Bataclan-Mörder als Märtyrer in Berliner Museum!

Alice Weidel4.12.2017Politik

Muss man in Berlin wirklich jede linke pseudokünstlerische Provokation zur Kunst erheben und mit Steuergeldern finanzieren? Ich bin mir sicher, dass man in Berlin deutlich sinnvollere Dinge mit dem Geld anfangen könnte.

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Berlin, das Mekka der grotesken Kunstinstallationen und Ausstellungen, ist um eine Attraktion reicher. Wie u.a. der Tagesspiegel berichtet, kann man in der Hauptstadt nun nicht mehr nur Ausstellungen über den harten Berufsalltag afrikanischer Drogendealer in Berliner Parks besuchen, oder Nachbauten einer islamistischen Bus-Barrikade aus Syrien vor dem Brandenburger Tor bewundern, sondern auch neuerdings eine Kunstinstallation, die einen der Attentäter von Paris neben Persönlichkeiten wie Martin Luther King und Sokrates als Märtyrer inszeniert.

Zurecht fragt sich Tagesspiegel-Autor Gunnar Schupelius da, ob die Kunst da nicht ein wenig zu weit geht. Was hat ein religiöser Fanatiker, ein Mörder neben Personen zu suchen, die für ihre ehrenwerten Überzeugungen bereit waren, zu sterben? Die Antwort von Ricarda Ciontos vom Verein Nordwind, die die Installation künstlerisch leitet, fällt nebulös aus: „Die Künstler wollen den Begriff des Märtyrers erweitern.“ Ah ja. Na dann. Der Verein Nordwind wird übrigens über den „Hauptstadtkulturfonds“ aus Steuergeld finanziert.

Mal ehrlich: Die künstlerische Freiheit ist ein unveräußerliches Gut, aber muss man in Berlin wirklich jede linke pseudokünstlerische Provokation zur Kunst erheben und mit Steuergeldern finanzieren? Ich bin mir sicher, dass man in Berlin deutlich sinnvollere Dinge mit dem Geld anfangen könnte.

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