Neue Migrationskrise geht auf Kosten der Gesundheit der Bundesbürger

Alice Weidel6.03.2020Europa, Gesellschaft & Kultur, Medien

Jens Spahn hat Angst. Man musste nur die Körpersprache des Gesundheitsministers beobachten, wie er bei Maischberger am Tresen saß, um zu wissen: dieser Mann, der sich bis vor kurzem noch für Kanzlermaterial hielt, ist hilflos angesichts der Krise, der er sich gegenüber sieht. Hilflos, und heillos überfordert.

Die Körpersprache reichte aus. Es war gar nicht mehr nötig, auf seine Worte zu hören. Zugegeben, inzwischen vergleicht Spahn Covid-19 nicht mehr mit einer Grippe. Aber noch immer überwiegen Verharmlosungen, Beschönigungen und Beschwichtigungen. Sein Rat ist derselbe, den überforderte Regierungen seit den Pestepidemien den Menschen gegeben haben: Bleibt zuhause.

Dabei wäre es seine Aufgabe, der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken. Aber damit müsste er zugeben, wie unvorbereitet die Bundesregierung auch auf diese Krise ist. Und wie wenig bereit sie ist, die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Von “gut gerüstet” kann jedenfalls keine Rede sein.

Anstatt weiter Placebos zu verabreichen, wäre es dringend notwendig, laufend Behandlungskapazitäten zu erfassen und zügig auszuweiten. Prophylaktisch müssen alle Grippekranken auf Corona getestet werden. Aber wie fahrlässig dünn die medizinische Infrastruktur in Deutschland ist zeigt ein Blick auf die Anzahl der Isolierbetten, die es in Deutschland im Fall einer Pandemie gibt: Rund 60 Stück für 80 Millionen Menschen.

Temperaturkontrollen an Flughäfen hält die Bundesregierung weiter für unnötig. Stattdessen setzt man nach guter bürokratischer Tradition auf Fragebögen. Aber mit einem Fieberscreening wäre wahrscheinlich Hamburgs erster Corona-Infizierter nicht durch gerutscht, der aus Rom an seinen Arbeitsplatz an einer Kinderklinik zurück gekehrt war.

Entscheidend wären vor allem Grenzkontrollen. Österreich kann Züge stoppen, aber bei uns weiß man noch nicht einmal, wer dafür zuständig wäre. Italien kann Migrantenschiffe unter Quarantäne stellen, aber Deutschland hält die Grenzen weit offen für etliche Migranten, die Monat für Monat illegal ins Land strömen. Nun sollen sie auf das Virus getestet werden. Wie das gelingen soll, wo es bisher noch nicht einmal gelungen ist, Namen, Herkunft und Alter dieser Menschen zu ermitteln, bleibt das Geheimnis dieser Regierung.

Es braut sich der perfekte Sturm zusammen. Nirgendwo außerhalb Chinas wütet das Virus mehr als im Nahen Osten, und ausgerechnet jetzt hat die Türkei angekündigt, alle Flüchtlinge künftig nach Europa durchzuwinken. Aber die Bundesregierung hält unbeirrt an ihrem Prinzip der Freizügigkeit fest. Doch diese Prinzipienreiterei geht nun auf Kosten der Volksgesundheit.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

„Coronabonds führen zu einer Verschuldungslawine, die nichts als Hass und Streit übrig lassen wird“

Der Top-Ökonom und ehemalige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn über platzende Geldpolitik-Blasen und mögliche Schuldenschnitte, warum der Euro nicht zu jedem Preis überleben muss und es anstatt Coronabonds aufzulegen sinnvoller wäre Italiens Krankenhäusern Geldgeschenke zu machen.

5 Dinge, die ich seit der Coronakrise mache

Es ist der 1. April, ein Grund genug, mal etwas anderes über die Welt in Zeiten des Coronavirus zu schreiben. Was ich jetzt mache und vor allem wie mir das gelingt, lesen sie in dieser ironisch-bissigen Satire.

Corona als Hoffnungsträger im Kampf gegen den Kapitalismus

Weltweit hoffen Antikapitalisten, die Corona-Krise könne endlich das lang ersehnte Ende des Kapitalismus einläuten. Ob in den USA, Großbritannien, Frankreich oder Deutschland: Die Argumentation der antikapitalistischen Intellektuellen ist überall gleich. Sie hatten eigentlich schon gehofft, dass

Wer soll das bezahlen?

Der Bundestag hat ein Corona-Hilfspaket von insgesamt 756 Milliarden Euro beschlossen. Um Himmels willen, wer soll das bezahlen? Wieder einmal bestätigt sich der berühmte Satz Bertold Brechts: „Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.“

Umweltpolitik degenerierte zum „Ökomoralismus

Der langjährige „Welt“-Journalist Ansgar Graw, inzwischen Herausgeber von "The European", stellt in seinem aktuellen Buch die These auf, dass wir zurzeit eine „grüne Hegemonie“ erleben. Dies mag unter anderem an der „medialen Dauerpräsenz grüner Kernanliegen“ liegen. Für die Zeit vo

Sushi-Bar, Ölheizungen und Kernkraftwerke

Die Grünen fordern in der Corona-Krise eine „Pandemiewirtschaft“, Abschalten der Kernkraftwerke, Austauschen von Ölheizungen, Eurobonds und die Aufnahme von „vulnerablen“ Flüchtlingen von den griechischen Inseln.

Mobile Sliding Menu