So etwas wie eine Gesellschaft gibt es nicht. Margaret Thatcher

Die Angst vor dem Auseinanderdriften von Arm und Reich wächst

Viele Menschen sorgen sich um das Auseinanderdriften von Arm und Reich. Sie wollen keine Gesellschaft, in der sich immer mehr abgehängt fühlen und andere finanziell so weit oben schweben, dass sie längst aus dem Blick verloren haben, was unter ihnen eigentlich abläuft.

Für mich ist eine lebenswerte Gesellschaft eine, der Solidarität wichtig ist. Solidarität und soziale Sicherheit sind unverzichtbar für Freiheit, Kreativität, Mut, Optimismus und für den sozialen Frieden.

Sorge um unser Zusammenleben

Viele Menschen sorgen sich um das Auseinanderdriften von Arm und Reich. Sie wollen keine Gesellschaft, in der sich immer mehr abgehängt fühlen und andere finanziell so weit oben schweben, dass sie längst aus dem Blick verloren haben, was unter ihnen eigentlich abläuft. Sie wollen keine Machtstrukturen, in denen die mit viel Geld mehr zu sagen haben als die mit wenig Geld. Sie wollen gleiche Chancen, faire Jobs, eine auskömmliche Rente und bezahlbaren Wohnraum.

Deswegen will ich, dass alle einen gerechten Anteil am Wohlstand bekommen, jeder bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und im Alter gut abgesichert ist, niemand ausgebeutet wird und jeder zu unserem Gemeinwesen einen fairen Beitrag leistet. Trotz aller Vorzüge unseres Sozialstaats: mit der jetzigen Situation kann ich nicht zufrieden sein.

Jedem und jeder eine faire Chance

Ich will mehr Geld für Bildung, von der Kita bis zur Universität, damit sich das Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft wieder einlösen lässt. In kaum einem anderen entwickelten Land hängen soziale Herkunft und sozialer Status so eng zusammen wie in Deutschland. Wer einmal reich ist, bleibt es meist auch. Wer einmal arm ist, für den gilt leider das gleiche. Das empört mich, gerade als jemand, der aus einer Arbeiterfamilie kommend davon profitiert hat, dass früher der soziale Aufstieg leichter war.

Auch Menschen ohne Uni-Abschlüsse oder eine Facharbeiterausbildung verdienen endlich vernünftige Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Wer Kranke pflegt, Kinder unterrichtet oder im Sozialbereich tätig ist, leistet genauso viel für den Wohlstand unseres Landes wie IngenieurInnen oder UnternehmerInnen. Das muss sich endlich auch in den Löhnen widerspiegeln.

Jedem und jeder einen gerechten Anteil

Ich kämpfe für eine gerechte Verteilung unseres Wohlstands. Für gleiche Löhne von Männern und Frauen, für das Ende der Ausbeutung von Leih- und Zeitarbeitern, dafür, dass Einkommen aus Aktiengeschäften gleich besteuert wird wie Einkommen aus harter Arbeit. Für eine Vermögenssteuer, die das oberste Prozent stärker an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt und so Investitionen in die Zukunft ermöglicht. Für ein Ende der Zweiklassenmedizin und eine Grundsicherung, die Arbeitslose nicht schikaniert.
Ich will Deutschland zu einem gerechteren Land machen und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärken.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Gunter Weißgerber, Ramin Peymani, Alfred Sauter.

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Mehr zum Thema: Solidaritaet, Arbeitslosigkeit, Solidaritaetszuschlag

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