Wir dürfen uns von der AfD nicht die Demokratie zerstören lassen

Ansgar Lange7.02.2020Europa, Gesellschaft & Kultur, Medien

Es gibt sie noch, die besonnenen Köpfe in der Politik. Wohltuend unaufgeregt das Interview mit Thüringens früherem Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU), Solche besonnenen Stimmen, die die Dinge vom Ende her durchdenken und nicht nur flotte Parolen oder moralische Dauerempörung im Programm haben, sind leider selten geworden.

In einem Interview sagt der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel

“Soll man sich denn von der AfD vorschreiben lassen, wofür man sich bekennt? Wir dürfen uns doch nicht schon bei der Abstimmung über drei Kandidaten von der AfD bestimmen lassen. Was jetzt mit dem Ergebnis geschieht, ist im Wesentlichen Sache von Herrn Kemmerich. Aber dass man einen Mann der Mitte wählt, ist doch als solches noch kein Tabubruch. Ein Tabubruch würde daraus, wenn es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit kommt, und die schließe ich selbstverständlich nach wie vor aus – nicht nur, weil es die Partei beschlossen hat, ich war ja selber dabei, sondern auch, weil es nach wie vor nicht in Frage kommt, dass man mit der AfD zusammenarbeitet.”

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