Lieber Porno und Tinder statt Treue und Liebe?

von André Jesinghaus22.03.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Kann man in Zeiten von Tinder, Porno und ungezwungenem Sex noch eine Einrichtung, wie die Ehe oder überhaupt lebenslange Beziehungen verteidigen, die das komplette Gegenteil von dem bedeutet, was anscheinend ein Großteil der Bevölkerung lebt?

Wünscht man sich überhaupt noch Werte, wie Treue und Vertrauen? Sicher sind genau diese Werte für die meisten Menschen erstrebenswert. Warum aber leben wir sie dann so selten?

„Wie, du hast keinen Sex?!”, diese und ähnliche Fragen hört man recht häufig, wenn man mit Menschen zwischen 15 und 30 spricht und ihnen offenbart, dass man sich darauf vorbereitet, katholischer Priester zu werden. Denn das bedeutet auch, dass man zölibatär leben muss, also ein Leben lang auf die Ehe und partnerschaftliche Beziehungen allgemein verzichtet. Mittlerweile wundere ich mich nicht mehr, wenn solche Reaktionen kommen, zu Beginn meiner Ausbildung sah das noch anders aus.

Es gibt nach meiner Erfahrung viele Menschen, gerade in der genannten Alterskategorie, die Sex als das sehen, was eine Beziehung am meisten ausmacht. Andere Dinge sind dann nicht so wichtig, eben auch nicht Treue und Vertrauen. Dann macht es auch Sinn, dass man mal schnell in der Tinder-App

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