Eine schuldenfreie Wirtschaft ist beinahe eine Utopie. John Lanchester

Bis heute haben Sie nur für den Staat gearbeitet!

Rechnerisch haben die Deutschen bis heute morgen ausschließlich für den Fiskus gearbeitet, der im Schnitt 54,3 Prozent aller Einkommen für sich beansprucht. Das muss sich ändern, meint AfD-Oppositionsführerin Alice Weidel.

Rechnerisch haben die Deutschen bis heute morgen ausschließlich für den Fiskus gearbeitet, der im Schnitt 54,3 Prozent aller Einkommen für sich beansprucht.

Steuerzahler müssen endlich mehr Netto vom Brutto behalten können. Dass die öffentliche Hand mehr als die Hälfte des von den Bürgern sauer verdienten Geldes für Staatsaufgaben und Umverteilungsmaßnahmen beansprucht, ist ein auf Dauer nicht hinnehmbarer Skandal. Die Deutschen zahlen im internationalen Vergleich Rekordsteuern, ihre Nettoeinkommen liegen aber nur im Mittelfeld.

Trotz Rekordeinnahmen vernachlässigt der Staat seine Kernaufgaben: Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der öffentlichen Ordnung und Gewährleistung der inneren und äußeren Sicherheit. Dafür werden Unsummen für Energiewende, Euro-Wahn und Einwanderung verbrannt, um nur die größten Verschwendungsposten zu nennen.

Wenn sich der Staat auf seine Kernaufgaben konzentriert, ist eine deutliche Entlastung der Bürger machbar und finanzierbar. Dringendste Forderungen sind die Reform und Vereinfachung der Lohn- und Einkommensteuer, die Anhebung der Einkommensschwelle für den Spitzensteuersatz, der heute bereits Handwerksmeister und Facharbeiter trifft, und die Beseitigung der ‚kalten Progression‘, die umgehende und vollständige Abschaffung des ‚Soli‘ sowie eine deutliche Senkung der Mehrwertsteuer, die kleine und mittlere Einkommen besonders schwer belastet. Mehr Netto vom Brutto ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Jörg Hubert Meuthen, Oskar Lafontaine, Alice Weidel.

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