Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen. Horst Köhler

Und wird vermut­lich im Dunklen enden, ohne Wärme und Licht

Anlass dieses Beitrags von Anthony Watts war ein Artikel in der Los Angeles Times (LA Times) über den deutschen Kohleausstieg. Bekanntlich geriert sich ja der US-Staat Kalifornien ebenfalls als „grün“.
Watts lässt hier keinen Zweifel an seiner Haltung. Noch interessanter sind aber die Kommentare bei Watts.

Deutschland wird alle 84 seiner Kohlekraftwerke schließen; wird sich primär auf erneuerbare Energie verlassen.

Deutschland, einer der weltgrößten Kohleverbraucher, wird während der nächsten 19 Jahre alle seine 84 Kohlekraftwerke schließen, um den internationalen Verpflichtungen bzgl. des Kampfes gegen den Klimawandel gerecht zu werden. Dies beschloss eine Regierungskommission am Sonnabend.

Die Ankündigung markiert eine bedeutende Verschiebung für das größte Land Europas – eine Nation, die lange führend war bei der Reduktion von CO2-Emissionen, bevor sie sich während der letzten Jahre zu einem Bummelanten wandelte und die Reduktionsziele weit verfehlte. Kohlekraftwerke decken 40% des deutschen Strombedarfs, und das ist bereits ein Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren, als Kohle die Energieerzeugung dominierte.

„Dies ist eine historische Errungenschaft“, sagte Ronald Pofalla, der Vorsitzende der 28-köpfigen Kohlekommission, nachdem die Kommission 21 Stunden lang getagt hatte bis Sonnabend früh. Der Durchbruch beendete sieben Monate des Ringens. „Es war alles andere als sicher – aber wir haben es geschafft!“, sagte Pofalla. „In Deutschland wird es im Jahre 2038 keine Kohlekraftwerke mehr geben“.

Im Plan enthalten sind Ausgaben in Höhe von etwa 45 Milliarden Dollar, um die Folgen in Kohle-Regionen aufzufangen. Es ist zu erwarten, dass die Merkel-Regierung den Beschluss übernimmt.

Die Entscheidung zum Kohleausstieg folgt einem gewagten anderen energiepolitischen Schritt der deutschen Regierung zuvor, nämlich die Schließung aller Kernkraftwerke des Landes bis zum Jahr 2022 als Nachwehe der Fukushima-Havarie in Japan 2011.

Die ursprünglichen Ziele sind beträchtlich, welchen zufolge ein Viertel der Kohlekraftwerke des Landes mit einer Kapazität von 12,5 Gigawatt bis zum Jahr 2022 geschlossen werden sollen. Das bedeutet, dass 24 Kraftwerke innerhalb der ersten drei Jahre geschlossen werden. Im Jahre 2030 sollte Deutschland noch etwa acht Kohlekraftwerke in Betrieb haben, welche 17 Gigawatt Strom erzeugen, hieß es seitens der Kommission.

Die ganze Story steht hier in der LA Times

Quelle: EIKE

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Ramin Peymani, Hubertus Knabe, Vera Lengsfeld.

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