140 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen in unseren Meeren

Angelika Niebler24.10.2018Europa, Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik

„Plastikbesteck, Strohhalme, Zigarettenfilter: Rund 140 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmt in unseren Meeren. Die Fläche entspricht ungefähr der Größe Mitteleuropas. Das Europaparlament handelt jetzt und bringt die EU-Gesetzgebung in die heiße Phase.

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„Wir haben uns heute für konkrete Maßnahmen ausgesprochen. Einige Plastikprodukte und Verpackungen soll es künftig nicht mehr geben“, sagte die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler (CSU) nach der Abstimmung in Straßburg.

Künftig sollen Besteck, Becher, Teller und Trinkhalme aus Plastik, Kunststoff-Wattestäbchen oder Plastik-Rührstäbchen für Kaffee verboten sein. Aufgeschäumte Verpackungen aus Polystrol, die für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen verwendet werden, sollen ebenfalls vom Markt verschwinden. „Die Zeit des gedankenlosen Verwendens von Plastik muss zu Ende gehen. Das sind wir der Umwelt und der Ressourcenschonung schuldig“, so Niebler.

Neben Verboten sollen Lebensmittelverpackungen oder Kombinationsmaterialen bei Trinkbechern um mindestens 25 Prozent reduziert werden bis 2025. Für Mehrweg-Plastikflaschen soll der Recycling-Anteil auf mindestens 35 Prozent steigen. „Nicht jedes Bündel Bananen braucht eine extra Plastikverpackung. Und wir Deutsche sind zwar Weltmeister im Sammeln von Plastikflaschen, aber bei der Wiederverwertung hapert es noch“, sagte die CSU-Europaabgeordnete.

Nicht durchsetzen konnten sich Forderungen, keine Luftballons mehr steigen zu lassen. „Wir haben die Kirche im Dorf gelassen. Ein Europa, das unseren Kindern Luftballons verbietet, brauchen wir nicht. Wir müssen an den neuralgischen Punkten ansetzen, und genau das ist der Ansatz, den wir im Europaparlament vertreten“, so die Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europaparlament.

Nun werden Europaparlament und die nationalen Regierungen über den endgültigen Text der EU-Richtlinie verhandeln. „Die neuen Standards zur Vermeidung von Plastikmüll sollten bis zum Frühjahr stehen. Europa hat einen riesigen Mehrwert auch für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“, sagte Angelika Niebler.

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