologieexperte Dr. Hans-Jürgen Boßmeyer)

*Zunächst widmen wir uns dem „Was“:*

Per Definition ist die Technologia (griech.) die Herstellungs-bzw. Verarbeitungslehre. Nach Bullinger sind die Technologien die Wissenschaft von der Technik. Sie werden in Technik durch Anpassung an die jeweiligen Anwendungen entwickelt und sind dann speziell. Um über Technologien technische Probleme lösen zu können, muss laut Experte Dr. Boßmeyer, auf der richtigen Granularitätsebene gestartet werden. Technologie ist im weitesten Sinn die Gesamtheit der Fähigkeiten zur Kontrolle und Nutzung der Umwelt.
Innovationen beruhen auf Neuerungen in Produkten oder auch in der Produktion, die vom Kunden durch Kauf als Innovationen anerkannt werden.

Der Zusammenhang zeigt dann nach Dr.Boßmeyer: Aus Technologien können über den Entwicklungsprozess und der Akzeptanz im Markt Innovationen in Produkten und Produktion werden.
Antriebskräfte dabei sind Mensch und Wissenschaft „Erfindergeist sucht Anwendungen“, Gesellschaft „Probleme der Zeit bewältigen“, Markt/Wettbewerb „Early Adopters-Kunden, die immer das Neueste suchen“, Politik „Land nach vorne bringen“.

Kommen wir zur Wirtschaft: Hier sind Technologien Mittel zur Steigerung des Wirtschaftswachstums. Der Grund ist nach Dr. Boßmeyer die Steigerung des Nutzungsgrades der Technologie.
Interdisziplinarität und Internationalität sind Erfolgsfaktoren für Innovationen.
Im Mittelpunkt stehen die Innovationen. Im äußeren Umkreis bewegen sich die Fachleute: Physiker, Elektroingenieure, Materialwissenschaftler, Maschinenbauingenieure, Chemiker, Mathematiker, Computerwissenschaftler Biologen. Im inneren Kreis befinden sich die Technologiefelder: Nachhaltige Energien, Biomimetik, Molekulare Bildverarbeitung, Nanotechnologie, chemische/biologische Detektion, Fortschrittliche Antriebssysteme.

Die Technologielandschaft ist geprägt durch Breite, Tiefe, Vernetzungsintensität, Dynamik der Entwicklungspfade, Sichtweisen der Entwicklungen.
Technologiefelder sind dabei: Materialien (z.B. Nanomaterialien, nachwachsende Rohstoffe), Elektronik/Photonik/Mikrotechnik (z. B. Nanoelektronik) , Informations-u.Kommunikationstechnik, Biologische Technologien (z. B. Nanotechnologie, industrielle Biotechnologie (Kraftstoffe aus Biomasse, Benzin aus Bakterien etc), Gesundheit/Ernährung, Kommunikation und Wissen (z.B. Internettechnologien, autonome Intelligenz durch interaktives Lernen), Mobilität und Transport ( z.B. Automobil-Elektromobilität, Raketen u. Raumfahrt), Energie-u. Ressourcen (Energieversorgung, Rohstoffgewinnung, fossile Energie, Kernenergie, Wasser-Wind-Geothermie, Bioenergie, Solarenergie, Wasserstofftechnologie, Brennstoffzellen, Energiespeicher), Bauen u. Wohnen, Freizeit und Lebensstil, Produktion u. Unternehmen, Sicherheit u. Verteidigung (Informationssicherheit, Zugangskontrolle und Überwachung, Abwehr von Gefahrstoffen, Anlagesicherheit, Katastrophenschutz und Rettungswesen, Katastophenvorsorge, Waffen und militärische Systeme), Umwelt u. Natur (Umweltmonitoring, U-technologie, Wasseraufbereitung, Abfallmanagement, Luftrenhaltung, CO2 Abscheidung-Speicherung, Landwirtschaft).

Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf die Technologielandschaft.
In der Mitte steht dabei das Produkt, die Produktion und Forschung
auf sie wirken ein: die Gesellschaft (Auswirkungen, Akzeptanz, Verantwortung),
die Wissenschaft (Trends, Prognosen, Roadmaps), die Wirtschaft (Kosten, Wertschöpfung, Strukturen, Marktanteil), und die Politik (Rahmen setzen, Mut machen..)

Die Methodiken und der Entwicklungsprozess erfolgen in Schritten:
Zuerst kommt das Sichten der Technologielandschaft. Der Blick über den Tellerrand, die komplexe Suche und Koordination über Experten in der Literatur, in Fachartikeln, Unternehmen sind Technologietreiber, ebenso dazu gehören technologietreibende Forschungsprojekte, angewandte Forschung, die Hochschulen.
Es folgt das Bewerten der Technologien nach bestimmten Kriterien (z.B. die Einordnung des Reifegrades)
Anschließend wird der Entwicklungsplan zur Umsetzung erstellt, zur Nutzung der Chancen und die Ableitung von Handlungsmöglichkeiten für das Unternehmen, der Innovationskreislauf das Insourcing und Outsourcing.
Das Insourcing neuer Technologien erfolgt über die Abschöpfung der neuen Technologien im Unternehmen (Entwicklung, Produktion, Service), dann kommt das Outsourcing abgeschöpfter Technologien

*Der weitere Schritt in unserer Gliederung widmet sich dem „Wohin“:*

Hier treffen wir auf die Internationalität: Wie stehen wir heute da, wie morgen? Es herrscht Dynamik in den Feldern.

Als Beispiel taugt das Verhältnis von China und den USA auf dem Gebiet der Nanotechnologie: Die USA ist viel intensiver, der Westen fokusierter auf Qualität.

Doch wie hebt man die Potentiale? Durch strategische Allianzen: Faktoren sind Erfolgskriterien, bleibt einem etwas oder gibt man nur ab, zwischen Staaten oder Industrie. Die Firmen haben schon die Globalisierung durchgeführt, die Frage liegt bei den Mittelständlern und ihrer Vernetzung. Wie kann der Staat das unterstützen? Von der Forschung ins Produkt. Wie können Länder wie die USA und Deutschland Interdisziplinarität erzielen? Das Potential für Neues bildet sich in den Schnittstellen der Felder.
Das strategische Element besteht in der Bewertung aus dem Heute ins Morgen-hier wieder das Beispiel Avatar: die totale Vernetzung. Doch was bedeutet die totale Vernetzung?

Ein Beispiel für Interdisziplinarität: die Materialien, Elektronik/Photonik/Mikrotec und Biotec arbeiten mit Nanotechnologie , ein Molekül im Atombereich. Beispiele für die Anwendung von Nanotechnologie finden sich: im Auto: Die Grille hat Augenfacetten aus Nanoröhren, bionischer Ansatz, das wird übertragen in reflektionsfreie Displays;
in der Biotec: sind es die Nanoroboter, Medikamente können im Körper des Menschen gezielt an Orte gebracht werden; in der Solartechnik: sind es gedruckte Solarzelle; bei den Speichertechnologien: gibt es Kristallhuben statt DVD; intelligente Textilien besitzen Sensorfelder; in der Informationstechnologie findet die Umsetzung in der Augmented Reality statt: die Brille des Monteurs zeigt bereits Fehler im Auto; in der Bionic ist es die künstliche Erzeugung von Spinnseide, Vernetzung von Chip und Gen.

Wichtig dabei ist die Frage: Wo sind die anderen-wie sind wir unterwegs? Wie kann man das bündeln?
Technologien helfen Probleme der Gesellschaft zu lösen.

Nach dem Experten Dr. Boßmeyer gilt: Neue Technologien können Innovationsführerschaft für Unternehmen und den Standort Deutschland sichern
Spitzentalente, Interdisziplinarität, Internationalität, Entschlusskraft und Schnelligkeit in der Umsetzung sind dazu wichtige Erfolgsfaktoren, da neue Lösungen immer stärker aus der Gesamtheit der Technologielandschaft kommen werden, Stichwort Vernetzung. Unternehmen mit einem systematischen Ansatz zum Technologie, -Innovations- und Zukunftsmanagement werden schneller die Komplexität der Technologieentwicklungen beherrschen und so Nutzen aus der Dynamik ziehen können. Bei Wahrung aller Innovationschancen durch neue Produkte und Märkte ist der verantwortliche Umgang mit den Risiken neuer Technologieentwicklungen selbstverständlich.

*Wieder auf unsere Gliederung zurückkommend widmen wir uns nun dem „Wie“:*

Da kommen wir auf das Stichwort Technologietransfer: Transferre (lat.) heißt hinübertragen, übertragen. Hier ist also der Transfer von technischem Wissen gemeint, z. B von Forschungs-und Entwicklungsergebnissen, zwischen Entstehung und Verwendung im Kombinationsprozess der Produktionsfaktoren.
Institutionell bezeichnet das den planvollen, zeitlich limitierten, privatwirtschaftlichen oder staatlich unterstützten Prozess der Diffusion oder Verbreitung von Technologie im Sinne ihrer wirtschaftlichen Nutzbarmachung für Dritte. Die Weitergabe von technischem Wissen (F-E-Ergebnisse) für die Anwendung im Produktionsprozess.

Dabei bedarf es Allianzen: auf der politischen Ebene, Arbeitsebene, in der wissenschaftlichen Forschung, bei der Umsetzung in der Industrie, in Clustern.
Arten des Technologietransfers sind im internationalen Zusammenhang: Der Übergang wirtschaftlich verwertbarer Fähigkeiten von einem Land auf ein anderes. Etwa durch: güter- gebundenen Technologietransfer beim Export von Investitionsgütern, personen- gebundenen in Form der Ausbildung inländischer Fachkräfte durch Ausländer, nicht- faktorgebundenem beim Verkauf von Patenten, Lizenz-und Know how, Verträge durch internationale Unternehmenskooperationen- meist Mutter-Tochtergesellschaften, nichtkommerziell betriebenen in Form der Umwandlung über Medien: Bücher Zeitschriften. Es gibt daneben auch die illegalen Formen wie Industriespionage und die Verletzung gewerblicher Schutzrechte.

Die Speicherung erfolgt über künstliche Wissensträger (CD etc.) und natürliche wie das menschliche Gehirn.
Träger des Technologietransfers sind multinationale Unternehmen, der Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens stellt einen permanenten Technologietransfer dar.
Betreffend der Regulierungen des Technologietransfers zum Beispiel bei Entwicklungsländern gilt: Der industrielle Aufholprozess sowie die Entwicklung und Übertragung der Technologie an die besonderen Bedingungen steht im Vordergrund (klimatische Bedingungen, Beherrschbarkeit ). Das ist das Metier der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

Der Umgang von Technologie und Innovationen hat hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen heute einen hohen Stellenwert. Technologisches Wissen stellt aufgrund zunehmender technologischer Abhängigkeit eine vorwiegende Größe dar.

Wie sind die Sichtweisen in Vergangenheit und Gegenwart?
Historisch war der Technologietransfer ein Thema zwischen Industrie-und Entwicklungsländern, besonders der technologischen Entwicklungshilfe und betraf die schnellere Übertragung der wissenschaftlich-technischen Ergebnisse in den öffentlichen Sektor, um Produkte, Verfahren zu verbessern und günstigere Bedingungen für Innovationen zu schaffen. Heute ist es das Thema der Umwelttechnologien und ihren Transfer in die Entwicklungsländer.

Heute unter den Bedingungen der Globalisierung herrscht ein Wettbewerb zwischen den Industriestandorten. Das gilt besonders für den Transfer aus dem Raumfahrt und Militärbereich. Der abnehmende Halbwertzeit von Technologiertansfer gewinnt an Bedeutung.

Anwendungsgebiete findet der Technologietransfer zwischen Hochschulen, Erfindern, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, innerhalb multinationaler Unternehmen, zwischen verschiedenen Unternehmen, zwischen Industrieländern, zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Merkmale ergeben sich aus den Orientierungsrichtungen wie dem
technology push, aus der Wissenschaft in die Wirtschaft, dem
demand pull, technische Entwicklung erfolgt erst nach den Bedürfnissen der Wirtschaft. Darüber hinaus lässt sich der Technologietransfer weiter unterteilen in: intra- und interorganisatorischen, direkten- und indirekten (Transfervermittler), horizontalen- und vertikalen, aktiven- und passiven Technologietransfer.

Transferarten sind etwa die Auftragsforschung, Beratung, Lizensierung, Förderprojekte, Diplomstudienarbeiten, Firmenpraktika, Kooperationsforschung, Gutachten, Publikationen, etc.

Anbieter sind Fach/Hochschulen, Universitäten, Frauenhofergesellschaft, Helmholzgemeinschaft, Max-Plank-Institut, Leibnitzgesellschaft, Steinbeis-Stiftung, IHKs etc.

In Bezug zur Außenpolitik stellen sich dabei verschiedene Fragen und Problemfelder. Hier am Beispiel Klimaschutz und Massenvernichtungswaffen erläutert.

Die erste Frage taucht auf beim Thema geistiges Eigentum versus Klimaschutz auf. Als Fallbeispiel haben wir eine Arbeit von Severin Fischer hinzugezogen.
Sie betrifft den Technologietransfer zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern: Der Schutz des geistigen Eigentums steht dabei der moralischen Verpflichtung zur Weitergabe von Wissen rund um „saubere Technologien“ im Weg.

Der Technologietransfer wird scheinbar als Nebenschauplatz angesehen. Die Ursache für die geringe Aufmerksamkeit ist die mangelnde Quantifizierbarkeit, dabei ergibt sich eine komplexe Konfliktsituation.
Im Kern besagt das: Die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien in Deutschland wiegt wenig wenn gleichzeitig in China oder anderswo jede Woche ein Kohlekraftwerk vom Netz geht.

Bislang wurde die Maßnahmen in den Entwicklungs-und Schwellenländern in erster Linie über den Clean-Development-Mechanism (CDM) gesteuert: Unternehmen, die dem Europäischen Emissionshandelssystem unterliegen, können sich durch die Finanzierung von Projekten außerhalb des Emissionshandelssystems freikaufen. Das war das bisher einzig wirksame internationale Klimaschutzinstrument.

Die Entwicklung kostenneutraler erneuerbarer Energietechnologien oder die Verwendung von Carbon-Capture and Storage zur unterirdischen Speicherung von CO2-all dies ist für Unternehmen aus westlichen Industriestaaten finanzierbar, nicht aber für Kraftwerksbetreiber oder produzierendes Gewerbe in Entwicklungsländern. Die technologischen Kapazitäten rund um den Bau von effizienten Anlagen stellen jedoch gleichzeitig das Geschäftsgeheimnis europäischer Unternehmen dar, die wiederum jährlich einige Millionen Euro in Forschungsabteilungen investieren, um auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Das Ideal einer freien Verteilung dieses Wissens würde vermutlich zum Exodus einzelner Firmen, viel schlimmer noch zum Ende der Investitionen in die unternehmerische Forschung in saubere Technologienführen.
Das Dilemma liegt im Ausgleich zwischen politische Zielen, wirtschaftlichen Interessen und der Frage nach dem Recht auf geistiges Eigentum.

Unter klimapolitischen Gesichtspunkten wäre ein möglichst kostenfreier Transfer von technologischem Wissen in Entwicklungs- und Schwellenländer wünschenswert, gleichzeitig hebt die freie Weitergabe von Wissen globale Wettbewerbsvorteile einzelner Branchen auf. Die Problemlage also: Das Eigeninteresse des Staates, das geistige Kapital seiner Volkswirtschaft zu schützen und andererseits ebenso auf raschen Transfer zu drängen, um die Klimakatastrophe aufzuhalten.

Bislang waren die Forderungen der Industrieländer und der Entwicklungs/Schwellenländer unvereinbar. Staaten der EU wollen nicht die Patentrechte der eigenen Unternehmen erwerben, um diese gratis zu transferieren. Die Entwicklungsländer geben sich nicht mit Vorschlägen wie der Gründung von Technologieinformationsplattformen zufrieden, die technologische Innovationen wie ein Werbekatalog mit Preisetikett anbieten. So Fischer, Severin: Technologietransfer: Geistiges Eigentum vs. Klimaschutz?, (www. carta.info)

Die zweite Frage betrifft die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen: Technologietransfer oder Technologieblockade. Dabei haben wir eine Arbeit von Achim Seiler als Fallbeispiel studiert.
Hier stellt sich die Frage, wie kann man Verbreitung verhindern?

Durch eine umfassende und im Idealfall totale Beschränkung und Kontrolle der Weitergabe von relevanten Technologien
Oder aber durch massive und relativ bereitwillige Zur- Verfügung- Stellung der im Norden generierten wissenschaftlich-technischen Erkenntnisse mit dem Ziel die bald mögliche Schließung der politischen und sozio-ökonomischen Gegensätze zwischen Nord und Süd unter Inkaufnahme der Beschleunigung der Weitergabe des Wissens um massenvernichtungswaffenrelevante Technologien.

Seiler sieht das Defizit der Analyse der Verbreitungproblematik vor allem in der nicht-adäquaten Berücksichtigung der Süd-Dimension der Problematik. Nicht-Weiterverbreitungspolitik ist status-quo orientiert um die im Westen gewohnten Konsum- und Lebensgewohnheiten aufrechtzuerhalten.
Sie ist eurozentriert und fixiert auf die militärische Dimension der Sicherheit. Es werden in erster Linie Symptome bekämpft die der faktischen Weiterverbreitung von Technologien und Kenntnissen, die zum Aufbau von Massenvernichtungswaffen relevant sind systematisch hinterherhinken.
Der Trendprojektion zu folge wird es 2030 weltweit 40 Kernwaffenstaaten geben. Nicht-Weiterverbreitung ist also eher Verbreitungsverzögerung
Ursachen und Mechanismen der Weiterverbreitung sind Rüstungsexporte, vermeintlicher politischer Statusgewinn nach innen und außen, sowie die Möglichkeit, sich im Hinblick auf die kommenden Auseinandersetzungen um lebenswichtige Ressourcen frühzeitig ausreichende Optionen in der jeweiligen Region zu sichern. Die Frage nach den politischen und ökonomischen Ursachen wird verdrängt:
Daher werden Forderungen nach einer massiven Unterstützung der 3. Welt laut, beim Aufbau eigener wissenschaftlich-technischer Kapazitäten, nach einem kostengüstigen Zugang zu Patenten und Lizenzen, nach verringerten globalen Rüstungsausgaben und der Umwidmung der hierdurch freiwerdenden Mittel zugunsten entwicklungspolitischer Ziele, nach einer Stabilisierung der Exporterlöse für Rohstoffe und der allgemeinen Einhaltung von Ethik-Standards im wirtschaftlichen Umgang der Staaten miteinander.

Das Paradoxe dabei ist die Finanzierung teurer Waffen- und Logistiksysteme, die Erhöhung der Produktionsstückzahlen und der umfangreiche auch kreditfinanzierte Export dieser Waffen in die 3. Welt. Mühsam und teuer generierte Rüstungstechnologien müssen aus Kostengründen transferiert werden, damit der Innovationsvorsprung des Nordens bei Rüstungsgütern tendenziell (Herrschaftsvorsprung) wieder preisgegeben wird.

Zu den politischen Exportkriterien ist zu sagen, dass am Wettlauf um die nachholende Entwicklung auch Endverbleibsklauseln (gute-schlechte Abnehmerländer) prinzipiell nichts ändern können. Das Problem ist, dass die Verbündeten in 3. Welt auf schwächsten sozialen Füßen stehen-daher innen-außen-und bündnispolitische Konstanz fraglich ist. Es gibt den grauen Markt halbstaatlicher Tauschgeschäfte. Die Rüstungslobby in den Industrieländern ist mittlerweile unter starken Exportzwängen. Empfängerländer können als Vorbedingung für die Öffnung des eigenen militärischen Beschaffungsmarktes die gleichzeitige Aufnahme der Lizenzproduktion von amerikanischen Kampfjets im eigenen Land fordern. Staaten können im Austausch gegen den Verzicht klare Bedingungen stellen. Oftmals werden die tatsächlich geleisteten Transfers ziviler oder militärischer Technologien lediglich dazu benutzt, um unmittelbar an anderen verbreitungsrelevanten Feldern, etwa im Bereich der Trägertechnologien weiterzuarbeiten.

Mit jeder Übertragung von Wissen oder Technologie in ein anderes Land ist irreversibel die Stärkung und Weiterentwicklung der dortigen bodenständigen Technologiekapazitäten verbunden. Damit entfallen ebenso irreversible nichtmilitärische Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten zur Kontrolle missliebiger Verwendungs- und Nutzungszusammenhänge gegen den Willen der dortigen Regierungen. Der vermeintliche Ausweg scheint ein permanentes Weiterrüstung in der vollen militärischen Bandbreite offensiver und defensiver Potentiale. Das läuft auf ein aberwitziges Wettrennen hinaus, technologische Vorsprünge im Norden werden durch den Zwang zu kostensenkenden Rüstungsexporten wieder zunichte gemacht. Technologiesharing mit ausgewählten Ländern der 3. Welt kann die Geschwindigkeit nur erhöhen, mit welcher militärtechnologische Vorsprünge auf der Verteidigungsseite durch Verbesserungen der Offensivkapazitäten obsolet werden.

Seiler sieht dabei den Verzicht auf ein dringend gebotenes Junktim zwischen der Etablierung einer alten Neuen Weltordnung und den Forderungen nach einer Neuen Weltwirtschaftsordnung als Defizit der etablierten Nicht-Verbreitungsansätze. Es gibt immanente Widersprüche:
Der Bau von Massenvernichtungswaffen in Ländern der 3. Welt ist nicht zu verhindern, mit eigenen Rüstungsexporten erfolgt die Beschleunigung der Verbreitung. Die Beibehaltung der eigenen militärisch-offensiven Optionen im Norden- dürfte die politische Bereitschaft im Süden zur horizontalen und auch vertikalen Verbreitung nur vergrößern. Eine lückenlose Kontrolle, der in die Entwicklungsländer exportierten Technologien ist nicht möglich. Es werden immer mehr Technologien aus ungleichzeitigen Technologieentwicklungen verbreitungsrelevant. Kontrollen werden von den Staaten der 3. Welt abgelehnt. Das Argument: Es sei ein neokolonialer Versuch den Aufbau eigenständiger Industriestrukturen im Süden verhindern zu wollen. Die Kernwaffenstaaten im Norden sind ihrerseits nicht zur umfassenden Abrüstung bei Kernwaffen bereit und zu reziproken Kontrollen ihrer eigenen Anlagen durch Vertreter des Südens.
Das Problem des dual use bleibt bestehen. Die Forderung der Industrieländer den Export bodenständig entwickelter Rüstungsgüter mit hoher Verbreitungsrelevanz einzustellen wird von den Regierungen mit Verweis auf haushaltstechnische Notwendigkeiten angesichts der drückenden Schuldenlast abgelehnt.

Seiler tritt als Lösung der Verbreitungsfrage für eine gemeinsame Sicherheit durch Entwicklung ein. Die Welt ist interdependent und verletzlich- d.h. ein einseitiger Gewinn an Sicherheit erhöht die Unsicherheit der anderen Seite und ist die zentrale Triebkraft für gegenseitiges Wettrüsten.

Das neue Verständnis von globaler Sicherheit muss in Zukunft neben der militärischen auch die ökonomische und ökologische Dimension von Sicherheit mit einbeziehen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Massenvernichtungswaffen von den Staaten der 3. Welt nicht als politische Instrumente erworben und regional eingesetzt werden, um sich angesichts der Verknappung der Ressourcen frühzeitig angemessene Entwicklungs- und Zugriffsoptionen- auf umstrittene Trinkwasservorkommen sichern zu können.
Der Vorschlag Seiler daher: Die Weiterführung der weltweiten Ächtung aller Kategorien von Massenvernichtungswaffen unter der Regie einer supranationalen Organisation und Einbettung in ein Politikmuster, welches nach der gemeinsamen Lösung der anstehenden Menschheitsprobleme fragt.
Der Norden muss sich zu einer umfassenden und bedingungslosen Abrüstung bei ABC Waffen bereit erklären, ein kleiner Restbestand kann bei der UNO als Minimalabschreckung lagern. Damit seien die gröbsten Zonen der Ungleichverteilung militärischer Sicherheit beseitigt, dann soll der Ausgleich der ökonomischen und ökologischen Lasten-Nutzen-Verteilungen erfolgen. Dann würde es nach Achim Seiler „Technologietransfer oder Technologieblockade“ (www.uni-muenster.de) keinen Boden mehr für extremistische, religiös-fundamentalistische Terrorregime geben.

Was wurde in Richtung Technologietransfer, Klima und Umwelt, Wachstum bisher unternommen?
Im Rahmen der Forschungszusammenarbeit sind die „Abkommen zur Wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit (WTZ)“ allgegenwärtig. Ziele der WTZ Abkommen sind, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2014 erklärt: „Die Beteiligung an internationalen Forschungsprogrammen zur Lösung globaler Probleme, der Ausbau und die Verbesserung bilateraler Beziehungen und der Zugang zu interessanten Forschungsregionen…Darüber hinaus zielen die Kooperationen auf politische Stabilisierung und Aufbauhilfe sowie Technologieexport und Markterschließung insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen.“ Die deutsche Forschungspolitik zielt darauf in Ländern mit Wissenschafts- und Technologieressourcen von strategischer Bedeutung besonders präsent zu sein. Strategische Bedeutung haben dabei Länder mit einer hohen Entwicklungsdynamik und einem Zukunftsmarkt. In den letzten Jahren hat sich dadurch ein Wandel bemerkbar gemacht, es kam zur Stärkung der regionalen Entwicklung durch international, national und regional vernetzte Forschungs-und Innovationskooperation, zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften an den Hochschulen und zum Ausbau eines internationalen Dialogs in Bildung, Forschung und Innovation, der die Grundlage für neue Kooperationsmodelle zwischen den Forschungseinrichtungen in Deutschland und wichtigen Entwicklungsländern bildet.

Am Beispiel China zeigt Wan Gang, dass China in der Zusammenarbeit mit Deutschland in den Bereichen zukunftsorientierter Technologien und des Managements von Deutschland gelernt hat, es aber auch gleichzeitig für das deutsche Wirtschaftswachstum einen breit gefächerten Markt geboten hat und dadurch die deutsche Wirtschaft unterstützt. Der Austausch begann schon 1907 mit der „Deutschen Medizinschule für Chinesen in Shanghai“. 1972 mit der Öffnung Chinas zum Westen hin begann die Aufbauphase der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie.1978 unterzeichneten beide Seiten das „Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Volksrepublik China über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit“. Die Abkommen über wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit wurden erst Jahre später unterzeichnet. Gegenwärtig bezeichnet Wang die Zusammenarbeit als in einer reifen und erfolgreichen Phase. Drei der fünf während der ersten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen (2011) unterzeichneten gemeinsamen Erklärungen entstammen dem Bereich Wissenschaft und Technologie. 2012 waren es bereits über die Hälfte. Das führte zum intensiven Austausch zwischen den Führungspersönlichkeiten, zur Einbindung unterschiedlicher Ebenen (Regierungsstellen, Wirtschaft, Industrie, Unternehmen und Stiftungen) und die Entwicklung der Zusammenarbeit in eine „pragmatische“ Richtung. Die bilaterale Zusammenarbeit wurde ausgefeilter und differenzierter, erfolgt gleichberechtigt und zum gegenseitigen Vorteil und Gewinn. Die Zusammenarbeit in den Bereichen Elektromobilität, Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und Biowissenschaften ist in eine neue Etappe eingetreten. Aber auch die wirtschaftliche Nutzung, industrielle Verwertung von Forschungsergebnissen unter aktiver Einbeziehung von Unternehmen, spielt eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit bezieht sich auf die Innovationspolitik, Deutsch-Chinesisches Innovationsforum 2011, auf die Elektromobilität („Leichtbau-Elektro-Pkw“, 10 Städte, 1000 Fahrzeuge“), in den Biowissenschaften, im Bereich „Sauberes Wasser“, 2012 Eröffnung eines gemeinsamen Innovationsprogramms, und in der Halbleiter Beleuchtungstechnologie „10 Städte, 10000 Lampen“ sowie die deutsch-chinesische Zusammenarbeit an der Tongji Universität. Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit entspricht sowohl dem großen Trend der globalen Entwicklung als auch den gemeinsamen Interessen beider Seiten. Trotz der enormen Erfolge wird China mit großen Herausforderungen bezüglich Ressourcen und Umwelt konfrontiert. Daher verfolgt China gegenwärtig eine innovationsgetriebene Entwicklungsstrategie , legt Wert auf das qualitative Wachstum und dessen Effizienz, will eine „upgrade version“ der chinesischen Wirtschaft erreichen. Das schließt die eigene Innovationskraft wie auch den Import von Zukunftstechnologien ein. China hofft in den Bereichen industrielle Fertigung, dem Energiesektor, im Umweltschutz und bei den Managementerfahrungen von Deutschland zu lernen. Und Deutschland kann von diesen sich entwickelnden Marktchancen in China profitieren. Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit hat eine Vorreiterrolle für die europäisch-chinesische Zusammenarbeit übernommen. Damit verbinden sich die Hoffnungen von chinesischer Seite, dass beide Seiten den Wissenschaftleraustausch verstärken, der Mensch ist im Kern jeder Innovation, die Zusammenarbeit in der Grundlagenforschung weiter verstärkt wird, sie ist die Quelle der Innovationen, besonders in den neu entstandenen Crossover Fächern. Man will den Aufbau wichtiger Experimentierplattformen vorantreiben. In den Zusammenhang steht auch die Hoffnung auf die Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung und in den Bereichen Energie und Umweltschutz. China wünscht sich eine verstärkte Zusammenarbeit auf den technischen Gebieten: modernes Fertigungswesen, Verkehr, chemische Industrie, neue Materialien, Biomedizin sowie Luft- und Raumfahrt. Dabei soll speziell die Zusammenarbeit der kleineren und mittleren Unternehmen weiter verstärkt werden. Unternehmen sind die entscheidenden Akteure in der Umsetzung technologischer Innovationen. China hat mit der europäischen Union ein Abkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit unterzeichnet und einen europäisch-chinesischen Dialogmechanismus zur Innovationszusammenarbeit in Gang gesetzt. Es soll eine noch größere Wirkkraft für die europäisch-chinesische Zusammenarbeit entfaltet werden. China setzt auf Kontinuität und eine Verwirklichung der „update version“ der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie, um an der weitern Verbesserung der Lebensbedingungen auf unserem Planeten zu arbeiten.

Am Beispiel der USA kam es im Februar 2010 zum ersten Wissenschafts- und Technologieabkommen zwischen der USA und Deutschland:

Das bilaterale Schirmabkommen erleichtert die Initiierung und Anwendung von künftigen Aktivitäten zwischen deutschen und amerikanischen Wissenschaftlern, indem es einen Kooperationsrahmen liefert. Es hilft auch bei Hindernissen und bringt verschiedene Behörden und Forschungsinstitute zusammen um sich überkreuzende Fragen anzugehen, während es gegenseitige wissenschaftliche, soziale und wirtschaftliche Vorteile bringt.
Es wurden zwei Memoranden auf den Gebieten Energie- und Krebsforschung unterschrieben. Die Prioritäten liegen also bei Energie, Klima- und Umwelt, und Gesundheit. Gleichzeitig wurde eine neue Körperschaft errichtet, die vom amerikanischen Außenministerium und dem deutschen Ministerium für Erziehung und Wissenschaft koordiniert wird. Sie soll Prioritäten identifizieren, Kooperationsbedingungen verbessern und die Anwendung des Abkommens festsetzen.

Der erste Austausch dieser Art zwischen USA und Deutschland fand bereits 1804 statt als der deutsche Wissenschaftler und Forscher Alexander von Humboldt sich mit dem amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson in Washington traf.

Das Abkommen von 2010 sollte für neue Projekte die Basis bilden, die darauf zielen innovative Arten zu entwickeln gemeinsame Normen und Standards zu errichten. Der private Sektor wird in den Prozess involviert, um die Wettbewerbsituation der teilnehmenden Firmen und ihren Marktzugang auf de amerikanischen Markt zu verbessern. Bilaterale Arbeitsgruppen (Wissenschaftler) identifizieren künftige Kooperationspunkte auf den genannten Gebieten. Man hofft auf engere Kooperation in Materialien und Verarbeitung/Aufbereitung von Energie.

Deutschland und die USA haben je über 50 Abkommen zu wissenschaftlicher und technologischer Kooperation mit anderen Ländern abgeschlossen. Auch zwischen den USA und Deutschland gibt es 50 Einzelabkommen und bilaterale Vereinbarungen zwischen Einzelinstitutionen. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Forschung, Wissenschaft und Technologie. Insbesondere Raumfahrt (Stichwort Raumstation ISS), physikalische Grundlangenforschung sowie Klimaforschung und Umwelttechnologie sind dabei hervorzuheben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst bietet projektbezogene Austauschprogramme in den USA an, das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz betreibt einen Forschungsaustausch mit Nachwuchsinformatikern an der Universität von Berkley in Californien. Hier wird Grundlagenforschung zu Fragen der Informatik, der Informations- und Kommunikationstechnologie betrieben. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“ bisher. Die deutsche Forschungsgemeinschaft fördert deutsche Wissenschaftler in den USA.

Der ehemalige amerikanische Präsident Obama trat für die Transformation in eine saubere Energiewirtschaft ein und für den Kampf gegen den Klimawandel:

Er gründete das Hauptwirtschaftsforum für Energie und Klima. Was die USA unter den Präsidenten Clinton und Obama bereits in Gang setzten:

am 19. Dezember 2009 erklärte Clinton in Kopenhagen, dass die USA Teil der 30 Billionen Dollarunterstützung bis 2012 sind, um den weniger entwickelten Staaten zu helfen ihre Klimaziele zu erreichen, zuvor hatte das Repräsentantenhaus das Clean Energy and Security Act verabschiedet, um grüne Jobs zu schaffen, das Weiße Haus einer neuen Studie ins Leben geholfen, die die potentiellen Klimawandeleinflüsse auf die USA zu untersuchten, ab dem 22. Mai 2009 gab es eine neue nationale Politik, die auf Beides zielt, Wachstum der Treibstoffwirtschaft und Reduzierung der Treibhausgase für alle Neuwagen und Laster in den USA. Am 28. März 2009 war ein Hauptwirtschaftsforum gegründet worden, es sollte den Dialog zwischen hauptsächlichen entwickelten und Entwicklungs- Ländern erleichtern.

Präsident Obama unterzeichnete zwei Memoranden: zur Reduktion der Abhängigkeit von fremden Öl und mehr Grenzen für Treibhausgase zu setzen. Es wurde auch ein neuer Gesandter für Klimawandel eingesetzt. Präsident Trump strich dann die Etats großer staatlicher Forschungseinrichtungen in den USA bis zu 30% zusammen. Für die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien sollte dabei gar kein Geld mehr fließen. Doch der Kongress erhöhte das Budget für Forschung und Technologie sogar um über 10%.

Hier wären die Worte der früheren Wissenschaftsministerin Schavan angebracht:…..Wissenschaft und Forschung sind Quellen des Wohlstands…Politik kann nur wahrhaft verantwortlich in einer globalen Welt beurteilt werden, wenn sie die Entdeckungen der Wissenschaft nicht ignoriert.
Die Vergabe des Nobelpreises 2018 an die beiden amerikanischen Forscher Nordhaus und Romer unterstreicht diese Sichtweise.

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